Beiträge von walkman

    Erzeugt die Zucht einer neuen Rasse nicht ersteinmal eine ganze Menge Hunde, die noch nicht die gewünschten Eigenschaften haben?

    Kein Widerspruch, sondern eine Ergänzung: Bei einem nennenswerten Anteil von HH ist es genau umgekehrt, die kommen durch die beim Hund vorhandenen Eigenschaften erst zu ihren Anwendungszwecken wie Sport, Jagd, RH-Arbeit etc. Auch wenn man diese Konstellation eher bei bei Tierschutztierhaltern erwarten solle, kommt das auch bei Zuchthundbesitzern nicht selten vor. :)

    ich lese das Wort immer nur und frage mich immer, wie sich das anfühlt. Was macht der denn, dieser Assistent? Piepsen? Vibrieren? Selbst das Lenkrad korrigieren? Ich glaube, ich würde mich mit meinem Auto streiten.

    Meiner vibriert im Lenkrad und gibt einen unangenehmen Ton von sich, gleichzeitig korrigiert er das Lenkrad.

    Es gibt auch welche, bei denen es im Sitz, teilweise sogar an der entsprechenden Seite, vibriert.

    Blöd ist, dass wenn man solche Systeme für sich akzeptiert, diese dazu verleiten können, seine Aufmerksamkeit nicht mehr voll auf die Straße zu richten. Dann hat man noch nicht einmal mehr eine zusätzliche Sicherheit gewonnen, sondern eher verloren.

    Was halt nichts daran ändert, dass es kaum möglich ist, da Täter*innen festzustellen, die ja recht einfach weggehen können, wenn die Polizeit kommt (ist ja nicht so, als würden bei sowas verdeckte Ermittler eingesetzt werden, da kommt halt ein Streifenwagen). Ich rufe trotzdem häufiger mal auf der Wache an deswegen, ist manchmal einfach ein Ventil für die eigene Frustration.

    Sicher nicht repräsentativ, aber in meinem Fall kamen die wirklich in zivil :)

    Anderstrum treffe ich mich nur mässig gerne mit befreundeten Hundehaltern, weil die meisten Hunde einfach unausgelastet, schlecht erzogen, vermenschlicht und total missverstanden werden.

    Als Hundetrainer sollte man vor Allem wirklich Lust auf die Arbeit mit einem sehr großen Spektrum von Menschen haben, ;) trifft das auf dich zu?

    Ich finde das ehrlich gesagt menschenunwürdig einen Menschen (wenn auch "nur" einen kleinen) an einer Leine zu führen. Das wird zwangsläufig mit einem Hund assoziert.

    Klar, der Sicherheitsapekt ist nicht verkehrt, aber ich befürchte ganz oft wird eine Leine auch erziehungstechnisch eingesetzt auch wenn das Kind nur lernen soll, nicht wegzulaufen.

    Ich kann mir auch vorstellen, dass man einfach aufgrund der Leine schneller bequemer wird und gar nicht mehr so aufs Kind achtet, weil kann ja nix passieren. In Asien läuft das dort leider wirklich schon so wie hier viele HH. Blick aufs Handy und Kind/Hund an der Leine. Das finde ich schlimm.

    Aber das ist einfach meine Meinung :)

    Teletakt wäre nur tierschutzmäßig ein Problem, oder? :D

    Die drei Labbis, die hier wohnen sind alle drei gestört. Einer davon schon mit Beißvorfällen, aber Herrchen ist offensichtlich zu cool um ne Leine mitzuführen.

    Das mit der Leine wundert mich nicht, wir haben hier auch so ein Spezialistenpaar, das meint, der Labbi bräuchte doch keine Leine (bis er in meinem Hund hing). Wahrscheinlich ist bei manchen Haltern wirklich dieses Tutnix-Image so tief verankert, dass sie meinen, der Hund bringt alles von selbst mit.

    Einen AL Labbi kenne ich näher (wohnt aber nicht hier), mit dem wird rassegerecht gearbeitet, aber hat ebenfalls ein Problem mit Artgenossen und wäre mir bei weitem viel zu reizoffen und hibbelig.

    Auf die AL-Labbis, die ich bisher gesehen habe, trifft diese Beschreibung vollkommen zu. Bei vielen der Halter war die Einstellung dann genau umgekehrt zu denen oben: "Das sind AL-Labbis, die müssen so sein."

    Also nicht, dass ich das Allheilmittel seh, aber mein Eindruck, auch bedingt durch andere Ereignisse, ist, dass es Hunden bis zu einem gewissen Grad hilft, wenn Mensch sehr spontan sehr böse und forsch werden kann und quasi die Gruppe in Schutz nimmt.

    Ich bin da immer zwiegespalten, habe Angst, dass durch so eine Reaktion die Situation für die Hunde noch dramatischer wird.

    "ui, okay, wenn die sich so aufregt, muss an den Knalldingern ja echt was Schlechtes sein!"

    Zum Thema Polizei rufen: Ich fürchte, dass macht man oft nur für sich selbst - könnte mir vorstellen, dass die für so eine Bagatelle überhaupt keinen Wagen rausschicken. Aber vielleicht ist woanders die Polizistendichte höher und die Vorfallsdichte geringer.

    Ich hatte das ja vor einigen Wochen mal nachts ausprobiert, die kamen innerhalb weniger Minuten und waren auch am Folgetag noch einmal dort.

    Selbst die Konfrontation zu suchen halte ich für wenig sinnvoll, denn Einsicht erzeugt man durch Worte in den seltensten Fällen. Dagegen steht das Risiko einer Eskalation und dem daraus folgenden Glücksspiel, wer jeweils die verbale, die körperliche und zuletzt die juristische Auseinandersetzung gewinnt.