Beiträge von Ernalie

    Aktuell hat er einmal pro Nacht noch einen Juck und Leckanfall. Das geht so ca. 3-5 Minuten.
    Ich tippe mal, das ist so eine Begleiterscheinung von dem durchlässigen Darm?

    Jein, das ist die Begleiterscheinung von Unverträglichkeiten. Wenn der Organismus Antikörper gegen bestimmte Stoffe aufweist, bilden sich beim Kontakt zwischen dem Allergen und den Antikörpern verschiedene Entzündungsstoffe. ZB Histamin. Dies dockt an die Rezeptoren der Haut und Nerven an und sorgt dort für Juckreiz.

    Hunde neigen zwar auch zu Juckreiz, wenn sie Stress haben, in Verbindung mit den bisherigen Symptomen gehe ich aber davon aus, dass es mit Allergie in Zusammenhang steht.

    Aber … ich habe lange nach dem Buben gesucht … seine direkten Ahnen wurden meist deutlich über 9 Jahre alt … und bis zu 12,5 Jahre. Der Papa hat in / bei seinen Ahnen eine DURCHSCHNITTLICHE Lebenserwartung von 9,9 Jahren und die Tante der Mama vom Buben wurde über 13 Jahre alt.

    So sehr ich dir auch wünsche, dass es dir mit deinem Hund auch so geht:

    Versicherungen rechnen nicht mit einzelnen Hunden oder Linien, sondern mit der Statistik der ganzen Rasse. Beim Irish Wolfhound kommt dazu, dass sie leider zu einigen schweren und teuren Erkrankungen neigen, vor allem Herzprobleme (DCM), Knochenkrebs, Magendrehung und orthopädische Sachen. Das sind oft Notfälle oder Langzeitbehandlungen, die richtig ins Geld gehen.

    Außerdem ist bei einem 70 bis 90 kg Hund einfach alles teurer. Medikamente, Narkose, OP, Klinikaufenthalt, Bildgebung — die Dosierung und der Aufwand richten sich nach dem Gewicht.

    Und der Unterschied zwischen 10 und 15 Jahren Lebenserwarung ist für die Versicherung riesig. Stirbt ein Hund früher, fallen die teuren Alterskrankheiten oft schon relativ früh an, aber es wurden weniger Jahre Beiträge gezahlt. Ein sehr langlebiger Hund zahlt dagegen viele Jahre ein, ohne unbedingt hohe Kosten zu verursachen.

    Dass es einzelne sehr gesunde, alte IWs gibt, ändert für die Versicherung nichts, weil sie immer mit dem durchschnittlichen Risiko der gesamten Rasse kalkuliert. Und du schreibst ja selbst, dass du lange nach ihm gesucht hast. Was ich gut finde, aber das werden ja viele auch einfach nicht machen.

    Ich finde es richtig, dass eine Versicherung bei Rassen, die ein hohes Risiko mitbringen auch hohe Beträge abruft. Ich würde es nämlich auch schön finden, wenn der Fokus mehr auf Gesundheit der Hunde gelegt würde. Und vielleicht sind teure Versicherungskosten für den ein oder anderen ja ein Argument, eher eine Rasse zu wählen, die nicht ein so hohes Risiko mitbringt.

    Du warst aber halt auch einfach so sympathisch, hätte nicht gewusst, wie man das hätte anders darstellen können.

    Ich bin wirklich kein Fan von Pink und auch nicht von Hunde färben. Aber ich war definitiv Fan von dir und deinen Hunden. 😄😄

    Das kann dem Rütter ja auch nicht so viel anders gegangen sein. Zumal du das mit den Hunden ja auch wirklich toll gemacht hast.

    Natürlich ist das für das Kind blöd, wenn es das erste Mal vom Hund gezwickt wird. Aber das gehört halt bei einem Welpen auch dazu.
    Kinder werden genauso mal gezwickt wie die Erwachsenen auch. Es sind halt einfach noch Baby Hunde.

    Mag sein, dass das eine eher unpopuläre Meinung ist, aber bei mir zwicken Welpen ganz bestimmt keine Kinder. Und es gehört für mich auch nicht dazu. Dass der Hund es versucht ist erstmal normal. Aber es ist meine Aufgabe das zu unterbinden und nicht zu sagen: "egal, das gehört dazu". Am Ende habe ich im schlimmsten Fall ein Kind, was Angst vorm Hund hat und durch sein Weggerenne noch aufstachelt. Und je nach Hund kann das Kind auch schnell nicht unwesentliche Verletzungen davon tragen. Selbst wenn der Hund das nur als Spiel aufgefasst hat.

    Hier hat kein Hund bisher in Kinder gebissen. Und das wird auch in Zukunft nicht passieren.

    Sicher ist das in Gebieten, in denen weniger Kontakt zwischen Wild und Hunden besteht, nochmal anders.

    Aber auch da fluechtet es dann nicht bis zur kompletten Erschoepfung. Das flieht und wenn es merkt, dass es wirklich nicht verfolgt wird, kommt es wieder zur Ruhe. Und das nicht erst nach zig km. Sinnloses fluechten bis zur Erschoepfung ist absoluter BS, damit wuerde keine Art ueberleben.

    Mal abgesehen davon hab ich Mal gehört, dass es Hundehalter gibt, die erkennen können, dass ihr Hund Jagdverhalten zeigt, BEVOR er ins Hetzen übergeht. (Voraussetzung: kein Smartphone anstarren 😅)

    Mein Hund ist durchaus mit etwas Jagdinstinkt ausgestattet. Ich hab aber trainiert, dass sie sich zunächst einmal an mir orientiert und im besten Fall gar nicht erst ins fixieren und hetzen kommt. Fixiert sie doch mal, ist sie jederzeit ansprechbar und umlenkbar.

    Ich glaube nicht, dass davon ein Wildtier mehr irritiert ist, als von einem angeleinten Hund.

    Während der Leinenpflicht, die es bei uns gibt (Schleppleine ist auch nicht erlaubt), ist mein Hund an der Leine. Ich bin viel zu schissig, dass ich da was riskieren würde. 🙈

    Außerhalb der Leinenpflicht meistens im Freilauf. Und ich gestehen: 100%ig nur auf dem Asphalt läuft sie nicht. Fängt schon dabei an, dass sie ausschließlich auf Wiese pullert und Gräser am Hintern fürs Kacki braucht. Aber es wird nicht im Unterholz rumgekramt oder in Laubhaufen gebuddelt oder Ähnliches. Zusätzlich darf sie nicht außerhalb meines Sichtgebiets sein. Also auch nicht ohne mich um Ecken gehen oder durch Kurven vor laufen. Nicht, weil sie irgendwas jagen würde, sondern weil ich nicht will, dass sie ggf. entgegenkommende Hundehalter überrascht und sich dabei außerhalb meines Einflusses befindet.

    Hier wird gerade eine Ausschlussdiät gestartet, damit sind ja eh ers mal alle Allergene ausgeschlossen.

    Ich hab's schon ganz oft geschrieben, aber weil hier direkt gefragt wurde nochmal.

    Wenn ein Hund bereits starke Verdauungsprobleme oder eine vermutete Futtermittelallergie hat, ist der Darm oft entzündet und gereizt. In diesem Zustand ist die Darmschleimhaut durchlässiger als normalerweise. Das Immunsystem im Darm reagiert dann besonders empfindlich auf Eiweiße aus dem Futter.

    Probiert man in dieser Phase einfach eine neue Fleischquelle aus, kann Folgendes passieren:

    Das Immunsystem trifft auf ein neues Protein, während der Darm noch entzündet ist. Dadurch kann der Körper dieses Eiweiß leichter als „Feind“ abspeichern. Im ungünstigsten Fall entwickelt der Hund dann zusätzlich zu den bisherigen Problemen auch noch eine Unverträglichkeit gegen genau diese neue Fleischquelle. Das macht die Situation langfristig oft komplizierter, weil immer weniger verträgliche Proteine übrig bleiben.

    Hypoallergenes Futter verfolgt einen anderen Ansatz. Die enthaltenen Proteine sind stark aufgespalten oder so verarbeitet, dass das Immunsystem sie meist nicht mehr als vollständiges Allergen erkennt. Dadurch wird der Darm weniger gereizt und bekommt die Chance, sich zu beruhigen und zu regenerieren. Erst wenn sich die Entzündung zurückgebildet hat und der Darm stabiler ist, kann man gezielter testen, welche einzelnen Proteinquellen tatsächlich vertragen werden.

    Der Vorteil ist also:

    Mit einem hypoallergenen Futter senkt man das Risiko, während einer entzündlichen Phase neue Futtermittelunverträglichkeiten zu „erzeugen“, und schafft zuerst die Grundlage, damit sich der Darm wieder stabilisieren kann.

    Ich schlage hier auch nicht "mein" Futter vor. Ich schildere lediglich, wie ich es (durch eigene Blödheit und rumprobieren) geschafft habe, meinem Hund noch mehr Unverträglichkeiten in so einer Situation zuzufügen. Deswegen warne ich davor, bei einem entzündeten Verdauungsapparat noch neue Proteinquellen zu verwenden.

    Geht die TA von aus, wir haben damals das belcando geh“but, irgendein RC und jetzt das vetconcept was nahezu identisch dem NF ist, und alle hat er nicht vertragen.

    Dieses Coating besteht zu großen Teilen ja auch aus tierischen Bestandteilen, meistens Geflügelfett oder Rinderfett. Ich kenne jetzt nicht im Detail die Sorten, die ihr gefüttert habt. Aber vielleicht kannst du rausfinden, was das bei diesen Futtern war.