Beiträge von Serkö

    Versuch doch in Betracht zu ziehen, dass das im Moment noch nicht diagnostizierte Problem Deines Hundes einfach aus genau dieser der juckenden Stelle ‚aus Deinem Hund winkt‘.

    Die von Dir vorhin erwähnte Untersuchung ist ein Puzzleteilchen der Ursachensuche.

    Schreib Dir doch vor dem Vet-Besuch alles auf einen Zettel, was erwähnenswert ist.

    Weil Du in den letzten Tagen dezidiert darauf bestanden hast, dass Dein Hund abgesehen vom Juckreiz fit sei.
    Das was Du jetzt eben noch erwähntest, gehört eigentlich zur Beschreibung der Ausgangssituation. Ich finde das nicht so nebensächlich.

    Es ist ok, wenn man sich nicht vorstellen kann, das Programm von anderen gewuppt zu kriegen. Oft sind diese Leute da aber auch nicht von Null auf Hundert reingerutscht, man passt die Situation dann halt immer wieder den neuen Umständen an. Oft macht man halt einfach und stellt sich dann rückblickend auch die Frage, wie man das bloss geschafft hat :-).

    Und immer wieder muss man dann auch entscheiden, was jetzt wirklich Priorität hat und diese auch erhält, man muss Kompromisse eingehen. Aber das ist nun auch ein Teil des erwachsen und Part der Gesellschaft zu sein. Da gibt es oft eine Idealvorstellung und dann auf der anderen Seite das reale Leben.

    Auch scheint mir ein bisschen, als würden manche hier den Umstand nicht berücksichtigen, dass z.B. Wohnform (Haus, Wohnung, Garten, Stadt, Land), die Jobsituation (angestellt, selbstständig, HO oder Arbeitsort extern, Bürojob oder draussen, muss ich pendeln, unterwegs mit ÖV oder eigenem Auto) und auch bin ich Single oder ist da ein Partner u. Familie die mithelfen, grossen Einfluss auf was ist möglich und was nicht haben. Ebenso rassespezifische Eigenarten der Hunde selbst.

    Nope. Und es fühlt sich auch etwas gruselig an, wenn ich höre, dass sich jemand selbst so bezeichnet. Ich könnte jetzt keine Statistik anführen, ob sich tendenziell eher kinderlose Frauen (ja, ein paar Männer sind bestimmt auch dabei) selbst als "Mutti" ihres Hundes bezeichnen, aber so ein bisschen erfüllt es dann halt schon oft die Klischeevorstellung davon. Sprich ausgeprägtes Bemuttern des Tieres, die tatsächlichen artspezifisch bedingten Bedürfnisse sind dann oft nicht wirklich vorrangig.

    Wo es mir fast die Fussnägel hochrollt, ist wenn ich höre oder lese, dass jemand sein Tier mit: "Das ist mein Sohn" vorstellt. Ist mir jetzt z.B. diverse Male auf Reddit über den Weg gelaufen.

    Ich sage hier schon mal "Na, Kinners, wollen wir raus?" Aber da könnte ich den Begriff "Kinners" auch mit "Doofköppe" oder "Halunken" oder "Vögel" ersetzen. Also nein, Kind ist Kind und Hund ist Hund.

    Juckreiz kann viele Ursachen haben. Kleines Beispiel, ich selbst habe am Rücken seit Jahren 2 Stellen die immer wieder extrem jucken. Wenn ich kratze, fühlt sich der Bereich taub an, es brennt ein bisschen, aber nicht auf der Haut, sondern tiefer. Mittlerweile sind die betroffenen Bereiche etwas dunkler. Vor über 10 Jahren war ich damit mal bei einem Dermatologen, der war ratlos und hat mir eine cortisonhaltige Salbe verschrieben, geholfen hat diese nicht. Manchmal juckt es wochenlang nicht, dann wieder intensiv. Mittlerweile bin ich mir ziemlich sicher, dass es Notalgia Paraesthetica ist. Der Juckreiz wird verursacht durch eine Nervenschädigung, diese kann diverse Ursachen haben.

    Also in kurz: Juckreiz kann durch Nervenschädigungen, welche u.a. durch Disbalancen in der Muskulatur und / oder im Skelett verursacht werden, entstehen. Wenn Du Dich jetzt nur auf den Bereich an der Oberfläche fokusierst, besteht ein grosses Risiko, dass Du die Ursache, die in tieferen Strukturen liegen kann, übersiehst.

    Du schreibst, dass Dein Hund auf Wald- und Wiesenboden viel bessere Laune hat, aber auf die um den Block-Runde in der Stadt keinen Bock.
    Es kann durchaus sein, dass die weicheren, dämpfenderen Böden im Grünen angenehmer sind, als die harten Stadtstrassen. Da kannst Du schon einen Zusammenhang zu Arthrose herstellen.

    Ach so, danke für den Nachtrag. Ja, irgendwie sprengt das wirklich die Grenzen des Fass- und Vorstellbaren. Vor allem dann der Gedanke, wo sind und was passiert mit all den Daten. Darum lieber fertig OT, bleiben wir thematisch lieber bei der ausgebüxten Ziege, sonst verliere ich mich total in Paranoia, Schnappatmung und ungesunder Pulsrate...