Nun habe ich drei Monate lang sehr langsam mit Leckerlis das anziehen angewöhnt und mittlerweile klappt es entspannt. Ich befürchte, wenn ich das mit dem Maulkorb so mache wie anfangs mit dem Geschirr, verbau ich mir damit wieder die schnelle Gewöhnung...
Bleib dran!
In deinem Fall würde ich den MK auch nicht einfach aufsetzen. Wie baust du denn den auf? Positive Grundstimmung statt "OMG der arme MK-Hund" ist wichtig. Wir haben das im TH immer so gemacht: Angucken und anstupsen oder sonstwie berühren belohnen. Leberwurst unten hinschmieren und abschlecken lassen. Leckerli auf Hand mit MK drüber hinhalten. Wenn Kopf drin mal von außen Nachschub geben, Zeit erhöhen. Nachschub geben beim Riemen schließen. Zeit erhöhen. Leckerlinachschub entzerren und durch kleine Übungen wie Sitz/Touch ablenken. Drinnen wie draußen üben und dann mal für kurze Pipi-Kacka-Runde dranlassen usw.
Hey etwas ist positiv: Du darfst ihn mit zur Uni nehmen! :)
Bei uns herrscht komplettes Verbot, weshalb ich leider nicht auf Kulanz bzgl. Mitnahme meiner Vorgesetzten spekulieren kann 
Schnappen & nicht alleine bleiben kenne ich... ersteres ist im Griff, letzteres.. 
Es fühlt sich zwar komplett "falsch" an, einen fiepsenden, sich an den Boden drückenden Hund einfach stunpf und kommentarlos weiterzuziehen, aber ich glaube, anders kommen wir bei dem Thema nicht weiter.
Stimme acidsmile zu, ausprobieren schadet nicht und ich habe es ebenso gemacht: Entspannt draufgehen, drauf fassen - Hund sieht es passiert nix. Hingucken & hin bewegen belohnen. Spätestens wenn mal ein zwei Pfötchen drauf waren wird doch hinterher gelaufen.
Mein größter Erfolg war mit zwei Pferden, ohne Bohei.
Trigger: Gewalt ggü. Pferden
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Übergang Stall-Koppel wurde neu gemacht und aufgrund dessen haben sich beide Pferde nicht mehr auf die Koppel getraut. Endete mit 2 Männern, die sich mit vollem Gewicht an das Halfter hingen, mit Körperkraft bewegen wollten und der andere von hinten mit der Mistgabel auf den Hintern klopfte. Erfolg gleich null und die Pferde nur noch mehr in Panik versetzt. Ich war damals ca. 14, habe vor Wut & Hilflosigkeit geweint und meinen Vater angebettelt, das zu unterbinden (er hatte da nicht mitgemacht), auf mich wollten die beiden Herren nicht hören.
Am nächsten Tag fuhren meine Eltern mit mir hin, sonst war niemand da. Sie blieben am Auto und ich bin hin, habe die Pferde ohne Halfter und Strick aus der Box gelassen. Erst mal ruhig geredet und gestreichelt, dabei zum Übergang bewegt. Dort habe ich mich so an die Kante gesetzt, dass sie mich gerade noch anschnuppern konnten. Weiter beruhigt und einfach mit Äpfeln da gesessen. Irgendwann war ich mit dem Essen doch zu verlockend und Pferd 1 kam nach bisschen hin und her auf den Übergang getapst. Kaum hatte er den Apfel war der Bann gebrochen und er ist auf die Koppel gerannt. Pferd 2 zog direkt hinterher.
Problem ohne Strick & Zwang in weniger als 1h gelöst.
Eine Bekannte hat nach einem Vorfall ihre Hündin unbewusst in ihrer Bodenangst bestärkt. Drüber ziehen half nicht, zeigen & machen auch nicht und für bestechen wars zu festgefahren, jedes Bohei hat es nur verschlimmert. Die Lösung war von vorne anfangen: Schuhe für bestimmte Untergründe und Clickern sowie "einfach machen" aka Führung geben. Innerhalb kurzer Zeit hat sich viel getan. Viel Erfolg 
Zitat von slow
Ich will garnicht von TS-Hunden abraten, aber trage gern dazu bei, dass andere Leute nicht so blauäugig an diese Welpensache rangehen und zumindest versuchen, die Situation realistisch einzuschätzen. Oder sich beraten lassen. Kostet einmal Geld, aber das ist garantiert nix im Vergleich zu den Hundetrainer*innenkosten, die ich jetzt schon rausgehauen hab.
Dann lieber ein erwachsener Hund aus einem Tieheim in der Umgebung. Befriedigt manche "Hunde-Retter"aber nicht so wie ein Direktimport 
Ich bin auch mehr als froh Hundeerfahrung zu haben. Yari hat zwar keine großen Baustellen, (vielleicht gerade weil Erfahrung da ist) aber als Ersthund hätte ich ihn trotzdem nicht haben wollen 
Das werde ich auch nie verstehen
Es gibt guten Auslandstierschutz, aber leider auch schlechten und diese ganze Retter-Mentalität ist fehl am Platz. Wobei ich glaube, dass Importe nur ein Teil des Problems sind - der andere ist maßlose Unterschätzung, was so ein Welpe/Junghund erfordert, siehe all die Abgaben von Jungtieren. Diese Faktoren + Coronahunde bringen gerade das ganze deutsche TS-System zum Sturz
Lese auch immer wieder von Trainer*innen, dass die teils kostenlose Beratung vor dem Kauf äußerst selten in Anspruch genommen wird. Oder Beschwerden über ganz normale Dinge, die Welpen/Junghunde nun mal tun, z.B. nagen.