Ah, das klingt gut, dann trau ich mich später mal ans Mantelschnippeln ![]()
Beiträge von Clover
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Doofe Frage, aber hat hier vielleicht schon mal jemand in den Hugo soft einen Schlitz für die Rute geschnitten? Ich mag den Mantel echt gern, aber er behindert durch den Schnitt doch die Rute zu sehr, daher würde ich den hinten gern etwas einschneiden.
Hab aber irgendwie Angst, den sauteuren Mantel damit ganz zu ruinieren, weil das ja doppeltes Fleece ist und in der Mitte auch grad die dicke Naht langgeht und ich keine Ahnung vom Nähen hab

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Wieviel Freiheit der Hund trotz nicht 100%igem Gehorsam haben kann, kommt ja irgendwie auch darauf an, was schlimmstenfalls passiert. Also wenn mir mein Hund zu einem anderen Hund oder Menschen abdüst, beißt der dann zu oder sagt der höflich Hallo? Hetzt der das Reh 100m übers Feld und kommt dann zurück oder ist der 5 Stunden verschwunden? Ignoriert der Hund den RR, weil er sich an nem Mauseloch festgebuddelt hat und ich muss dann halt zurück latschen und ihn abholen? Oder verfolgt der lustig Jogger Radfahrer, während ich verzweifel rufe?
Wenn vom Hund im Zweifelsfall eine ernsthafte Gefahr ausgeht, dann gilt "Freilauf erst bei 100%igem Gehorsam". Wenn wir aber maximal jemanden nerven würden, weil mal was nicht klappt, sehe ich das deutlich entspannter. Und bevor es wieder absichtlich falsch verstanden wird, damit meine ich nicht, den Hund sich grundsätzlich frei entfalten zu lassen, weil der ja "nix tut".
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Also perfekte Hunde kenne ich tatsächlich nur aus dem Internet...

Ich würde mein Pointerli auch als recht gut erzogen bezeichnen, aber 100% Gehorsam immer und überall? Nein, das könnte ich jetzt nicht im Brustton der Überzeugung behaupten.
Sie ist jetzt 9 Jahre alt und seit 7 Jahren bei mir, da sind wir einfach ein eingespieltes Team und kennen gegenseitig unsere Macken. Ich weiß, wo ich mich auf sie verlassen kann und in welchen Situationen ich lieber ein Auge auf sie haben muss. Sie wird z. B. nie ein Hund sein, mit dem ich abgelenkt durch wildreiche Gebiete laufen kann, das würde sie recht schnell "ausnutzen" und zur lustigen Jagd aufbrechen.
Ich hab mich ne zeitlang da auch selbst ziemlich unter Druck gesetzt, wenn ich mich mit Forums-HH verglichen haben, die immer plakativ raushängen lassen, dass es dies oder jenes bei ihnen ja niemals geben würde. Dass sie Verhalten XY eben einfach unterbinden und fertig. Dem Hund einfach sagen, dass der sich jetzt nicht aufregen soll, Problem gelöst. Alles total easy, aber man respektiert natürlich auch, wenn jemand lieber einen unerzogenen Hund haben will

Davon bin ich zum Glück weg, weil mir dieses Pochen auf unbedingten Gehorsam ehrlich gesagt den Spaß am Hund nimmt (und ihm vermutlich auch an mir). Ich erziehe meine Hunde so, dass wir stressfrei durch den Alltag kommen und nicht so, dass sie nach Definition Dritter als gut erzogen gelten. Ich überlege mir mittlerweile auch sehr genau, ob ich unbedingt an allem herum trainieren muss, wenn ich Manches auch einfach durch Management lösen kann (entsprechende Situationen vermeiden, Leine dran machen etc.).
Mein Zweithund, der jetzt seit einem knappen Jahr hier ist, ist z. B. auch noch weit entfernt von perfektem Gehorsam, trotzdem finde ich den Alltag mit ihr entspannt. Beim Thema jagen wäre ich aber vermutlich schon weiter, wenn ich konsequent jeden Ansatz "abbrechen", "korrigieren" würde (je nachdem, welcher Foren-Euphemismus für Strafe grad in ist). Wenn ich sie nicht im Freilauf flitzen lassen würde, sondern konsequent ruhiges Verhalten und einen kleinen Radius einfordern würde etc. Aber ehrlich, da lass ich lieber aktuell noch die Leine im Wald dran, als so einen Krampf zu veranstalten. Dann dauert es halt länger, vielleicht wird sie auch nie ein Hund, der überall freilaufen kann, dann ist das halt so.
Und wenn die Hunde nicht in jeder Situation wie ein Uhrwerk funktionieren, sich auch mal aufregen, sich auch mal bewusst dafür entscheiden, was zu tun, was sie nicht tun sollen... Ja mei, dann ist das halt so. Ist mir mittlerweile so dermaßen egal, was ein gut erzogener Hund so alles tun und lassen soll und "wie weit" man in welchem Alter sein sollte.
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Sie gibt daher nur Kokosöl (ins Futter und aufs Fell)....wirkt sowas denn tatsächlich oder hat das nur für den Mensch nen Placebo Effekt?
Im Futter hat das keinen Effekt, äußerlich angewendet wirkt es schon leicht repellierend, wenn man es vor jedem Spaziergang erneuert. Aber das ist wirklich eher was für Hunde, die eh keine Zecken anziehen oder in Gegenden, in denen es kaum Zecken gibt.
Die gängigen Zeckenmittel, egal ob SpotOn, Halsband oder Tablette, sind natürlich Nervengifte und können heftige Nebenwirkungen haben, aber Wirkung ohne mögliche Nebenwirkungen gibt es schlicht und ergreifend nicht. Und wenn sich der Hund durch die Zecke eine Krankheit einfängt, dann hat man richtig die A...karte.
Ich bin allerdings ehrlich gesagt auch nicht so ein Bravecto-Fan und würde lieber die niedriger dosierten Tabletten geben (z.B. Nexgard, Simparica), die man dann monatlich gibt (wobei es hier länger hält).
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Gott sind die niedlich ! Vielzitzenmäuse find ich auch total spannend, bekommt man in England aber grösstenteils nur aus Futterlinien mit eher aggressiven Tieren. Wie alt werden die ?
Die werden leider auch nur so 2-3 Jahre alt. Meine erste Gruppe hatte ich von einem Futtertierzüchter und da ging es so mit 2,5 Jahren los, dass die ersten Mäuse an Altersschwäche gestorben sind.
Was die Aggressivität angeht, liest man schon viele Horrorgeschichten, ich kann aber schwer einschätzen, wieviel davon mittlerweile noch stimmt und wieviel einfach der schlechte Ruf ausmacht

Bisher hatte ich da zumindest Glück, gebissen haben mich die Vielzitzis noch nie (den Spaß hatte ich dafür mit Ratten, denen man das ja eher nicht nachsagt), die aktuellen sind auch alle futterzahm und ein paar ganz Mutige kommen auch mal auf die Hand geklettert

Im Gegensatz zu Farbmäusen springen die halt ohne Rücksicht auf Verluste einfach überall runter, da musste ich mich am Anfang erst mal dran gewöhnen

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Sagt mal, wie geht's euch beim Thema Ausscheidungen. Ich reagier sehr empfindlich drauf, wenn sich wer übergibt (Mensch noch schlimmer als Hund), dagegen ist Kot oder Urin für mich einfacher zu verkraften. Aber Kotze
da muss ich mich schon sehr stark selbst kontrollieren, um nicht selbst, uaägh, brrrr.Mich stört das seltsamerweise bei den Viechern so gut wie gar nicht. Dann kotzt der Hund halt im Schwall vom Sofa herunter, passiert

Bei menschlichem Erbrochenen bin ich dagegen auch kurz davor, danebenzukotzen, das find ich wirklich widerlich...
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Ja wirklich so wenig, deswegen frage ich mich etwas warum Sie da so zunimmt schleichend
Ich finde, es gibt von deiner Beschreibung her schon eine ganze Menge nebenbei. Und grad bei Trockenfutter, getrocknetem Fleisch etc. ist man bei einem kleinen Hund fix bei einer kompletten Mahlzeit, die zusätzlich in den Hund wandert.
Ich würde mal wirklich alles abwiegen, was man an Leckerlis, Kausachen etc. verfüttert und schauen, ob man da eine kalorienärmere Variante findet. Ich würde vermuten, das ist eher der Knackpunkt, als die Minimenge Nassfutter.
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Ich finde, es kommt extrem aufs Gassiumfeld an, ob man den zweiten, dritten, xten Hund beim Spazierengehen groß bemerkt oder nicht. Wenn ich mit meinen Hunden in der Pampa spazieren bin, macht es für mich wirklich keinen großen Unterschied, wie viele Hunde ich dabei habe. Vorausgesetzt natürlich, dass die nicht völlig unerzogen sind.
Hier im städtischen Umfeld, wo man haufenweise andere HH trifft, Horden rücksichtsloser Radfahrer jeden Weg als ihr persönliches Eigentum betrachten, es oft eng ist und ausweichen schwierig, finde ich es schon mit 2 Hunden oftmals stressig, mit noch mehr macht es dann wirklich nicht mehr den geringsten Spaß.
Das würde ich bei der Planung also auch berücksichtigen, wenn man im Zweifelsfall selber mehrmals gehen müsste, wenn Gassigehen mit allen Hunden in Stress ausartet.
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Also gar nicht ableinbar oder durchaus trainierbar? Ist es auch möglich,das es gar nicht so durchkommt oder sehr unwahrscheinlich?
Einen Jagdhund ohne bzw. mit wenig Jagdtrieb zu erwischen, ist schon sehr unwahrscheinlich, auch wenn es das natürlich gibt. Darauf würde ich nicht spekulieren.
Aber Münsterländer gehören zumindest schon mal zu den Jagdhunden, die bei der Jagd mit ihrem Menschen zusammenarbeiten und die Chancen, ein später ableinbares Exemplar zu bekommen, sind schon mal größer, als bei eigenständigen Jägern. Bei einem so jungen Hund ist es auch zumindest kein Hund, der schon aktiv zur Jagd eingesetzt wurde, das macht es auch noch mal einfacher.
Grundsätzlich braucht es aber natürlich einiges an Training und es kommt auch auf das Gassiumfeld an. Wie übersichtlich ist es, wie wildreich (merkt man aber oft erst, wenn man tatsächlich einen Hund mit ordentlich Jagdtrieb hat). Ersatzbeschäftigung mit Nasenarbeit würde ich auf alle Fälle anpeilen (das muss jetzt auch nicht hoch professionell sein, grad sowas wie Dummytraining, ZOS etc. kann man auch allein gut hinbekommen) Allerdings gibt es auch Hunde, die daraus keine großartige Befriedigung ziehen, weil es nicht um echte Beute geht.
Ich hab einen Pointer- und einen Bretonenmix aus dem Tierschutz. Keine Münsterländer, aber auch Vorsteher. Der Pointer ist seit knapp 7 Jahren bei mir und läuft nur an der Straße angeleint, das hat aber schon so 2 Jahre intensives Training gebraucht, bis sie soweit war (Erregung kontrollieren, Wild anzeigen statt los brettern, umorientieren etc.) Anfangs stand sie schreiend in der Leine, wenn sie irgendwo am anderen Ende des Feldes einen Fasan getwittert hat, mittlerweile ist sie wirklich sehr verlässlich.
Trotzdem hab ich beim Spazierengehen immer die Umgebung im Auge und auch den Hund (da weiß man nach einer Weile nicht nur, dass da was ist, sondern auch, welches Tier der Hund wittert und wie weit das etwa weg ist) und Spaziergänge mit anderen Menschen oder sonstiger Ablenkung sind in wildreicheren Gebieten eher suboptimal. Da ist die Verlockung, meine Unaufmerksamkeit auszunutzen, einfach zu groß...
Der Bretonenmix ist seit einem knappen Jahr bei mir, in wildärmeren Gebieten kann sie mittlerweile freilaufen und ist nicht sofort weg, wenn sie was in die Nase bekommt. Allerdings ist sie noch weit davon entfernt, sich länger beherrschen zu können. Ich bin aber zuversichtlich, dass sich da noch einiges tut.
Insgesamt empfinde ich beide als unkompliziert, da sie einfach gern mitarbeiten und sehr kooperativ sind. Und halt auch verträglich mit Hund und Mensch, das macht den Alltag sehr entspannend.