Dass meine Meinung in diesem Zusammenhang unpopulär ist, ist mir bewusst. Ich wundere mich aber ein wenig, dass sich hier so sehr daran aufgehängt wird. Vor allem da hier ja jeder - teilweise auch mehrfach - seinen Senf Standpunkt zum Thema gegeben hat. Und bei einigen Äußerungen kann man nur hoffen, dass kein Angehöriger des Opfers (und ich meine die Joggerin) mit liest.
Gerade als Halter von, ich sag mal, kernigen Hunden weiss ich doch um die Dynamik von mehreren Hunden, die sich hochschaukeln können.
Ganz genau so sehe ich das auch. Und weil ich genau solche Hunde führe, die außerdem in der Öffentlichkeit eher kritisch beäugt werden (wie man hier ja wieder gut lesen kann), habe ich auch so eine vehemente Meinung. Solche "Vorfälle" fallen nämlich auf alle zurück. Noch mehr Grund zur Beschwerde dürften die HH haben, die ihre Listenhunde unauffällig weil umsichtig durch den Alltag führen.
Ich bin nicht auf die Provokation zu meiner Hundehaltung eingegangen, weil
a) es hier nicht um mich geht, sondern um eine Frau, die auf grausamste Weise ums Leben gekommen ist, und
b) ich mich niemandem ggü rechtfertigen muss und mag.
Weil das hier aber immer noch Thema zu sein scheint nun dann doch ein paar Worte dazu:
Wenn man sich so weit aus dem Fenster lehnt und sagt, dass "MAL WIEDER" ein Vorfall passierte, weil die Halterin leichtsinnig mit mehreren Hunden gegangen sei, sollte man sich schon selbst mal an die eigene Nase fassen.
Denn ich bezweifle, dass zwei große Schäferhunde mit Tötungsabsicht noch von einer Person gehalten werden können
Befremdlich, dass wohl davon ausgegangen wird, dass ich mit zwei ungesicherten, todbringenden Schäferhunden durch die Welt dampfe, obwohl ich mich dazu gar nicht geäußert habe. Also um Dir mal ein wenig den Wind aus den Segeln zu nehmen: Ich gehe mit meinen Hunden einzeln, wie man auch aus vielen meiner Beiträge entnehmen kann. Mit beiden zusammen wäre vllt. möglich, auch weil keiner davon übertypisiertes Aggressionsverhalten/-potential an den Tag legt und ich im Umgang eher streng/kompromisslos bin, aber aus genau den Gründen, die ich schon mehrfach schrieb, mache ich das nicht. Wichtig noch einmal hervorzuheben: Der Grund ist übrigens nicht, dass die beiden anderen Joggern, Radfahrern etc ans Fell wollen, sondern dass die Hündin meinen Rüden aufmischt und sich - jedenfalls zurzeit noch - schwierig runterfahren lässt. Ich mag nämlich gerne ein gutes Bild abgeben, wenn ich mit meinen Hunden in der Öffentlichkeit unterwegs bin, eben weil es Schäferhunde sind. Geübt wird das ruhige Zusammengehen aber sehr wohl und zwar auf einem privaten Weg und auf Wiesen, die ich dank eines sehr netten Landwirtes nutzen darf. Und natürlich auf dem Hupla, auf dem wir min. 3 mal die Woche sind und weswegen ich auch sehr ausgeglichene und gut ausgebildete Hunde habe.
Spoiler anzeigen
Es sind jetzt über 40 Jahre DSH (die waren schon vor mir da), mit 8 habe ich meine ersten eigenen bekommen. In dieser Zeit sind weder Menschen noch Tiere zu schaden gekommen. Ja, ich behaupte mal, ich führe meine Hunde eng, umsichtig und vorausschauend. Und wenn ich von "MAL WIEDER" spreche, meine ich genau das. Es gibt so viele Situationen, bei denen die Leute sich gnadenlos selbst überschätzen, völlig unabhängig von der Rasse. IdR zum Glück nicht mit so einem Ergebnis, aber wer mit mehr als zwei Hunden los geht, der hat halt auch wahnsinnig viel zu managen bzw muss geistig "voll da" sein. Es gibt genug, die es können (ist toll) aber auch genug andere.
Spoiler anzeigen
Und DSH mit Staffs zu vergleichen find ich eigenartig, aber das habe ich mglw auch missverstanden