Wäre das Gleiche in anders strukturierten Gegenden passiert, wären sehr wahrscheinlich sehr schnell ganz andere Lagen entstanden.
Bin ich mir gar nicht sicher. Eine Freundin von mir lebt in Marzahn, Verwandte von ihr auch im Kiez verteilt. Die haben da teils ganz wunderbare Mietergemeinschaften. Die helfen sich da im Aufgang gegenseitig, bringen sich gegenseitig mal Einkäufe mit, zwei oder drei Parteien kümmern sich abwechselnd um die eine ältere Dame im 4. OG und tragen ihre Getränkevorräte hoch und solche Sachen. mag sein, dass es da teils mehr Not gibt, aber es gibt auch einen Zusammenhalt, der hier in den Einzel- und Reihenhäuersiedlungen eher noch fehlt.
Gerade in Vierteln, wo viele Menschen aus Krisengebieten kommen, gibt es eine ganz andere Mentalität des "sich-selber-Helfens". Wenn man in solchen Gegenden Zwischenfälle wie z. B. Brände hat, wird nach meiner subjektiven Erfahrung eher mal selber gelöscht, als man das in "besseren" Gegenden kennt, wo eher mal gewartet wird, dass Hilfe kommt, verbunden mit einer gewissen Anspruchshaltung.
Allerdings besteht hier eben auch schneller das Risiko, dass sich Strukturen bilden, die die Situation ausnutzen. Und leider gibt es in solchen größeren Wohnblocks nicht selten recht anonym wohnende Menschen, die dann auch mal durch´s Raster fallen.
Was das Thema Notstrom für Kühlschränke angeht: Im Winter hilft ja das Wetter ganz gut bei der Kühlung und im Sommer hat man zumindest eine Chance, mit Solar ein wenig Strom zu erzeugen.
Das war imho das, was Hasilein meinte: mit dem Solarpanel erzeugst du nicht annähernd so viel Strom wie dein Kühlschrank frisst.
Und ja, Minusgrade sind ganz nett, unser Kühlschrankinhalt hat die Zeit gut überstanden. Aber für Gefriergut reichen -10 Grad nicht unbedingt aus und die Temperaturen schwankten. Wir haben uns bei Freunden auf Arbeit eine Kühltruhe erbitten können, da lagern unsere Vorräte jetzt noch.
Das hängt ja schon stark vom Kühlschrank und dem Umfang der PV-Anlage ab. Heutzutage ist es nicht mehr allzu teuer, Solarmodule und Speicher für diesen Zweck anzuschaffen, das sah vor 10 Jahren noch vollkommen anders aus. Allerdings wären da Jackery und Co nicht meine Wahl.
Alternative wäre - für die, die sich vorbereiten wollen - die Anschaffung von Camping-Kühlschränken und deutlich kleiner dimensionierter Solar/Stromversorgung für den Campingbereich. Da sind dann eher die Kühlscrhänke teuer, während die notwendigen Solarmodule "fast nix" kosten.