Ich werfe nochmal einen anderen Gedanken rein - nicht, weil ich den für absolut richtig halte, sondern weil wir Menschen soso oft sehen, was wir sehen wollen. In dem Fall ist z.B. die Bewertung "Hund liegt ruhig" = gut, "Hund dreht auf" = schlecht. Das kann so richtig sein. Andererseits kanns auch sein, dass der Hund ohne KH ruhig liegt, weil er mit problematischer Verdauung beschäftigt ist, und es wäre vielleicht möglich, dass er mit KH aufdreht, weil er einfach ein junger Möp ist, der Quatsch macht.
Bestimmt habt Ihr auch auf dem Schirm, dass Ernährung nicht alles ist. Klar kann sie Einfluss auf Verhalten haben, aber das ist auch nur ein Bausteinchen. Insgesamt habt Ihr halt auch einfach einen Junghund, der Quatsch macht, Quatsch machen soll, und der viele Regeln erst noch weiter lernt und verinnerlicht.
Ich finde gut, dass Ihr seine Ernährung optimieren wollt, und ich wünsche Euch die Gelassenheit, weiterhin mit Cuper gemeinsam neugierig zu sein, wie tolles Zusammenleben und Welt entdecken für Euch funktioniert. So ganz was-kostet-die-welt-mäßig.
Bei meinen Hunden war und ist das immer ganz individuell. Anderes Verhalten, andere Körperhaltung, anderes Gangbild, Mimik, bei mir nach Hilfe fragen, andere Fellstruktur über schmerzhafter Stelle, Schmatzen, Schlecken, Juckreiz,...
Auch der ist nur ein Mensch. Und "das hab ich Euch doch gleich gesagt" wäre mir eher sehr egal, wenn der EB mir nicht stichhaltig begründen kann, warum das nicht passt. (Hab ich noch nicht rausgelesen.)
Es ist manchmal eine Gratwanderung aus "was sagt der Experte" und "wie erlebe ich meinen Hund", das geht bestimmt vielen von uns so. Die wichtigste Rückmeldung ist für mich immer erstmal die Reaktion des Hundes (auf Futter, Training, Behandlungen, usw.). Wird das Problem besser und gehts dem Hund dabei gut? Dann passt der Weg so. Ist das noch nicht der Fall? Dann probiere ich einen anderen Weg aus.
Ist aber auch nur meine Herangehensweise, für Euch muss es letztlich passen!
Ich bin beim Füttern sehr pragmatisch. Funktioniert meine gewählte Fütterungsart für den Hund? Wenn ja, fein. Wenn nein, ändere ich sie. Ich hab spätestens seit meinem chronisch darmkranken Hund nicht mehr den Anspruch, dass alles nach Buch perfekt passen muss, nur der Hund muss eben damit gut klarkommen.
Wenn Ihr selbst kochen ausprobieren wollt, macht das doch einfach. Mein Auftrag an einen Ernährungsexperten wäre in dem Fall: ich will selbst kochen, die und die Probleme gabs bisher, wie soll ich das Futter ungefähr zusammenstellen. Dann probiere ich das, passe ggf. Dinge an, wenn ich feststelle, dass es meinem Hund mit z.B. mehr/weniger Protein/Kohlenhydrate/Fett/... besser geht, fertig.
Ich drücke Euch die Daumen, dass Ihr bald noch mehr die vielen unbeschwerten Seiten des Zusammenlebens mit Hund genießen könnt!
Auf polnisch heißt ptak übrigens Vogel. (Hab heute einen Beitrag über eine Vogelstation in Warschau gehört, darum kann ich wenigstens ptak zuordnen, wenn das mit dem P'takh schon nicht funktioniert.)
Das Bat‘leth sollte erstmal sicher ganz oben auf dem Schrank verstaut sein, im Keller Platz für mindestens zwei Fässer Blutwein geschaffen werden und die sichersten Routen zur Vermeidung der P‘takhs auf der Hundewiese gefunden werden. Qapla‘ und Ehre sei mit Euch
Ich schwanke noch. Wende ich mich mit meinen Fragen an die Fragen, die man sich sonst nicht zu stellen traut, oder an google?
Ja, ich habe meine Hunde immer mit Trichter alleine zuhause gelassen, wenn nötig. Wir bekommen keinen Urlaub auf der Arbeit (außerhalb der festgelegten Zeiten), alle meine Hunde waren an Trichter gewöhnt und damit auch völlig entspannt, so war das jedesmal problemlos machbar.