Und was "Leute rausekeln" angeht: Versicherungen arbeiten nach dem Solidaritätsprinzip, d.h. die Masse der Beitragszahler trägt die Kosten jedes einzelnen. Bei so einem Konzept finde ich es nur fair, wenn sichergestellt wird, dass alle die gleichen Bedingungen haben und sich an Regeln halten. Ich möchte mit meinen Beiträgen, die ich seit Jahren für meinen Hund zahle nicht denjenigen mitfinanzieren, der erst nach einer Krankheitsdiagnose die Versicherung abgeschlossen hat und nun hohe Rechnungen einreicht. Versicherungen sind leider selten empathisch, sondern rein durch mathematische Modelle und Regeln gesteuert.
Vielleicht habe ich mich falsch ausgedrückt. Aber ich meine nicht Leute, die die Versicherung irgendwie betrügen oder sowas sondern normale Kunden sind und sich dann rausstellt, dass der Hund sehr teuer sein wird und ggf zu viele Rechnungen eingereicht werden. Ja, ich verstehe, dass man da als Nicht-Betroffener sagt, dass man das ungern mitfinanziert. Ob man das so fair findet, wenn man selbst betroffen ist, möchte ich Mal bezweifeln. Schließlich schließt man genau für diesen Fall eine Versicherung ab.
Eine Versicherung, die meine Beiträge erhöht, sobald sie Wind davon bekommt, dass mein Hund teure Erkrankungen hat, finde ich nicht besonders sicher.
Dass Versicherungen Unternehmen sind, die Gewinne erzielen müssen ist mir schon klar. Man darf sich aber dennoch die Frage stellen, wie "sicher" so eine Versicherung ist, wenn diese dann solche Praxis an den Tag legt. Und wie gesagt. Die Information habe ich nicht von jemandem, der jemanden kennt, dem das scheinbar Mal passiert ist sondern von jemandem, der direkt in so einer Versicherung arbeitet und genau solche Fälle bearbeitet. 🤷🏻
Ich lese z.B. öfters, dass Bekannte eine hohe Rechnung eingereicht haben und dann einen Tag später die Versicherung gekündigt hat und sie auf den Kosten sitzen geblieben sind. Das ist rechtlich einfach nicht möglich, wenn eine Deckung bestand
Nein, das ist selbstverständlich nicht möglich. Sofern die Versicherung für sich selbst aber das Kündigungsrecht nach Schadensfall eingeräumt hat, können sie kündigen, müssen aber diesen Schadensfall bezahlen. Die folgenden dann aber eben nicht mehr.
Ich glaube viele Versicherte sehen da Zusammenhänge, die es nicht gibt. Kollektive Tarifanpassungen zum Jahresende wird es immer geben. Das hängt nicht mit eingereichten Rechnungen zusammen.
Dann habe ich mir eingebildet, dass die AGILA meine Hündin aus dem Tarif geschmissen hat und mir einen schlechteren dafür angeboten hat? War keine jährliche Anpassung. Ich habe auch keine Rechnung eingereicht.