Dann hier mal die Gegenperspektive: ich hatte schon das Pferd am Haus, und bin echt froh um den Luxus der Pensionsstall-Haltung (und bin jetzt seit gut 17 Jahren am selben Pensionsstall). Mein jetziges Pferd und sein Vorgänger haben eine nette Wallach-Offenstallherde mit einer Auswahl von Kumpeln und Sozialpartnern, was ich ihnen zu Hause mit max. 2-3 Pferden nie bieten könnte, mein Stallbetreiber hat das Wissen, die Erfahrung und die Maschinen um wirklich gutes Rauhfutter herzustellen (wo ich als Eigenregie-Halter immer darauf angewiesen war, was ich halt kriegen konnte, das war nicht immer super - war allerdings auch nicht in Deutschland, vielleicht kann man hierzulande besseres Rauhfutter kaufen), und ich habe Halle, Reitplatz, Galoppbahn, Extreme Trail, Hindernismaterial, ... zur freien Verfügung, was durch das vielseitigere tägliche Training dann auch wieder dem Pferd zugute kommt.
Dabei ist mein Stall sicher kein superduper-Idealstall, andere Einsteller sind hier komplett unzufrieden - es wird z.B. Heulage gefüttert, was manche ja komplett ablehnen, die Liegefläche im Offenstall könnte bei der Pferdeanzahl größer sein, was für meine Pferde (waren/sind beide eher ranghoch) passt, aber für rangniedrigere Pferde stressig ist, die Koppelsaison der Offenstallpferde geht leider nur von April-Oktober, usw.
In ein paar Jahren wird auch bei mir wieder das Pendel in Richtung Eigenregie-Haltung schwingen (dann ziehen wir zur Schwiegermutter), aber so schön es ist, mit den eigenen Pferden zu leben, wird mir dann auch sehr viel fehlen, was ich jetzt am Pensionsstall an Möglichkeiten habe, und vor der ganzen Arbeit und dem Organisationsaufwand der Pferdehaltung am Haus graut es mir dabei auch ein wenig (vorher haben wir als WG Pferde am Haus gehalten, da konnte man auch mal gegenseitig Stalldienste übernehmen).