Beiträge von Ernalie

    Ich hab einer Freundin mit Malteser-Mix die Anzeigt vom kleinen Charlie geschickt. Sie würde ihn abholen. Vorausgesetzt sie geben ihn kostenlos ab. Wohnen übrigens Knapp 200km weit weg. Da kommt also einiges an Anfahrt dazu.

    Gab übrigens keine Antwort auf die Nachricht.

    Also ganz ehrlich gesagt:

    Würde ich meinen Hund abgeben wollen, würde ich auch auf "ich würde ihn abholen, aber will nichts dafür bezahlen" nicht antworten.

    Ich weiß, der Gedanke war ein Guter. Aber darauf würden wohl die meisten nicht reagieren, vor allem nicht, wenn es sich um einen Hund ohne irre große Baustellen handelt, den man nirgends los wird.

    Huhu,

    ein Bekannter von mir hat auch einen 2nd Hand HSH-Mix von einer Familie übernommen, denen der HSH-Mix als "Golden Retriever" vermittelt wurde. Nunja, ich glaube, wir brauchen nicht drüber reden, dass das auch ziemlich blauäugig war, einen Hund aus dem Auslandstierschutz als Direktimport zu übernehmen und wirklich zu glauben, dass das ein Golden Retriever ist. Nichtsdestotrotz finde ich es besch**** von den Orgas, dass die sowas anscheinend immer wieder machen und wirklich auch blöd für alle seriösen Orgas, deren Ruf dabei mit beeinträchtigt wird.

    Nun, der Hund lebt jetzt auch wieder in einer Familie, es funktioniert aber gut, obwohl seine Gene schon deutlich bemerkbar sind. Ich kann durchaus verstehen, wenn man das nicht möchte. Ich selbst würde es auch nicht wollen. Aber was ich sagen will: Kann durchaus trotzdem gut laufen, wenn man weiß, was man da vor sich sitzen hat.

    Im Endeffekt solltest du die Entscheidung aber im Sinne des Hundes sehr bald treffen.

    Wenn die Schutzfunktion gestört wäre, würde das bedeuten, dass auch eine Ausschlussdiät zurzeit nichts bringt und ich zwingend erst antiallergenes Futter geben müsste, richtig?

    Also ich persönlich finde eine Ausschlussdiät ohne dass der Darm sich richtig beruhigen kann sinnlos. Ich weiß aber, dass es oft auch ohne antiallergenes Futter gemacht wird, finde es aber sehr viel sinnvoller, nicht das Risiko einzugehen, sich dann vielleicht auch noch das Pferd oder das Känguru oder was auch immer man dann gibt, zu versauen.

    Also, um deine Frage zu beantworten:

    "zwingend" ist hier gar nichts. Wenn du mich fragst, ist es aber sinnvoller, es zu tun..

    Oder kann es sein, dass sie mehr Abwechslung braucht, weil es jedesmal nach ein paar Monaten wieder schlechter wird, wenn sie immer das gleiche bekomm

    Bitte lieber nicht.

    Bei meiner Hündin war das ein Zeichen von Unverträglichkeiten. Sie hat jedes Futter nur wenige Wochen gegessen, dann wieder verweigert. Gekochtes hat sie länger gegessen, weil es einfach zu gut geschmeckt hat. Hat dann aber irgendwann Hautsymptome bekommen. Erst da haben wir die Unverträglichkeit erkannt. Was sehr schade war, denn deswegen haben wir auch noch gefordert, dass die Unverträglichkeiten mehr wurden.

    Ich hab's in letzter Zeit oft geschrieben, mach's aber nochmal, weil es mir so direkt auch nicht klar war:

    Bei Futtermittelallergien ist oft die Darmschleimhaut in ihrer Schutzfunktion gestört. Diese soll eigentlich dafür sorgen, dass nur körpereigene Stoffe in den Blutkreislauf gelangen. Ist die Darmschleimhaut allerdings porös, gelangen Proteine in den Blutkreislauf, die der Körper als fremd identifiziert und bildet Antikörper dagegen. Bedeutet, dass man mit jedem neuen Futter auch eine neue Allergien auslösen kann. Dass es immer einige Zeit dauert, bis wieder Reaktionen auftreten, liegt dann einfach dran, dass der Körper beim Erstkontakt ja noch keine Antikörper dagegen hat. Das dauert dann ne Weile und dann gibt's wieder eine Reaktion.

    Daher hat uns die Tierärztin auch davon abgeraten, noch weitere Proteinquellen zu testen, sondern auf ein antiallergenes Futter zu gehen und erstmal Ruhe in das Magen-Darm-System zu bringen. Bei diesen Futtern sind die Proteine so weit aufgespalten, dass der Körper sie nicht mehr als fremd identifiziert. Das klappt bei uns tatsächlich sehr gut und Karla bekommt jetzt seit 4 Monaten ausscließlich dieses Futter. Vielleicht probiere ich im Frühling Mal eine neue Proteinquelle.

    Wann führe ich welches Kommando ein, wir reagiere ich in welcher Situation etc.

    Es gibt dafür halt kein Patentrezept was auf alle zutrifft. Und nicht mal für die selbe Person mit unterschiedlichen Hunden gibts das. Meine erste eigene Hündin, die ich als Welpe bekommen habe, konnte am Ende ihres Lebens noch nicht auf Kommando an einem Ort bleiben. Hab ich einfach nie geübt, weil nie gebraucht. Wenn ich "leg dich hin" gesagt habe, hieß das für sie: "ganz egal wo, aber leg dich hin". Meine jetzige Hündin hat quasi als erstes gelernt am selben Ort zu bleiben, weil es für meine jetzige Lebenssituation absolut notwendig ist. Dafür kann diese Hündin bis heute (fast 3) kein "Platz", weil es mir einfach egal ist, ob sie liegt, sitzt, steht oder sich rumrollt, während sie am selben Ort bleibt.

    Das Einzige, was ich mit allen Hunden identisch sofort trainiert habe war Abbruch und Rückruf. Ich hab gehört, es soll auch Hunde geben, die außer Abbruch und Rückruf absolut nichts von dem können, was man landläufig so glaubt, was Hunde können sollten. Ist doch auch okay. Solange das Zusammenleben passt.

    Jeder braucht was anderes. Ich glaube, du musst dich mal ein bißchen locker machen und mal spüren, ob da irgendwo ein Bauchgefühl ist, was dir sagt, was IHR braucht und was nicht. Dann übt ihr halt diese Dinge. Immer kleine Schritte. Im ersten halben Jahr hab ich mit meiner jetzigen Hündin fast gar nichts gemacht, außer Alltagssituationen zu etablieren. Leben mit Kind, Begleitung in die Arbeit (sie ist Therapie-Begleithund und sollte sich schon von klein auf an Kollegen und Klientenkontakt gewöhnen), Bahn fahren, Besuch bei Freunden und Familie, Fremdbetreuung..

    Dieses blöde Sprichwort mit dem Hänschen stimmt bei Hunden einfach gar nicht. Hunde lernen ihr Leben lang. Wenn ich jetzt Bock hätte, meiner Hündin "Platz" beizubringen, wäre das ganz sicher gar kein Problem. Ich weiß, wie es geht. Sie lernt gerne. Und manchmal denke ich: "Ach, wär schon sinnvoll, wenn sie es dann doch mal lernen würde". Aber ich hab da einfach 0 Ansporn zu, also lass ichs dann doch immer :see_no_evil_monkey:

    Naja. Also die Änderung der GOÄ ist schon sehr ordentlich. Die war zwar lange überfällig, meiner Meinung nach, aber bei den Preissteigerungen kann ich schon glauben, dass es nicht wenige Menschen gibt, deren Budget das dann plötzlich übersteigt.

    Beispiel Zahnsteinentfernung: ohne dass irgendwelche neuen Verfahren abgerechnet werden ist man mit den selben Tätigkeiten bei einer Preissteigerung von 100%. Je nachdem, wie viele Tierarztbesuche der Hund braucht, läppert sich da ganz schön was zusammen.

    Natürlich sind die Kosten auch gestiegen, weil modernere Untersuchungsverfahren auch in der Tiermedizin häufiger angewandt werden. Aber es ist jetzt nicht so, als wäre die Erhöhung der GOÄ nicht deutlich gewesen. Wie gesagt, absolut nötig. Die würde seit 25 Jahren nicht erhöht. Aber wahrscheinlich für viele Hundehalter im Portemonnaie spürbar.

    Ich frag mich halt obs an mir liegt, dass sie noch nicht stubenrein ist, wo man doch liest dass es manche in 3 Tagen schaffen.

    Nur kurz dazu. Ich hatte bisher 4 Hunde. 3 davon als Welpen.

    Sie waren zuverlässig stubenrein mit:(Nicht chronologisch sortiert sondern nach Alter)

    10 Wochen, 5 Monaten und einem Jahr.

    Ich hab nix anders gemacht. Es kommt da sehr auf die biologischen Voraussetzungen an und auch darauf, wie die Hunde als ganz kleine Welpen beim Züchter, oder so auch immer die herkommen, geprägt werden. Die Hündin, die erst mit einem Jahr zuverlässig stubenrein war, hat dort, wo sie geboren wurde gelernt, auf Teppiche zu pinkeln. Das hat irre lange gedauert, bis sie das nicht mehr miteinander verknüpft hat. Der Welpe, der mit 10 Wochen schon stubenrein war, kam bereits so bei mir an. Ich hab dem Braten zwar nicht getraut, aber nach 2 Wochen gab es keinen Unfall mehr.

    Das dazu, wie viel Einfluss man da hat und wie viel man richtig oder falsch machen kann.

    Naja. Ich bin grundsätzlich sehr für solidarische Systeme und dafür, dass die Reichen die Armen unterstützen müssen. Ich würde auch selbst auf Geld verzichten, wenn dafür Menschen, die schlecht bezahlte Jobs haben, mehr bekommen würden. Dementsprechend hätte ich auch ganz generell nichts gegen ein solidarisches Tierkrankenversicherungs-System. Insbesondere auch, weil gerade für Menschen, denen es nicht so gut geht und die benachteiligt sind, Tiere oft eine sehr große Bedeutung haben. Allerdings bräuchte es dafür auch für mich konkrete Vorgaben, was versichert ist und was nicht. Da würden für mich zB sofort alle Behandlungen sämtlicher Erkrankungen, die aus Qualzuchten entstehen, rausfallen. Oder unnötige Untersuchungen, nur weil man es kann und nicht selbst bezahlen muss.

    Ich unterstütze sehr gerne Menschen, die weniger Glück hatten und weniger privilegiert sind. Aber möchte nicht unbedingt Tante Erna unterstützen, die ihren Mops zum 20. Mal zum Tierarzt schleppt und die 30. teure Untersuchung machen lässt, weil der Hund ohne Nase eine Herzkrankheit entwickelt hat und zwar eigentlich genug Kohle hat aber halt auch von der Solidarität der Versicherung profitiert.

    natürlich ist es eine Straftat nur komisch das die Person dann selber dagegen vorgehen muss mit einer Zivilklage die ziemlich viel Geld kostet oder?

    Ähm. Also... Wie soll ich's sagen. Das deutsche Rechtssystem funktioniert so nicht. Wenn du bei mir die Fensterscheibe einschlägst, muss ich garantiert keine Zivilklage erheben, damit du bestraft wirst.

    Zunächst einmal ist das eine Straftat und wird durch ein normales Strafverfahren geahndet. Du bekommst deine Strafe entsprechend der Rechtsprechung. Damit hat eine Zivilklage nix zu tun. Dann wird meine Versicherung die Scheibe bezahlen und sich das Geld von dir zurück holen. Ich muss da also überhaupt nix machen.