Beiträge von mimihank

    Mal so kurz zwischengefragt. Was versteht ihr denn unter: hat mein Hund mir verziehen?

    Dass er euch trotzdem liebt?

    Dass er dasselbe trotzdem, aber halt anders gelernt hat?

    Oder wie?

    Ich mein, Fehler hab ich viele gemacht, lieben tut er mich trotzdem, würde ich mal behaupten.

    Ursprünglich war meine Frage eher auf Erziehungsfehler bezogen. Also bei meinem Beispiel dachte ich, das Hundebegegnung hätte ich den Fehler weitergemacht zu so viel Frust geführt hätten, dass dem Ridgeback der Kragen platzt. Und ich es zu einem viel schlimmeren Problem mache als das bisschen Aufregung was viel Junghunde haben.

    Also, dass der Hund den neuen Ansatz annimmt und sich durch die Fehler nicht eine grössere Baustelle entwickelt.

    oder dass der Hund etwas lernt obwohl man rückblickend nicht so fein kommuniziert hat.

    Ist dann nur konkret auf den eigen Hund bezogen und vlt auch mit etwas Glück verbunden weil es bei einem anderen Hund anders ausgehen könnte.

    Aber auch Vertrauen haben trotz Unfairer Behandlung ist für mich ein Verzeihen

    Was war denn das Ziel? Oder habe ich das jetzt überlesen?

    Ich belohne oft schlampig (falsches Verhalten, mieses Timing). Wundere mich immer wieder wie gehorsam mein Hund trotzdem ist. Scheinbar weiß er gut, was ich will. Ist halt ein schlaues Bäckchen.

    Timing fällt mir auch voll schwer.

    Das hat den Ansatz den Hund absitzen lassen bevor er mich überholt eigentlich noch bescheuerter gemacht 😅Ich glaube Hank hatte gar kein Plan für was er sich den jetzt nochmal hinsetzten soll. Vor allem der feine Ridgebackhintern auf kaltem oder gar tierschutzwidrig nassen Boden.

    Ich wurde in einer Hundeschule als Futterautomat bezeichnet. Also habe ich den wunderbar futtermotivierbaren Hund draußen mit Streicheln belohnt. So ein Rotz, sie hat es gehasst, ich auch. Das haben wir beide zum Glück nicht lange durchgehalten, jetzt wird wieder gekekst, was die Tasche hergibt.

    Ich bin auch so ein Futterautomat 😅 am besten sind dann Leute die fragen: du hast ja immer noch eine Leckerchentasche dabei? Der ist doch kein Welpe mehr!!

    Mit streicheln als Belohnung vor allem für Impulskontrolle bei Wild oder Katze brauch ich bei Hank gar nicht kommen 😂

    Was noch schön als Belohnung funktioniert ist rennen und rumhüpfen (sehr schön für andere spaziergänger zu sehen)

    Letztens musste ich darüber nachdenke wie dankbar ich sein kann, das Hank mir ein paar Erziehungsfehler verziehen hat. Die gerade bei seiner Rasse echt Ärger bereiten können. Mir ist da nochmal bewusst geworden, dass ich mich da natürlich auch selber in Selbstreflexion loben kann aber ganz ehrlich da habe ich auch Glück mit seinem Charakter gehabt.

    Und da würde mich interessieren:

    Habt ihr auch mal einen falschen Trainingsansatz gewählt, der euch hättet ihr ihn weiter durchgezogen viel Ärger bereiten würden? Habt ihr Dinge in der Erziehung gemacht, die im Nachhinein betrachtet mega blöd waren für den Hund und er es trotzdem "verziehen" hat?

    In meinem Fall waren es eine neue Hundeschule die ich ausprobieren wollte. Ich sei viel zu inkonsequent bei der Leinenführigkeit und dem Kontakt bzw. eher nicht Kontakt mit Hunden.
    Er soll sich immer hinsetzten, wenn ein anderer Hund vorbeigeht und das muss ich immer durchsetzten. Wenn er mich überholt sollte er auch immer absitzen. Das hat so viel Frust bei ihm ausgelöst und wir hatten einfach eine Zeit lang keine Freude mehr. Die Leckerchen sollte ich auch nicht mehr werfen. Und in den Stunden wurde Hank in Situation gebracht die er einfach nicht leisten konnte. Aber laut Trainer "muss". Also er sitzt und ein anderer Hund rennt um ihm rum. Das war damals einfach viel zu viel für ihn. Ich war etwas verunsichert und gleichzeitig beeindruckt wie gut die Hunde vom Trainer gehört haben. Im Nachhinein sehe ich, dass die Hunde einfach nur eingeschüchtert und auch keine richtige Freude mehr hatten. Futter sollte es auch überhaupt nicht mehr zuhause geben.

    Klar ich habe es nicht lange so probiert, aber im Nachhinein tut mir es einfach leid, dass er überhaupt die paar stunden und die paar Wochen einfach immer nur gedeckelt wurde.

    Du verwechselst Interesse und Freundlichkeit mit Erziehung. Mein Hund mag gerne Kinder, läuft er deswegen zu jedem Kind? NEIN

    Es geht um ARTGENOSSENKONTAKT - und ja, auf einem Spielplatz hat mein Kind die Erlaubnis gehabt, zu jedem Kind Kontakt aufzunehmen, das diesen Spielplatz auch nutzte.

    Das kann man doch nicht mit Kindern auf einem Spielplatz vergleichen. Das ist doch mehr wie, wenn ein 6-jähriges Mädchen auf einmal Kontakt zu einem 1.80 großen Pubertierenden Jungen aufnehmen soll. Oder der 60 jährige Opa mit hüftbeschwerden durch eine Gruppe Basketballspielender Teenies soll.

    Es geht ja auch nicht darum grds. Kontakt zu verbieten, nur passt es einfach sehr oft nicht. Und dann müssen wir als Halter es klären und nicht die Hunde zum austesten vorschicken.

    Heute früh erst hat eine Frau ihre 13 Jahre Alte stark übergewichtige Labrador Hündin zum 2 Jahre alten Ridgeback Rüden zum „Spielen“ rüber geschickt.

    Das ist doch nicht mehr mit Kindern zu vergleichen!!

    Keine Sorge, liebe Leute, ich werde hier nicht mehr weiter schreiben, möchte aber doch mal eines klarstellen.

    Ich achte die Rechte und Bedürfnisse anderer. Mein Hund läuft nicht unerlaubt zu anderen. Mein Hund läuft grundsätzlich nur da frei, wo es erlaubt ist. Wenn es mir signalisiert wird, leine ich an.

    Ich genieße mein sorgloses Hundehalterdasein. Warum? Weil ich es kann, denn ich habe einen problemlosen Hund. Das ist scheinbar für viele von euch unvorstellbar, aber was kann ich dafür? Ihr müßt mir nicht Dinge unterstellen, die nur eurer Phantasie entsprungen sind.

    Sorry an Simsalagrimm, daß ich jetzt deinen Beitrag noch mal zitiert habe, aber der fasst es gerade so schön zusammen. Ist nicht persönlich.

    Ich habe fertig.

    Ich glaube viel hier im Forum haben einen problemlosen Hund.

    Einen problemlosen Hund, der es nicht toll findet, wenn fremde Hunde einfach in ihn reinbrettern.

    Einen problemlosen älteren Hund, der nicht von jungen Hunden angerempelt werden will.

    Einen problemlosen Hund, der rassetypisch nicht so auf andere Hunde abfährt. Einen problemlosen Hunde, der nicht von anderen Hunden bestiegen werden möchte.

    Und das glücklicherweise mit einem Halter an der Seite, der diese Bedürfnisse respektiert:

    keiner muss Rücksicht nehmen.

    Du befindest dich auf einer Hundefreilauffläche. 30 Hunde laufen frei, deiner ist an der Leine. Wer ist der, der keine Rücksicht nimmt

    Das ist doch überhaupt kein Problem. Die 30 Hunde im Freilauf können ja dann ihr Abbruchsignal und Rückruf. Bzw, halten Abstand.

    Dann kann jeder einfach kommunizieren ob hundekontakt passt oder nicht? Ich verstehe deinen Frust nicht, wenn du doch auch einen gehorsamen Hund hast.

    Man kann ja auch gut Kontakt halten ohne über die Erziehung zu sprechen. Wenn du schon etwas Erfahrung mit der Rasse hast und weißt an welche Trainer du dich wenden kannst, ist das bestimmt mehr wert!!

    Ich kann mir auch vorstellen (und dafür habe ich auch irgendwie Verständnis) das gerade ältere Züchter nach Jahren mit der gleichen Rasse irgendwie in ihrer eigenen Bubble sind, einfach weil das für sie glücklicherweise immer funktioniert hat. Du musst ja nicht gleich sagen, ICH mache das aber Gaaaanz dann anders als. Solange es den Hunden gut geht.

    Dieses Rudelführergetue klingt vlt auch nach mehr als es ist in der Praxis.

    Habe jemand Älteres in der Familie der auch diese Einstellungen vertritt. Aber den Hunden auf seine Art sehr viel Liebe schenkt und schon auch einige Freiheiten erlaubt, es aber so niemals zugibt.