Die spannende Frage ist halt, wie soll man denn Menschen überzeugen, die die Folgen ihres Handelns lieber ausblenden wollen, als sich kritisch damit auseinanderzusetzen?
Ungefragt ansprechen, egal wie höflich und respektvoll das passiert, ist nervig und übergriffig. Öffentliche Kampagnen bitte nur in einem so unauffälligen Ausmaß, dass man sie ohne Probleme ignorieren kann. Ach und bitte auch keine per Gesetz geregelten Verbote, denn man möchte ja schließlich frei entscheiden, was man tut, und nicht bevormundet werden.
Wir alle tun regelmäßig Dinge, die richtig Mist sind, sei es für die Umwelt, Tiere oder unsere Mitmenschen. Und die meisten tun es vermutlich mit einem latent schlechten Gewissen, weil man ja eigentlich weiß, dass das Sch... ist, aber man will halt trotzdem das Schnitzel essen, mit dem Auto fahren, billige Kleidung und Elektrogeräte kaufen, mit dem Flugzeug in den Urlaub fliegen, Haustiere halten, bei Amazon bestellen usw. usf.
Wie soll man Menschen dazu bringen, sich freiwillig einzuschränken, ohne sie mit unbequemen Wahrheiten zu konfrontieren? Darauf warten, dass irgendwann bestimmt alle von allein das Richtige tun? Sieht man ja, wie gut das funktioniert... Und wenn ich lese, man würde auf ungefragte Aufklärung dann mit einem trotzigem "jetzt erst recht" reagieren, glaubt dann ernsthaft jemand, dass diese Menschen ansonsten sofort schädliches Konsumverhalten einstellen würden?