Beiträge von Ernalie

    Habe einen Pudelmischling der tatsächlich sehr große Schwieigkeiten mit dem Alleinebleiben hat obwohl ich vorher davon wusste und dachte, ich bin gut vorbereitet. Habe von Anfang an dafür gesorgt, dass sie uns nicht stalkt, dass der Zugriff auf uns von Anfang an nicht immer möglich war. Von Tag 1 an sind wir alleine duschen, zum Briefkasten und zum mülleimer gegangen, es gab viele viele Zeiten, wo der Hund abgemeldet war. Nicht Mal eine Hand zum streicheln kommt dann runter. Das klappt auch alles super. Bis wir wirklich das Haus verlassen. 🤣

    Wir haben unser Wohnzimmer sogar in einer Etage, wo sie gar nicht hin kommt, stört sie nicht. Aber alleine zu Hause bleiben.. das wird wohl nie entspannt gehen. Wir sind jetzt nach fast 3 Jahren an einem Punkt, wo wir mit sehr viel Training und Zeitinvestition auf 2-3 Stunden sind. An guten Tagen. An schlechten gar nicht. Verlassen können wir uns darauf nicht. Und entspannt ist sie dann auch nicht. Sie tappert umher, legt sich Mal hin und auch den Kopf ab, schläft aber nicht. Hat die ganze Zeit die Augen offen.

    Deswegen rate ich inzwischen tatsächlich allen von Kleinpudeln ab, für die es wichtig ist, dass der Hund alleine bleibt. Wir überleben es irgendwie, weil mein Mann 100% zu Hause arbeitet, es belastet unser Familienleben trotzdem sehr. Ich würde auch keinen Pudel mehr nehmen. Alleine aus diesem Grund. Bis auf diesen Punkt ist der Hund absolut perfekt (und wird übrigens gerade Therapie-Begleithund). Bis Karla kam war ich überzeugt davon, dass es in der Hand der Halter liegt. Dank ihr weiß ich: wenn man Pech hat, hat man da ziemlich wenig Einfluss.

    Auch bis 2050 steigt die Lebenserwartung nicht wie vor Jahren prognostiziert um 5,5 Monate pro Jahrgang, sondern lediglich um 3,5 Monate.

    Hä? Aber dann steigt sie doch trotzdem noch.

    Und zwar um 3,5 Monate pro Jahrgang. Das ist ne ganze Menge. Bedeutet quasi, dass jemand, der 4 Jahre später geboren ist, ein Jahr älter wird.

    Das ist nicht sinkende Lebenserwartung und auch keine Stagnation.

    Allerdings gehöre ich nicht zu denen die mal lapidar sagen: so würde ich nicht denken, kann immer was passieren, auch mit 20.

    Für mich ist das nicht lapidar, sondern Realität. Dass sich jemand mit Mitte 20 genau so überlegen muss, was mit dem Hund ist, wenn man sich selbst das Bein bricht oder ins Krankenhaus muss oder sonstwas passiert, ist einfach für mich selbstverständlich. Es kann immer irgendwas sein. Ich bin Anfang 40 und habe eine chronische Krankheit, die meinen Bewegungsapparat betrifft. Es ist ganz egal, ob die Wahrscheinlichkeit mit 40 unbeweglich zu sein kleiner ist als mit 60. Ich kann trotzdem einer der Pechvögel sein, die es trotz geringer Wahrscheinlichkeit betrifft.

    Damit sage ich nicht: klar ihr Rentner, holt euch alle einen Welpen. Ich sage nur, dass für mich nichts dagegen spricht, wenn die Person fit ist und sich einem Welpen gewachsen fühlt UND es Absicherungen gibt. Aber vielleicht kenne ich auch andere 60 jährige. 🤷🏻

    Unter der Begründung dürfte sich ja auch niemand der jünger ist und körperliche Einschränkungen hat, einen Welpen anschaffen.

    Meine go-to-Ecken für Freilauf waren: übersichtliche Ecken in Parks, Industriegebiete am Sonntag, Innehöfe, Schulhöfe am Wochenende oder Sackgassen o.ä. in/bei Schrebergärten.

    Ich hab auch alle meine Welpen ohne Garten und in der Stadt aufgezogen. Mit Auto war es leichter. Da bin ich raus auf die Felder gefahren. Die Zeiten, in denn ich kein Auto hatte, waren bei mir Recht ähnlich wie hier beschrieben. Es gibt meistens irgendwo Ecken, in denen es relativ unproblematisch läuft. Man muss etwas erfinderisch werden. Je nach Stadt gibt es sogar eingezäunte Freilaufflächen. Ich würde nur empfehlen, dort sehr früh morgens aufzutauchen, um dem Wahnsinn zu entkommen 😄🙈

    Es ist schwierig ohne Garten etc. Ihn freilaufen zu lassen, damit er sich auspowern kann..

    Für mich dient das nicht dem "Auslösern" sondern dem Stress loswerden. Der Welpe erlebt unglaublich viel.strwss durch all die Umstellungen, die er jetzt bewältigen muss. Der muss sich nicht auspowern. Der braucht einen Ausgleich. Ein Ventil. Rennen ist dafür perfekt!

    Und natürlich gibt es 80 jährige, die sind top fit, aber eben auch genug, die es nicht sind.

    Na ich denke, das zeichnet sich aber oft auch vorher schon ab. Mein Vater war mit 60 noch sportlich und fit. Jetzt mit 75 ist er immer noch leistungsfähig und wird es wohl auch in 5 Jahren noch sein. Meine Mutter hingegen ist 65, körperlich angeschlagen (selbe Krankheit wie ich) und da würde ich wohl eher drüber nachdenken, ob das noch sinnvoll ist als bei meinem 10 Jahren älteren Vater..

    Ich hab ne Kollegin letztes Jahr in die Rente verabschiedet, die jeden Tag 15km einfache Strecke mit dem Rad zur Arbeit gefahren ist und auch alle Arbeitswege damit bewältigt hat. Die wird wohl auch nicht in 10 Jahren auf einmal völlig gebrechlich sein, wenn alles normal läuft.

    Meine Oma ist mit über 90 noch jeden Tag kilometerweite Spaziergänge gegangen. Der hätte ich dann keinen Hund mehr gegeben, weil die halb blind war 😄🙈

    Wenn jemand mit 67 noch fit ist und sich einen Hund zulegt, spricht für mich absolut gar nichts dagegen, sofern es Pläne gibt, was mit dem Hund ist, wenn der Besitzer irgendwie nicht mehr so gut kann. Da kann es ja völlig unterschiedliche Lösungen für geben.