Mein Gerechtigkeitssinn sagt:
Du arbeitest 8 Stunden, er weniger - die Stunden, die er weniger arbeitet als Du, gehören dem Kind und dessen Pflege.
Nach den 8 Stunden, quasi ab Deinem Feierabend, hat auch er Feierabend - ab jetzt teilt Ihr Euch die Pflege hälftig. Da ja auch noch "das bischen Haushalt" anfällt, kann der Partner, der gerade keinen "Kind-Dienst" hat, da schon mal etwas machen. Beispielsweise macht er das Kind bettgehfein und Du kochst in der Zeit Abendessen oder umgekehrt.
Ich kenne mich mit dem Pflegegeld nicht aus - ist der Zweck des Pflegegeldes eine Entschädigung für Mindereinkommen aufgrund verminderter Stunden bei der Erwerbstätigkeit oder ist das auch für den finanziellen Aufwand an Pflegemitteln, Betreuung usw. gedacht? Im ersten Fall sehe ich das Geld dann zu 100% bei ihm (sofern er die Mindererwerbszeiten auch für die Pflege nutzt), im zweiten Fall müsste ein Teil mit den Pflegemitteln verrechnet werden.
Was Du sonst noch erzählt hast, da würde ich auch für beispielsweise eine Supervision oder eine gemeinsame Therapie, möglicherweise auch eine gemeinsame Kur mit Kind plädieren. Worte allein können so unterschiedlich verstanden werden und dann sind Missverständnisse und auch Misstimmung vorprogrammiert und manche Menschen können ihre Gefühle nicht so gut ausdrücken. Und mal die ganz "ketzerische" Frage: Wann habt Ihr beiden denn eigentlich mal wirklich Zeit für Euch, zusammen, aber auch allein (quasi Kurzurlaub für die Seele)? Das ist doch auch so immens wichtig. Ich drück Euch auf jeden Fall die Daumen, dass es besser wird.