Es kommt auf die OP-Versicherung und ihre Konditionen an, ob die Kosten des Entfernens des 1 Hodens übernommen werden oder nicht. Die Barmenia hat es wegen der Wartezeit nicht. Sprich: Wenn Krankheiten innerhalb der ersten 18 Monate nach Abschluss des Vertrages auftreten, werden die damit verbundenen (Folge-)Kosten nicht übernommen. Bei meinem Rüden wurde mit 6 Monaten ein einseitiger Kryptorchismus diagnostiziert. Er wurde mit 2 Jahren kastriert und wir haben die ca. 1000,- € damals selber gezahlt. Der Züchter (vom Zuchtverein ERV) hat sich trotz Ahnentafel etc. herausgeredet und ich wollte deshalb nicht vor Gericht gehen. Wobei unser Hund auch noch Giardien vom Züchter mitbekam sowie unter einem beidseitigen Ektropium leidet.
Ach und unser Hund (Labrador) war vor der Kastration sehr verhaltensauffällig, da die Hormone durch die Innenlage des Hodens im Bauchraum permanent seit Einsetzen der Pubertät gefeuert haben. Er war ständig unter Strom, hat schlecht zugenommen, überall markiert, ständig alles abgescannt und geleckt. Sobald wir mit ihm das Haus verließen, war er sehr sexuell motiviert. Daher das viele Schnüffeln, lecken und markieren. Zudem war er gegenüber anderen Hunden sehr aggressiv mit ernsten Beschädigungsabsichten. Seit er kastriert ist, findet er andere Rüden immer noch blöd, aber da lässt er sich nun lenken. Auf Hündinnen reagiert er schon fast freundlich. Trotz dieser Probleme wurde er erst mit 2 Jahren kastriert, da ich wollte, dass er eine ausreichende emotionale und körperliche Entwicklung durchläuft, für die er nun mal die Hormone benötigte. Vor allem für die Muskelbildung soll es wohl wichtig sein. Wobei der Körper auch weiterhin Hormone bildet, auch ohne Hoden, nur in dem Umfang wie vor der Kastration nicht mehr. Hätte ich nochmal die Wahl, ich würde wohl auch nur noch 1 Hoden entfernen lassen.
Ich wünsche euch viel Glück.