Wie schafft ihr es Kopfkino auszuschalten?
Ich habe derzeit interimsmäßig eine Führungsposition und jetzt wird von mir von allen Seiten erwartet, dass ich mich für die Stelle bewerbe, damit ich sie fix habe.
Ich will das aber nicht...ehrlich gesagt, will ich in dem ganzen Sektor nicht mehr arbeiten, ich kratze am Burnout, aber das ist eine andere Geschichte.
Nun habe ich die Entscheidung getroffen, dass ich die Stelle definitv nicht will. Und muss es eben allen sagen...und das wird alle eiskalt erwischen.
Und es fällt mir sooo schwer, weil es sich für mich anfühlt als würde ich aufgeben. Dabei ist das Gegenteil der Fall und ich übernehme Verantwortung für mich und meine psychische Gesundheit.
Rational weiß ich das...wie überzeugt man die dumme, kleinr Stimme im Kopf, die sagt: ohje ohje, da wirst du jetzt aber alle ganz mächtig enttäuschen...
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Kopfkino hab ich wenig, seit ich mich fix dazu entschlossen habe, (zumindest) diese Amtsperiode nicht für den Betriebsrat zu kandidieren.
Aber mein Grund ist ähnlich wie Deiner - ich will diese Art von Verantwortung garnicht haben, hab damals kandidiert, weil sonst keiner wollte und ich den BR zu wichtig fand, um ihn mangels Kandidaten nicht zu bekommen (war die erste Amtsperiode).
Ich hab mir überlegt: wenn wir 4 Kandidaten auf die Liste bekommen (wir können einen 3-köpfigen wählen), dann kandidiere ich nicht. Juchhu, seit ein paar Tagen stehen 4 drauf.
Wie es dann in 4 Jahren aussieht, werde ich ja sehen, aber diese 4 Jahre möchte ich wieder ruhig(er) schlafen können. Das brauche ich ganz einfach, ich geh eh schon auf dem Zahnfleisch.
Enttäuschung bei den Kollegen ... och, eher weniger. Ja, ich wäre die einzige, die quasi vom Urstamm der Belegschaft ist, die anderen Kandidaten sind erst ein paar Jahre dabei, aber ich habe, ehrlich gesagt, Vertrauen in die Leute, dass sie das schon ordentlich machen werden und gebe das auch entsprechend so an die Kollegen weiter.