Beiträge von Clover

    Danke, das passt ja. Man liest halt überall, dass viel Fleisch drin sein muss, möglichst wenig Getreide etc. Da fühlt man sich schon komisch, wenn der eigene Hund von jedem hochwertigen Futter Durchfall bekommt oder es teils unverdaut wieder ausgeschieden wird.

    Das ist aber halt ein Hype, der jeglicher wissenschaftlicher Grundlage entbehrt. Ein Hund ist kein Wolf, der hat sich über zig Generationen daran angepasst, mit dem zurechtzukommen, was der Mensch übrig gelassen hat oder was billig und leicht zu beschaffen war. Und massenhaft Fleisch war das eben idR nicht.

    Ein Futter mit gemäßigtem Fleischanteil, der den Proteinbedarf des Hundes abdeckt und einem ordentlichen Anteil Kohlenhydrate, der Energie liefert, ist deutlich hochwertiger, als die teils propagierte "Fleischmast".

    Meine Hunde möchten jetzt auch ganz dringend einen Nebenjob xD

    Ich werd mal anfragen, ob sie noch zwei Testhunde gebrauchen können. Wobei Akzeptanzstudien mit dem Pointerli sicher sehr aufschlussreich sind... Das mag ich total! Und das auch! Ja und das sowieso! :rollsmile:

    Wenn es Spender gibt, dann nehme ich mir da auch Tüten raus, dazu sind die Dinger ja da. Am vorherigen Wohnort hab ich nie welche kaufen müssen, da gab es genug Spender, die auch immer voll waren.

    Hier gibt es das in den Gebieten, in denen ich unterwegs bin, leider gar nicht. Wahrscheinlich, damit das mit den ebenfalls nicht vorhandenen Mülleimern harmoniert...

    Nur, weil manche Menschen ein Tier halten wollen, das sich in der Öffentlichkeit bewegt, kann man nicht verlangen, dass alle sich mit diesen Tieren zu befassen haben, um ihr Verhalten deuten zu können.

    Die grundlegenden Verhaltensregeln sind ja nicht tierartspezifisch und Tiere gehören nun mal zur Umwelt dazu. Es geht ja nicht darum, dass man zum Hundeexperten wird, sondern um Dinge, die eigentlich selbstverständlich sein sollten. Also keine Tiere einfach ungefragt anfassen, nicht ungefragt füttern, nicht rennen, schreien, mit Stöcken fuchteln o. ä. in der Nähe von Tieren. Nicht mit 2cm Abstand auf dem Fahrrad vorbei brettern, weil (man höre und staune) ein Tier sich dann vielleicht erschreckt und auch ganz unabhängig davon nun mal nicht statisch ist etc.

    Also Sachen, die eigentlich zur normalen Erziehung dazu gehören sollten und die nicht nur für Hunde, sondern auch für Pferde, Rinder, Schafe auf der Weide und auch für Wildtiere gelten.

    Das Problem mit solchen Kursen ist halt, dass da einfach so viel Schrott angeboten wird. Ich hätte nicht die geringste Lust, da derart viel Zeit sinnlos zu verplempern, und mich dann am Ende noch mit dem Kursleiter herumzustreiten, dass ich dies oder jenes halt nicht mache.

    Einen verpflichtenden Hundeschulbesuch finde ich auch Blödsinn, aber wieso keinen Sachkundenachweis, der diesen Namen auch verdient? Und wie man sich dann darauf vorbereitet (also ob man sich selber informiert oder eben jemanden dafür bezahlt, dass der einem das hübsch aufbereitet präsentiert) ist jedem selbst überlassen.

    Das Problem, dass oftmals nichts kontrolliert wird und sich die Leute so durchmogeln können, hat man leider immer.

    Dass man eine gewisse Sachkunde nachweisen muss, bevor man sich ein Tier holen darf, fände ich absolut sinnvoll (halt nicht in dieser bescheuerten Art und Weise, wie das derzeit bei diversen Sachkundenachweisen der Fall ist).

    Auch ein praktischer Teil, bei dem nicht unbedingt Erziehung oder irgendeine Dressur, sondern der umsichtige Umgang mit dem Hund überprüft wird, ist sicher nicht verkehrt, WENN dabei auch individuell auf den Hund eingegangen wird (also dass jetzt nicht der Angsthund durch die volle Innenstadt muss o. ä.).

    Nur irgendwie habe ich Angst, dass dann wieder Leute solche Tests entwickeln, die noch nie einen Hund aus der Nähe gesehen haben. Eben ähnlich wie bei den Wesenstests, die einfach so dermaßen daneben sind, dass man sich fragt, welcher Hundehasser sich so etwas ausgedacht hat.

    Und ich denke die Unterteilung gibt es schon. Diese Liste beziehungsweise die Einteilung in Kategorie 1-3 beruht ja sicherlich nicht auf der Willkür eines einzelnen Beamten, der eine spezifische Hunderasse jetzt einfach mal blöd findet.

    Doch, genauso ist es gelaufen. Es wurden nach dem Vorfall in Hamburg quasi über Nacht Verordnungen erlassen, wo einfach irgendwelche Rassen ausgesucht wurden, die auf diese Listen kamen. Schon damals waren sich die dazu befragten Experten einig, dass das Schwachsinn ist, wurde aber ignoriert.

    Es war halt wichtiger, das Behördenversagen unter den Teppich zu kehren (die Hunde waren bereits mehrfach auffällig, hatten bereits Auflagen, wurde aber halt nicht kontrolliert) und öffentlichkeitswirksam "hart durchzugreifen". Die darauffolgende Hexenjagd auf diese Hunde kann einen nur fassungslos mit dem Kopf schütteln lassen.

    Und jetzt gibt es in Deutschland einen Flickenteppich aus willkürlichen Verordnungen. Meine Eltern haben z. B. einen Hund, der hier in Sachsen kein Listenhund ist. Fahren sie 20km weiter nach Bayern, wird der zum unwiderlegbar gefährlichen Hund. Noch weiter nach Bawü wird die Gefährlichkeit vermutet, kann aber durch einen Wesenstest widerlegt werden...

    Mir ist es wichtig, dass ein Trainer alle Bereiche der Lerntheorie abdeckt und nicht aus ideologischen Gründen einen Teil ausschließt. Also "wir benutzen aus Prinzip keine Leckerlis" schreckt mich genauso ab wie "alles nur positiv".

    Der Trainer sollte außerdem logisch darlegen können, warum er das Problem auf diese und nicht auf jene Art angehen will (und sich nicht hinter Totschlagargumenten wie "Hunde untereinander machen auch nicht XY" verstecken).

    Ich möchte auch, dass sich der Trainer nicht weiter in meine Hundehaltung einmischt, als es für die Lösung meines Problems nötig ist und akzeptiert, wenn etwas für mich nicht passt/umsetzbar ist und Alternativen in petto hat statt nur Schema F. Wenn auf Teufel komm raus ein Gesamtkonzept durchgezogen werden soll, von dem keinerlei Abweichungen möglich sind, bin ich raus.

    Und natürlich soll am Ende auch tatsächlich ein Ergebnis sichtbar sein bzw. sollte der Trainer den Trainingsansatz anpassen können, wenn der Trainingserfolg ausbleibt.

    Soweit die Theorie, tatsächlich gefunden habe ich einen solchen perfekten Trainer noch nicht. Manche waren Vollkatastrophen, bei vielen war das Training in Teilen durchaus OK, aber komplett gepasst hat es nie. Glücklicherweise bin ich mit meinem ersten Hund an einen derartigen Stümper geraten, dass mir auch als absolutem Anfänger schnell klar war, was der da für Murks fabriziert.