Beiträge von CundC

    (und rein arbeitsrechtlich ist das eine Unterbrechung des Urlaubs)

    Das möchte ich mal unterstreichen.

    Abgesehen davon dient der Urlaub der Erholung und nicht der Bearbeitung von Dienstbelangen - und bist Du Dir da sicher, dass Du wirklich nur die "ich bin im Urlaub"-Mail versendest und direkt danach wieder in den Urlaubsmodus schalten kannst, ohne auch nur einen weiteren Gedanken an die eingegangene Mail zu verschwenden? Und ich glaube, Du brauchst den Urlaub dringend, also das völlige Abschalten unnötigen Stresses.:hear_no_evil_monkey::see_no_evil_monkey:

    Ich glaube tatsächlich auch, Du, Momo und Lotte bist so ziemlich allein mit diesen Bedenken Soll heißen: wenn alle anderen (ich eingeschlossen) die Autoreply einstellen, macht es den Kohl nicht mehr fett, wenn Du es auch tust. (Aber wenn alle anderen von der Brücke springen, springe ich trotzdem nicht hinterher.)

    Aber Du kündigst doch nicht, oder? Es könnte sein, dass Dir aufgrund der Arbeitssituation (unzumutbar) die Sperre erlassen werden würde, darauf verlassen würde ich mich allerdings nicht.

    Und er kann Dir nicht kündigen.... bzw. natürlich kann er die Kündigung aussprechen, aber dann muss er erst den BR dazu anhören und da er keine BEM-Maßnahmen vornehmen will, kann er Dir nicht aufgrund der Krankheit kündigen (dann würde der Arbeitsrichter sofort Deiner Kündigungsschutzklage zustimmen). Er muss also einen anderen Grund finden und scheint den ja auch schon zu suchen. Wenn er aber soviel Wert auf Deine Arbeit legt, dass er Dich nicht freistellen will, dann kannst Du ja soooo schlecht nicht arbeiten - kann also demzufolge auch kein Kündigungsgrund sein. Bleibt also betriebsbedingt... und das bedeutet, er darf keine offenen Stellen haben, also auch keine im Netz irgendwo veröffentlichen. Denn er könnte ja Dich ggfs. mit Fortbildung auf diese offene Stelle versetzen.

    Ich denke, wenn ich das so höre, Du solltest Dir recht zügig einen Anwalt suchen und sei es nur für ein Vorgespräch, was Du tun und sagen darfst und was nicht.

    aber in der Halle mit engeren Wendungen und weniger Platz war mir das zu krass und ich bin diese Prüfung nicht geritten.

    Das gefällt mir echt gut, dass Du da Rücksicht auf Dich und Ovid genommen hast und deshalb zurückgesteckt hast. Gibt ja genug Menschen, die es trotzdem gemacht hätten und u.U. dann mit Verweigerungen oder sogar Verletzungen wieder rausgekommen wären.

    Schön, dass Ihr beide so einen interessanten und schönen Tag hattet.

    Hast du denn ein Attest vom Facharzt?

    Die ganzen Arztbefunde hat Betriebsärztin bekommen und dementsprechend ihre Empfehlung dringend die Rahmenbedingungen anzupassen verfasst- und mir persönlich viel Glück gewünscht. Die war wirklich super nett und lösungsorientiert.

    Hast Du die Empfehlung vorliegen? Falls nicht, bitte mal anfragen bzw. auch gern den BR damit beauftragen, in Deinem Namen nachzufragen.

    Hast Du eine Arbeitsrechtschutzversicherung? Oder bist Du in einer Gewerkschaft?

    Das klingt für mich, als könnte es auf eine Kündigung hinauslaufen. Da wäre es gut, wenn Du da schon mal Empfehlungen hättest.

    Grundsätzlich als Ratschlag, falls da Gespräche mit dem AG kommen sollten:

    Nichts sofort zusagen oder ablehnen, immer Bedenkzeit erbitten und nicht drängen lassen.

    Im Zweifel sofort nach einem Betriebsratsmitglied verlangen (falls Du zu denen Vertrauen hast).

    Und lieber früher krankschreiben lassen als zuviel zu schultern und dann für erst recht lange auszufallen.

    Ggf. Ist eine andere Person aus dem Gremium besser geeignet als Begleitung.

    Da würde ich auch nochmal gucken bzw mal mit denen reden, wie die das sehen.

    Betriebsrat war dabei ja. Er hat versucht erstmal zuzuhören und Spitzen zu entschärfen aber ihm fehlten- genau wie mir- harte Zahlen und Fakten. Die werde ich jetzt anfordern. Nichtleistung und Unzuverlässigkeit als Nebelbombe in Raum zu werfen ist natürlich sehr effektiv und mir deswegen nicht entgegen kommen zu können. :ugly:

    Nichtleistung und Unzuverlässigkeit sind Themen für ein Jahresgespräch, nicht für ein BEM.

    Für den BR: Es gibt Schulungen zum Thema BEM, da sollen die mal jemanden hinschicken. Eine Begründung für die Notwendigkeit haben sie ja jetzt mit Deinem Fall. (Die ist wichtig, damit der AG die Kosten übernimmt.)

    Ich bin da echt nicht sicher. Der AG muss nun nicht Unmengen an Geld investieren, aber das BEM ist auch nicht einfach nur zum Spaß und eine leere Hülle.

    Zitat

    Der Ablauf in der Praxis

    Das bEM beginnt mit dem Einladungsschreiben und kann über mehrere Phasen hinweg laufen:

    1. Einladung und ggf. Informationsgespräch
    2. Gesprächsphase mit dem Arbeitgeber (ggf. unter Beteiligung von Betriebsrat, Integrationsamt, Ärzten)
    3. Entwicklung individueller Maßnahmen: Arbeitsplatzanpassungen, Arbeitszeitmodelle, Versetzungen, technische Hilfen etc.
    4. Umsetzungsphase und abschließendes Evaluationsgespräch

    Wichtig: Das Verfahren ist ergebnisoffen. Kommt es zu keiner Lösung, ist das bEM gescheitert – was juristisch dokumentiert werden muss. Führt es jedoch zu Maßnahmen, müssen diese auch tatsächlich umgesetzt werden, bevor eine Kündigung in Betracht gezogen wird.

    Quelle Die Tücken des betrieblichen Eingliederungsmanagements (bEM): Pflicht, Chance – und juristische Stolperfalle - Dr. jur. Jens Usebach LL.M │Rechtsanwalt & Fachanwalt │Kündigungsschutz & Arbeitsrecht

    Wenn aber nichts umgesetzt wird, dann ist das BEM gescheitert.

    Was sagt denn der/die BEM-Beauftragte dazu?


    Zum Nachlesen und so als Info-Quelle:

    Betriebliches Eingliederungsmanagement - BMAS

    Da gibt es eine Unmenge an Verlinkungen z.B. auch zu den unterstützenden Institutionen - da müsstest Du Dir die für Dich relevanten raussuchen.

    (Wobei eigentlich genau das die Arbeit des/der Beauftragten ist)

    Wenn vorbeigehen gut klappt, würde ich nebeneinanderhergehen üben. Und erst dann, wenn beide Hunde entspannt rumschnüffeln können, eventuell sogar gleichzeitig an derselben Stelle, dann erst zu Freilauf übergehen.

    Du kannst es einfach nicht akzeptieren.

    Kannst Du Dich selbst nur ein kleines bischen in Frage stellen und nur mal darüber nachdenken, ob es nicht vielleicht doch möglich ist, dass da mehr Schmerzen da sein könnten als Du sehen kannst?

    Natürlich hast Du recht, wir sehen Deine Maus nicht und wir können sie bzw. ihren Zustand nicht wirklich einschätzen. Aber wir können mit Erfahrungswerten aufwarten, dass auch wir von unseren Hunden hinters Licht geführt wurden, weil sie eben nicht das volle Ausmaß ihrer Schmerzen demonstriert haben. Und ganz vielleicht passiert Dir gerade genau dasselbe.