Aber … ich habe lange nach dem Buben gesucht … seine direkten Ahnen wurden meist deutlich über 9 Jahre alt … und bis zu 12,5 Jahre. Der Papa hat in / bei seinen Ahnen eine DURCHSCHNITTLICHE Lebenserwartung von 9,9 Jahren und die Tante der Mama vom Buben wurde über 13 Jahre alt.
So sehr ich dir auch wünsche, dass es dir mit deinem Hund auch so geht:
Versicherungen rechnen nicht mit einzelnen Hunden oder Linien, sondern mit der Statistik der ganzen Rasse. Beim Irish Wolfhound kommt dazu, dass sie leider zu einigen schweren und teuren Erkrankungen neigen, vor allem Herzprobleme (DCM), Knochenkrebs, Magendrehung und orthopädische Sachen. Das sind oft Notfälle oder Langzeitbehandlungen, die richtig ins Geld gehen.
Außerdem ist bei einem 70 bis 90 kg Hund einfach alles teurer. Medikamente, Narkose, OP, Klinikaufenthalt, Bildgebung — die Dosierung und der Aufwand richten sich nach dem Gewicht.
Und der Unterschied zwischen 10 und 15 Jahren Lebenserwarung ist für die Versicherung riesig. Stirbt ein Hund früher, fallen die teuren Alterskrankheiten oft schon relativ früh an, aber es wurden weniger Jahre Beiträge gezahlt. Ein sehr langlebiger Hund zahlt dagegen viele Jahre ein, ohne unbedingt hohe Kosten zu verursachen.
Dass es einzelne sehr gesunde, alte IWs gibt, ändert für die Versicherung nichts, weil sie immer mit dem durchschnittlichen Risiko der gesamten Rasse kalkuliert. Und du schreibst ja selbst, dass du lange nach ihm gesucht hast. Was ich gut finde, aber das werden ja viele auch einfach nicht machen.
Ich finde es richtig, dass eine Versicherung bei Rassen, die ein hohes Risiko mitbringen auch hohe Beträge abruft. Ich würde es nämlich auch schön finden, wenn der Fokus mehr auf Gesundheit der Hunde gelegt würde. Und vielleicht sind teure Versicherungskosten für den ein oder anderen ja ein Argument, eher eine Rasse zu wählen, die nicht ein so hohes Risiko mitbringt.