Beiträge von lurchers2

    Ganz Viel Glück.

    Meine Erfahrungen mit Parvo sind allerdings nicht gut. beobachtet die Entwicklung bitte sehr genau und trefft da auch eure Entscheidungen.
    Fragt nicht nur nach der Überlebenswahrscheinlichkeit, sondern lasst euch auch die möglichen Folgeentwicklungen (bzw entwicklungsschäden) erklären.

    Überleben ist nicht immer alles

    Was findest du denn am Neufundländer so gut?
    Wo hast du (alleine) Verwendung für einen großen, sabbernden, mindestens 3,50 Euro am Tag verschlingenden Riesenwachhund, der nicht am Fahrrad laufen will, kein Agility, keine großen Wanderungen, kein Rumhängen mit Freunden im Cafe oder Bar will. Dafür aber gerne und gut auf das weitläufige Gelände aufpasst. Inklusiver stellen von Eindringlingen. Und im Zweifel auch im Winter viel Zeit draußen verbringen möchte. Inklusive Dreckbatzen an den Pfoten und vielen Haaren in allen Ecken des Hauses (ja, auch im Wäscheschrank).

    Und das für die nächsten 8-10 Jahre. Also auch wenn du nicht mehr Muttis Wäschekorb einhaaren lässt, sondern den eigenen. Und den eigenen Garten umgraben lässt, statt Muttis Rosen. Und der Sabber auf dem eigenen Sofa landet und die Wachleidenschaft (wahlweise die Dreckpfoten) die eigenen Gäste beglücken.
    -Garten und Haus hier benannt, weil in einer Etagenwohnung ohne Garten, im 3. Stock wird das mit dem Neufi knapp.

    Und der Hund eben nur von dir aufs Klo gelassen werden kann, eine sinnvolle Aufgabe erfüllen darf, gefüttert, gepflegt, gekrault und bespasst werden kann.
    Und du nie wieder unter 500 EUro extra (für die Hundepension) in Urlaub fliegen kannst. Spontan natürlich sowieso nicht.

    ja, und wenn die neuen Besitzer pfeifen, rennt er wieder zurück.
    warum sollte der Hund nicht gute Erinnerungen behalten und trotzdem in der Lage sein, sich gut in ein neues gutes Leben einzupassen?
    geht uns doch genau so.

    Das passiert mir mit meinen Hunden auch, wenn wir die Züchter oder die vorherigen Besitzer/ Gespann-Rudel besuchen.
    Oder wenn ich meine Eltern besuche, von denen sie immer lecker würste kriegen und betuttelt werden.

    Und wenn ich gehe, gehen sie selbstverständlich und gerne wieder mit mir nach Hause.

    Liebe TE, was du zum Training sagst, klingt als hasts du erst mal eine gute Anlaufstelle gefunden.
    Ich habe auh so eine -ich sag mal seeehr vorsichtige - hundedame. die kommt aus ganz normaler bis guter Aufzucht, mit Hundegesellschaft etc. Sie ist einfach sehr nervenschwach, sieht man bei den Eltern und Verwandten in Ansätzen auch ,m bei ihr eben ungünstig gemischt. Das ist nicht leicht, besonders in den ersten Jahren. Der Aufwand für schrittweise Gewöhnung und Training und dann Gewöhnung an Training hätte bei anderen gereicht für ne Blinden hundeausbildung. Aber nunja. Hier ist es egal. Und in allem anderen ist sie superanspruchslos, bzw. passt einfach zu meinen Anforderungen .
    Überleg dir einfach, warum du den Hund unbedingt behalten willst, wofür du das dir antun willst und ob das für den Hund so richtig ist. Bedenke auch. Nur weil die Anforderungen deines Lebens objektiv für Hunde ok ist, heisst das nicht, das Udo das (gut) packt!
    Gerade wenn du eine ansprechende und anspruchsvolle Arbeit hast, wo du noch was reisen willst, gerade wenn du in anderen Lebensbereichen starken Zwängen unterliegst, bleiben die Hundebedürfnisse und vor allem die eigenen sehr schnell auf der Strecke.

    Überleg dir einfach wofür. Und ob du mit der Herausforderung wächst, oder einfach nur ab dein Substanz gehst und dein Beweglichkeit und Anpassunsfähigkeit an dein Leben verringerst.

    Und dann handle.

    Ich will dir den Hund nicht ausreden, aber ein Hundeleben ist lang. Lang genug, dass deine Planung da nicht drauf warten kann. Das IST dann deine Planung. Privat und beruflich! Das muss dir einfach klar sein, sonst wird es allen gegenüber unfair. Und murksig. Und das hat keiner- auch der Hund- nicht verdient, immer nur als Problem gemanaged zu werden.