Ich weiß nicht, ich würde da gar nicht so viel rumexperimentiert. Gerade, wenn der Verdauungsapparat schon so mitgenommen ist. So züchtet man sich mehrere Unverträglichkeiten selbst heran.
Ich hab's hier schon Mal erwähnt und möchte nochmal drauf hinweisen. Das klingt für mich nach einer Futtermittelunverträglichkeit.
Bei einer Futtermittelunverträglichkeit ist die Darmbarriere häufig gestört. Normalerweise sorgt die Darmschleimhaut dafür, dass nur vollständig verdaute Nährstoffe ins Blut gelangen. Größere Eiweißbestandteile bleiben draußen und werden toleriert, ohne eine Immunreaktion auszulösen.
Ist der Darm aber entzündet oder gereizt, wird diese Barriere durchlässiger. Dann können auch unvollständig verdaute Eiweiße durch die Darmschleimhaut gelangen. Das Immunsystem erkennt diese Stoffe als fremd und reagiert darauf. Genau so entstehen Unverträglichkeiten.
Wenn man in dieser Situation ständig neues Futter ausprobiert, kommen immer neue Eiweißquellen und Zusatzstoffe dazu. Das Immunsystem wird permanent mit neuen Reizen konfrontiert und beginnt, immer mehr Bestandteile als problematisch abzuspeichern. Dadurch können sich nach und nach weitere Unverträglichkeiten entwickeln, obwohl diese Stoffe vorher problemlos vertragen wurden.
Dazu kommt, dass das Immunsystem ein Gedächtnis hat. Einmal als problematisch erkannte Proteine bleiben gespeichert. Jeder neue Futterwechsel erhöht also das Risiko, dass die Liste der unverträglichen Bestandteile länger wird.
Deshalb ist wildes Durchprobieren oft kontraproduktiv.
Und ich finde es schade, dass eure Ernährungsberatung das anscheinend nicht genauer thematisiert.