Beiträge von WorkingDogs

    Und da denke ich dann immer, wie können Menschen so dumm sein und nicht begreifen, dass man eigentlich an der Basis anfangen muss, wenn man die Ökosysteme retten will und nicht ausgerechnet am Ende der Nahrungskette. Die Insekten und Schmetterlinge sind doch erst mal essentiell, für die müssen wir uns mit aller Macht engagieren. Dann die Amphibien und die Kleinsäuger. Und wenn wir da genug intakte Flächen haben, dann ist auch Raum für eine gewisse Anzahl an großen Beutegreifern. Die allerdings in einer kulturlandschaft immer begrenzt gehalten werden muss. An das Märchen der Selbstregulation glaube ich schon lange nicht mehr.

    Richtig verrückt wird es dann, wenn einem das Menschen erklären bei denen der halbe "garten" versiegelt wurde, mit Kirschlorbeerhecke, Bauzaun und Hightech-Rasen. Weil sie keine Lust haben sich dadurch einzuschränken einen Garten zu haben, alles muss maximal pflegeleicht.

    Aber wir Tierhalter, wir sollen bitte Tausende von Euros für Zäune ausgeben, auf Urlaub verzichten und unsere Tiere behirten. Damit der Wolf einem das Gewissen aufbessert, dass wir uns in diesem Land ja ganz doll für Naturschutz einsetzen.

    Das ist eben der Unterschied. Und ja, das ist auch vom Fuchs nicht schön. Aber der ist als Beutegreifer eben noch eine andere Liga als der Wolf. Ich bin mittlerweile so häufig enttäuscht worden, weil ich schon so häufig dachte, JETZT muß doch was passieren, nach Wolfsvorfällen, und nie IST wirklich was passiert.

    Ich denke bei uns beim Geflügel ist der Habicht besser vergleichbar. Der kommt ja nun auch von oben und es ist utopisch überall Netze zu spannen. Und der ist nicht weniger geschützt als der Wolf. Wenn der sich bei einem eingenistet hat, dann kann man im Grunde auch mit der Haltung aufhören. Aber damit wird man leider leben müssen, da gibt es ja gar keine Debatte zu. Beim Wolf ist da mehr Licht am horizont.

    Leider ist es nicht nur die Verblendung, sondern die wird auch noch aktiv gefördert durch Leute, die auf keinem anderen Berufsfeld was gerissen haben. Für die ist "Wolfsschutz" inzwischen ein echtes Auffangbecken.

    Frau Sebald ist, ebenso wie der gescheiterte Ex-Anwalt, mit dem sie sich erst zusammengetan und dann verkracht hat, oder ihr jetziger Partner, ein gutes Beispiel dafür. Ich will hier nicht in Kollegentratsch schwelgen, das wäre unfair, aber sagen wir so: zur erhofften Karriere hat es nie ganz gelangt, und so macht sie jetzt eben ganz groß in Wolfsexpertin. Wie viele andere mit ähnlichem Background auch., zum Beispiel die "Wolfsschutz Deutschland"- "Journalistin", deren gesamte Rundum-Qualifikation, beruflich wie zoologisch, aus ein paar Artikeln im "Goldenen Blatt" besteht.

    Wäre eigentich Realsatire und entsprechend komisch, aber leider dürfen sich inzwischen ganze Ökosysteme samt Tierhaltern, die sie erhalten, mit den Folgen dieser Existenzsicherung abplagen. Und dass da einem jahrzehntelang aktiven Naturschützer schon mal der verbale Kragen platzt, kann ich nachvollziehen. Leider.

    Auch hier greift leider das Peter-Prinzip.

    Sie war ja zum ersten Mal Läufig . Werd das auf jeden Fall bei den nächsten Zyklen beobachten und hab mir ne Zyklusapp geholt, wo ich das dokumentieren kann

    Dann ist sie noch jung? Das kann mit dem Älterweden besser werden, so war es bei einer meiner Hündinnen. Da ist die Garstigkeit in der Scheinmutterschaft auch höher, was auch nichts unnormales ist, das macht ja Sinn. Mit dem Reifen wurde das ganze dann händelbar und gesetzer. Aber die ersten Zyklen waren da schon wild.

    Für deine Hündin sind die Hormone ja auch etwas völlig neues.

    Ist echt so irre, ne? Ich bin ja letztes Jahr in meine Wohnung hier (mit Garten) gezogen und habe letztes Jahr die ganze Zeit Topinambur entfernt wie irre (7 Müllsäcke voll) und dieses Jahr bin ich mit Götterbaum dran :fear:


    Und auf den Flächen der Bahn hier um die Ecke breitet sich munter der Staudenknöterich aus, ich warte nur drauf, dass ich den hier irgendwann im Garten habe :fear:

    Hier ist es auch super heftig. Knöterich haben wir zum Glück nicht, genausowenig Topinambur oder Bambus. Dafür Berufskraut, Springkraut, Kirschlorbeer, kanadische Goldrute und Flieder. Alleine das Berufskraut füllt Massen an Säcken. Die NSG sind voll mit dem Zeug, interessiert niemanden (außer mich, haha).

    Götterbaum wächst keine 300 Meter von uns. Und die Nachbarschaft pflanzt fröhlich weiter, aber regt sich kräftig darüber auf wenn irgendwo sowas wie Ackerschachtelhalm wächst. Ganz ganz böse! Wie man ja niiiiiiiiiiie wieder los und so. Dass das einfach ne Zeigerpflanze ist wird ignoriert.

    Was mMn logisch ist, weil es in allen andren Ländern mit dem Wolf eben auch nur durch Bejagung funktioniert. Es gibt absolut keinen Grund anzunehmen, dass es in Deutschland anders funktionieren könnte.

    Genau. Eine Mischung aus HSH und Bejagung ist zielführend. Dazu dann noch Zäune.

    Für mich braucht es da auch keine Förderungen, sondern die Gesetze müssen da einfach so gestaltet werden, dass man als Tierhalter auf der sicheren Seite ist mit diesem Konzept.

    Und das ist deutlich sinnvoller für seine Tiere, als nichts zu tun und nur nach Abschuss zu rufen.

    Der Abschuss gehört dazu. Auch mit HSH und perfekten Zäunen.

    Ja, es wäre schön wenn der Weg für HSH geebnet werden würde. Sprich: sonderausnahmen was Lärmschutz angeht und die Verordnungen für gefährliche Hunde anpassen. Das wären konkret die Punkte wieso wir keine HSH haben. Wir haben hier viele Hundehalter die ihre Hunde ohne Kontrolle laufen lassen (und ja: die reißen bei uns ebenfalls Tiere), hier bräuchte es Regelungen dass die Halter dieser Tiere Pech gehabt haben, wenn ihre Hunde zu Schaden kommen und nicht die HSH am Ende das Problem haben, sofern ersterer in die gezäunte Fläche kommt. HSH kommen für uns nicht infrage, damit haben wir nur Ärger.

    Auch ein HSH bringt Raubwild um, das sind scharfe Hunde. Das läuft jetzt nicht so ab als würde Raubwild einen Bogen um die Flächen machen, nur weil da Hunde stehen. Vor allem wenn die Hunde aus Lärmschutzgründen nicht 24/7 auf dieser sein dürfen.

    Was aber sicherlich auch deutlich mehr Aufwand seitens des Viehhalter verlangt als auf bessere Zäune zu setzen.

    Das ist natürlich ein Knackpunkt, die Nutztierhaltung schränkt ja sowieso schon massiv ein und man fragt sich oft „wofür“, der gesellschaftliche Nutzen wird von den wenigsten gesehen. Unsere Alternative wäre, dass der Landwirt die Flächen wieder mit dem Kreiselmähwerk bearbeitet. Kein Streuobst, keine Hecken, keine Biodiversität mehr, kein Insektenschutz. Für uns ist die Haltung so oder so ein reines Minusgeschäft, auch wenn die Eier 50ct kosten. Wir erhalten Genetik und wollen Naturschutz betreiben. Generell ist das Ganze sehr undankbar, auch schon ohne das ständige Nachtreten in den sozialen Medien.

    Danke für die Info zu Bibern. Das erklärt, warum die noch sehr jungen Wölfe in dem Video so vorsichtig sind. Ich hab auch noch nie gehört, dass Biber zur Hauptbeute der Wölfe gehören.

    Umso unverständlicher die Bemerkung unter dem Video, es müsse jetzt jemand abwägen, ob Wölfe oder Biber schützenswerter sind. Warum, wenn sich die Biber selber wehren können?

    Nur weil sie sich wehren können, heißt das ja nicht dass der Wolf nicht am Ende der stärkere ist. Ich vermute das die Biber bei Hundeartigen ihre Aggression erhöhen werden, ähnlich wie es Sauen bereits tun.

    Sprich: grade jetzt zur BuS sollte man als Hundehalter die Natur eher vermeiden, wenn einem was am eigenen Hund liegt.

    Nicht konkret wegen der Wölfe, sondern weil das gesamte Wild wieder wehrhafter wird.

    Letztendlich wird der Abschuss aber so oder so kommen, das zeichnet sich doch bereits ab.