Beiträge von Clover

    aber man kann doch Versicherungen abschließen? Warum sollen sich Tierhalter dann die Tierarztkosten nicht leisten können?

    Naja, wie toll man damit abgesichert ist, sieht man doch hier im Thread. Wenn der Hund zu teuer ist, sind die Chancen ziemlich groß, dass man schlicht und ergreifend raus fliegt :ka: Und wenn die Versicherungsbeiträge so weiter steigen, dann kann man sich das als Geringverdiener halt irgendwann auch nicht mehr leisten. Versicherungen sind, zumindest so, wie es derzeit läuft, einfach keine Absicherung, auf die man sich wirklich verlassen kann.

    Im TSchutz gibts ja nicht nur alte und todkranke Hunde, die man nicht mehr versichern lassen kann.

    Das hab ich jetzt mehr allgemein gemeint. Wenn viele Menschen dann halt gar kein Tier mehr anschaffen aus Angst vor exorbitanten TA-Kosten, sinken auch die Vermittlungszaheln. Das ist übrigens etwas, das schon längst im Gange ist, auch wenn es aktuell vor allem die Kleinsten trifft. Ich hab früher z. B. auch regelmäßig die Tierheime der Umgebung abgeklappert und dort alles an Mäusen geholt, was dort saß. Und idR sind das unkastierte Farbmausböcke, die ich dann auf eigene Kosten hab kastrieren lassen. Die Kastrationen sind mittlerweile aber einfach unbezahlbar geworden, ohne geht's aber leider nicht. Heißt für mich, ich kann das leider nicht mehr machen und die Mäuse schimmeln dann halt für den Rest ihres Lebens allein in irgendeinem Miniknast vor sich hin. Gibt auch sehr viele Pflegestellen, die aus diesem Grund komplett aufgegeben haben oder aber zumindest den Bestand stark reduzieren mussten. Während die Tiere ja trotzdem weiter Hilfe brauchen. Ich finde das wirklich schlimm und auch so ausweglos, denn ein Ende oder eine mögliche Lösung ist ja nicht in Sicht.

    Also ich merke die Erhöhung der GOT sehr deutlich im Portemonnaie. Und das nicht, weil ich vor 15 Jahren den Hund hab vergammeln lassen, statt zu Tierarzt zu gehen und auch nicht, weil irgendwas gemacht wurde, was es früher in dieser Form an teurer Diagnostik schlicht nicht gab, sondern weil die Preise für jeden Kleinkram so dermaßen angezogen haben, dass man unter 100€ eigentlich nicht mehr aus der Praxis geht. Und das Ganze kommt ja zu den allgemein explodierenden Lebenshaltungskosten dazu.

    Meiner Meinung nach wird es im Endeffekt einfach darauf hinauslaufen, dass sich viele Tierbesitzer die Tierarztkosten nur noch in begrenztem Rahmen werden leisten können.

    Und das ist halt ein echtes Dilemma, denn auch wenn ja schnell das Argument kommt, dann kann man sich halt kein Tier anschaffen, ist das grad im Tierschutz eine Katastrophe. Die Tiere verschwinden ja nicht dadurch, dass man sie ignoriert, die Vermittlungschancen werden nur immer schlechter. Aber einen Ausweg aus der Misere sehe ich auch nicht, denn natürlich sollen Tierärzte auch ordentlich verdienen :verzweifelt:

    Und verstehe immer noch nicht, wie dem jemand etwas abgewinnen kann. Ja, man trifft niemanden (was ich versucht bin, Gruppen-Intelligenz zu nennen), aber wie um alles in der Welt kann man es gut finden, bei einstelligen Temperaturen durch Wind und (Schnee-) Regen zu laufen :ugly: ? Erklärt es mir, ich würde es gerne adaptieren

    Ich mag dieses Gefühl, "Wir gegen die Elemente" einfach sehr xD

    Und eben die Tatsache, dass kaum jemand unterwegs ist. Das ist aber vermutlich sowas, was keinen großen Einfluss hat, wenn man eh sehr ländlich wohnt, aber in der Stadt bzw. auch am Stadtrand ist es bei schönem Wetter einfach so unglaublich voll, dass man gar nicht weiß, wohin man fahren und wo man sich verstecken soll, wenn nicht der gesamte Spaziergang aus ständigem Ausweichen, Aufpassen, Warten bestehen soll.

    Und dann schüttet es wie sonst was und schon begegnet man in 2 Stunden vielleicht 5 Leuten. Und die Hunde können halt einfach rumwuseln und ihr Ding machen, ohne ständig gestört zu werden, ich kann all die schönen Wege laufen, auf denen man ansonsten von den ganzen gestörten Radfahrern platt gefahren wird und das Ganze, ohne erst ne Stunde fahren zu müssen, herrlich.

    Ich bekomme im Gegensatz dazu mittlerweile echt schlechte Laune, wenn das Wetter schön ist, besonders am Wochenende. Weil das heißt, draußen ist die Hölle los :muede:

    Böller hab ich gar nicht geworfen, und auch keine Kracher.

    Ich habe ganz klein begonnen. Alles, was lautere Geräusche macht, wird positiv besetzt. Der Schlüssel fällt zu Boden, super, es gibt Belohnung. Für Bonnie hab ich einen Ball verwendet, den sie nur bei Lärm bekommt, weil sie halt schon ziemlich ballgeil ist. Wichtig ist, es darf nicht so laut sein, daß sie Angst kriegt. Kugelschreiber fallen lassen, Karabiner sanft gegen Schrankwand, Gabel auf Boden usw. Alles was Krach macht, ist einfach toll.

    Ein Geräusch findet Bonnie gleichwertig schlimm wie Kracher: Stein gegen Metall. Und das hab ich geübt, zu Beginn klitzekleine Kieselsteine gegen Metallmülleimer (im Freien). Und es ist immer toll, immer super Spiel und immer in einem Level, wo noch keine Angst ist, aber evtl ein unangenehmes Gefühl. Ich konnte das Steigern bis zu faustgroße Steine gegen Metall, wir haben den ganzen Sommer geübt. Mal mehr, dann wieder Pausen, ohne Schema, so wie ich das Gefühl hatte, daß es passt, nicht zuviel wird. Wichtig ist, langsam zu steigern und dem Hund keinen Streß machen. "Knall ist Ball", wie ein Signal für 'jetzt geht die Post ab'.

    Danke für die ausführliche Beschreibung. Ich müsste einen Trigger finden, den er auch scheiße findet, aber nicht so sehr scheiße wie durchgehendes Feuerwerk und das entsprechend feiern. Aber es gibt nichts oder es fällt mir nichts ein. Und auf über Lautsprecher abgespieltes Feuerwerk reagiert er natürlich auch nicht.

    Ich hab für meinen Hund von der Verhaltens-TÄ einen ähnlichen Trainingsplan bekommen, wie Limetti es beschrieben hat.

    Mein Problem ist, dass der Hund bei allem, was nach Feuerwerk klingt, sofort so gestresst ist, dass sie nicht mehr frisst oder spielt und ich das so nicht wirklich positiv verknüpfen kann, selbst wenn die Geräusche nur ganz leise sind.

    Daher soll ich jetzt auch erst mal alles, was irgendwie Krach macht, benutzen. Auch, wenn das den Hund eigentlich gar nicht groß stört. Also z. B. mit der Schere auf den Tisch hauen, etwas herunter werfen, das scheppert, auf leere Plastikflaschen treten und was auch immer sonst noch laut macht und dann Futter werfen oder irgendwas machen, was dem Hund Spaß macht.

    Sie hat mir gesagt, dass viele (mich ja eingeschlossen) sich zu sehr auf die Geräusche fokussieren, vor denen der Hund Angst hat, das Lernen aber ja auch dann stattfindet, wenn der Hund ein Geräusch einfach nur kurz als störend/lästig oder auch nur irritierend empfindet und eigentlich direkt wieder zur Tagesordnung übergehen würde. Und man sich das einfach schon zu Nutze machen kann, dass der Hund so gefühlsmäßig von genervtem "Jetzt hat die den Topfdeckel fallen lassen und mich aus meinem Mittagsschlaf geweckt" zu "Juhuu, Lärm bedeutet Futter" kommt und das dann langsam weiter in Richtung der doofen Geräusche ausbauen kann.

    Das hat sich für mich sehr stimmig angehört. Bisher habe ich nur versucht, Böller irgendwie positiv zu verknüpfen, was aber bisher nur so semi funktioniert hat, weil die Grenze zwischen "stört den Hund überhaupt nicht" und "nichts geht mehr" so schmal ist.

    Ich geh morgens idR so eine Stunde spazieren und nachmittags gibt's die große Runde, da fahre ich raus und wir sind so 2-3 Stunden unterwegs. Ich mag tatsächlich auch eigentlich jedes Wetter, grad jetzt liebe ich es, mich so "durch die Elemente" zu kämpfen und mich dann zu Hause nass und durchgefroren aufs Sofa zu kuscheln. Hund 1 ist das Wetter ebenfalls egal, Hund 2 muss ordentlich eingepackt werden, dann ist auch Mistwetter OK.

    Einen Strich durch die Rechnung macht uns eigentlich nur dieses besch..., nicht enden wollende Geböller, daher ist es in den Wintermonaten immer ein Jonglieren mit den Gassizeiten.

    Ich kann mir durch Homeoffice und flexible Arbeitszeiten aber auch die Zeit gut einteilen und setze mich dann oft abends noch mal ein Stück an den Rechner. Und ich gehe einfach so gerne spazieren, da fallen dann im Alltag eher andere Dinge hinten über... hust - Haushalt - hust :pfeif: