Beiträge von tassut

    mich würd mal interessieren ob alle Leidgeplagten auch bis heute so ne art Trauma haben.

    Nein - ich konnte die Vorfälle, die ich mitbekommen habe, positiv verknüpfen, weil die Hunde es letztlich überlebt und gut überstanden haben. Und ich kann sie als einzelne Vorfälle in der Vergangenheit betrachten, die nichts mit damit zu tun haben, wie heute ggf. meine Hunde mit anderen interagieren. Ich habe damals auch zur Sicherheit nochmal drauf schauen lassen, wie meine Hunde und ich funktionieren, ob es da womöglich Signale meiner Hunde an ihre Umwelt gibt, die ich nicht mitgekriegt habe oder dergleichen... aber schien alles ok, und das passt auch zu meiner Wahrnehmung.

    Das macht mich nicht weniger aufmerksam bei Hundebegegnungen, denn Merlin braucht ja eh immer Unterstützung. Aber Trauma ist es keines.

    Drei meiner bisherigen Hunde sind gebissen worden.

    Erste Situation vor vielen Jahren: ich war unterwegs mit meinen damaligen zwei Hunden, Maya, Kangalmix, und Amy, Tervuerenmix. Amy war etwa 20m vor mir, Maya noch etwas weiter weg links von mir, unterwegs waren wir mitten in der Natur. Um eine Buschreihe herum kamen plötzlich vier Hunde gerannt, eine Riesenschnauzerhündin und ihre drei gerade so erwachsenen Mischlingssöhne, stürzen sich einhellig auf Amy und begruben sie unter sich. Von Herrchen in dem Augenblick nichts zu sehen. Im gleichen Moment kam Maya angeschossen und hat - wie auch immer sie das fertiggebracht hat - alle vier Hunde von Amy getrennt, ohne jemanden zu verletzen oder sich selbst Verletzungen einzuhandeln. Anschließend hat sie Amy zu mir zurückeskortiert, immer sich dabei zwischen Amy und die anderen Hunde stellend. Herrchen der Hunde hat die TA-Rechnung bezahlt, leider habe ich damals nicht angezeigt, hatte mich von seiner Einsicht einlullen lassen. Die Verletzungen bei Amy, Bisse und V-förmig aufgerissene Haut heilten glücklicherweise gut, Amy hat den Vorfall auch mental gut überstanden.

    Zweite Situation: gemeinsamer Spaziergang mit Maya, Amy, Bo (Neufundländerhündin) und zwei weiteren, befreundeten Neufundländern. Mitten während des Spaziergangs hat sich der eine Neufi Maya gekrallt ohne für uns ersichtlichen Grund. Hunde getrennt, und noch bevor die Leine dran war am Neufi kam der zweite Angriff, den ich allerdings abfangen konnte - das geht bei fliegenden 50kg Neufundländer auch nur mit Adrenalin im Blut. Maya sah erstmal gar nicht schlimm aus, ein paar Löcher, wenig Blut. Das Ausmaß haben wir erst beim TA festgestellt, ein ganzer Bereich Kopfhaut war abgelöst, ebenso wie eine Fläche seitlich am Hals. Zwei Drainagen, die Heilung dauerte, aber ging letztlich gut. Keine spürbaren Nachwirkungen hiervon, da haben schon früher in uns reinprallende Hunde ohne Verletzungen mehr bei ihr ausgelöst.

    Dritter Hund: Merlin, Straßenmix, kommt aus dem rumänischen Tierschutz, kam u.a. mit mehreren noch frischen Hundebissverletzungen vor 7 Jahren zu mir. Nachwirkungen: braucht bis heute Unterstützung bei jeder Hundesichtung. War anfangs bei den meisten Hundesichtungen außer sich und kaum ansprechbar, kann heute Hunde unterwegs kommentarlos ertragen, wenn sie nichts von uns wollen, kann an neue Hundefreunde mit etwas Zeit gut herangeführt werden.

    Tja, dafür braucht man einen Dackel, der fährt Tretboot, Elektroboot und Luftmatratze...........

    Ein Hund und drei Boote... ich hatte das andersrum gelöst, drei Hunde und ein Boot:

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    Häh? :ka: Weitere Erklärung wäre nicht schlecht

    Tauschen bedeutet, der Hund hat schon ein Dummy gefunden und aufgenommen, läuft z.B. auf dem Rückweg bei einem anderen Dummy vorbei und tauscht dann das in der Schnute gegen das neu Entdeckte.

    Edit: danke Sventje, ich hab gebummelt beim Schreiben. :D

    Lilli hatte nur kurzzeitig (paar Wochen) einen Anfall von Tauschenwollen bisher, wir haben so dagegengearbeitet:

    1. bestens sitzender Rückpfiff

    2. 2-4 Dummies in 2m Entfernung mit viieeel Platz zwischen den Dummies

    3. Hund wird auf ein Dummy geschickt, sobald er es hat, Pfiff.

    4. Distanz zwischen den Dummies verkleinern.

    5. Distanz zu den Dummies (also zwischen mir und Dummy) vergrößern.

    Seitdem ist Tauschen bei uns nicht mehr vorgekommen - vielleicht ist Lilli da aber auch nur pflegeleicht.

    Leichter/schwieriger dabei:

    - Beispiel: Die Dummies liegen vor mir in einer Querreihe. Das Dummy, das am weitesten links liegt, zuerst zu holen, ist am einfachsten, weil mein Körper die Richtung zu den anderen Dummies am meisten blockiert, Mitte und rechts zuerst entsprechend schwerer.

    - Hund bekommt Wind/ keinen Wind von anderen Dummies

    Ich hab den Thread gerade entdeckt und brav durchgelesen. Zwei der bisherigen Ratschläge nochmal aus eigener Erfahrung:

    - schlafen lassen: wenn ich selbst schlafe und nach einer halben Stunde von alleine aufwache, weils z.B. nur ein kurzes Mittagsnickerchen war, bin ich schnell wach und fit. Bin ich platt und jemand weckt mich nach einer halben Stunde Schlaf, fühle ich mich wie gerädert. Ich könnte mir vorstellen, dass Ihr es einfach "zu gut" machen wollt und Euch an die Regel haltet, der Welpe müsse alle 2 Stunden raus. Umgekehrt wird glaube ich eher ein Schuh draus: die zwei Stunden gelten nicht als Welpenregel, sondern als Welpenbesitzerregel: nach der Zeit muss man selbst einfach besser aufpassen, damit man das mögliche Aufwachen des Welpen einfach mitbekommt. Aber er sollte schlafen dürfen, so lange er will.

    - rausfahren: ich wohne in einem Sackgassendorf mitten im Nirgendwo. Bei uns stehen gut 10 Häuser auf einem Haufen, 40 Einwohner, davon die Hälfte Kinder. Fremde verirren sich hier so gut wie nie her - in Coronazeiten tatsächlich mehr, da ist es vielleicht durchschnittlich einer am Tag. Eigentlich herrliches Hundespaziergebiet! Aber: hätte ich mit Welpen-Lilli von zuhause aus laufen wollen, hätte ich erst zwei Gartentore mit Hund dahinter passieren müssen, eventuell noch einen freilaufenden Hund, freilaufende Hühner, und dann erst noch an der Pferdekoppel vorbei, bevor es dann echten Freilauf gibt. Bis dahin wäre aber das kleine Hundehirn schon längst voll gewesen. Also bin ich selbst hier in der Pampas jeden Tag für einen Freilauf ins Nirgendwo gefahren. Irgendwas für Menschen unattraktives, Wald mit schlechten Wegen, keine Aussicht, keine Wanderziele...

    Fiete beginnt schon im Schleichmodus auf ihn loszugehen ( 1. Frage, hätte ich da schon direkt anleinen sollen?

    Ja. Bzw. vermutlich noch früher handeln: ich könnte mir vorstellen, dass er schon vor dem Ableinen gedanklich vor allem beim anderen Hund war?

    Ich überlege mir bei Lilli immer, was eigentlich mein Ziel ist. In Bezug auf Hundebegegnungen mit oder ohne Leine will ich letztlich einen Hund, der den anderen Hund einfach links liegen lässt und dran vorbeischlappt. Darum gibt es bei uns einfach nie Begegnungen mit entgegenkommenden Hunden, weder an der Leine, noch offline, egal ob die entspannt sind oder nicht. Ich sähe darin auch keinen Mehrgewinn für Lilli. Hundekontakte bekommt sie mit ausgewählten Hunden in dafür passendem "Szenario" (gemeinsame Spazierrichtung, alle Hunde entspannt an der Leine, erst dann wird abgeleint).

    Wie alt darf denn der Urin sein?

    Kann ich schon am Vortag vor dem TA mit dem 1. Versuch beginnen?

    Leider nein. Da könnten sich wenige vorhandene Bakterien vermehren und würden dann ein falsches Ergebnis liefern. Ich hab im HInterkopf, dass die Urinprobe nicht älter als drei Stunden sein sollte, ggf im Kühlschrank lagern (derzeit reicht natürlich einfach draußen stehen lassen).