Beiträge von Frau+Hund

    Das der Hund sich nach 6 Tagen Nichtstun mal langweilt, finde ich nicht soo ungewöhnlich. Ich würde in so einer Situation erst mal versuchen, einen Gassigänger zu organisieren.

    Wenn du im Bett liegst und nichts geht, dann geht halt nichts.

    Wenn du aber schon mal 10 min auf einer Fußbank sitzen kannst (so mache ich immer das Indoortraining) dann geht schon einiges.

    Allein damit, etwas umrunden zu lassen, kann man schon ein paar Minuten verbringen. Einen Korb oder Schüssel möglichst weit wegstellen und Spielsachen hin bringen, tauschen, wiederholen bringt auch schon etwas Bewegung.

    Mein Hund liebt "Wäsche von der Leine holen" und dann in eine weit entfernt stehende Schüssel apportieren.

    Ein/zwei/drei/vier Pfoten auf Kommende in eine Pappschachtel stellen, braucht hohe Konzentration und macht müde.

    Leckerchen aus Eierkartons holen oder auch verstopfen Klorollen zu popeln, macht auch Spaß.

    zum auf den Arm nehmen:

    das ist eine echt zweischneidige Sache:

    meine erste Hündin hatte oft Angst vor anderen Hunden, fand auf den Arm nehmen super und sagte da oben auch keinen Mucks.

    Mein Papillon ist sozial recht sicher und mag das Rausheben aus der sozialen Situation gar nicht. Er ist dann verwirrt und fängt an zu knurren, was die Sache meist nicht besser macht.

    Noch dazu bin ich recht klein, auch auf dem Arm ist mein Hund nicht weit weg. Bei einem ernsthaften Angriff würde es wohl nicht viel helfen, leider.

    Manchmal nehme ich meinen Hund kurz hoch, um ihm auf engen Wegen eine Begegnung zu ersparen oder weil es schneller geht, als die Leine raus zu kramen. Das triggert manche Hundebesitzer gewaltig und ich hab auch schon Belehrungen, sogar Beschimpfungen erlebt.

    Aus dem DF hab ich schon öfter von tödlichen Angriffen auf kleine Hunde gelesen und auch im wirklichen Leben gibt es ein paar Vorfälle.

    Bei meinem Beagle, groß für seine Rasse und sehr kräftig, hatte ich nie Angst um ihn.


    Wie geht ihr damit um? Ist es im täglichen Leben ein Thema? Also nehmt ihr z.B. Hundeabwehrspray auf die Hunderunden mit?

    Ich rufe mir bei solchen Themen immer mal die Statistik vor Augen. Kleine Hunde (so im Bereich 3-10kg) haben im Durchschnitt eine 1-2 Jahre längere Lebenserwartung als große (so Schäferhundgröße). Das zieht sich quer durch die Studien, von schwedischen Krankenkassendaten bis zu japanischen Hundegrabsteinen.

    Soo viele kleine Hunde können gar nicht totgebissen werden. Denn gerade wenn sie jung sterben würden, würden sie den Durchschnitt sonst schnell runterziehen. Wenn ich also statt meines Klein-Hundes einen (deutlich) größeren anschaffe, habe ich andere Risiken. Die sind nur nicht so aufsehenerregend.

    Wer fragt schon einen Groß-Hundebesitzer, ob er nicht jeden Tag Angst vor einer Magendrehung hat und ob er sich deshalb nicht lieber einen kleinen Hund anschaffen will?

    ich frag mich ja wo man so viele Mali, die austicken so zu Gesicht bekommt. Ich wohne ländlich und im Umfeld laufen grad mal 2 Mali rum.

    Bei uns gibt es auch nur zwei, beide gut erzogen. Aber in unserem Tierheim sitzen auch wieder zwei, einer reinrassig, Beißvorfälle, schon lange da, einer (Mix) noch jung, aus Überforderung abgegeben. Allein von unserem Tierheim her würde ich schon sagen, dass sie zu den problematischen Rassen gehören, wo es öfter schief geht als bei anderen. Die Herkunft dieser Hunde ist mir aber nicht bekannt.

    Da ich üblicherweise einfach kurz nachfrage, bevor ich meine Mitmenschen einer Falschaussage bezichtige, möchte ich gerne noch um die Quelle zu der von dir angeführten Zertifizierungspflicht bitten. Meiner Kenntnis nach gibt es diese nämlich nicht. Aber vielleicht bin ich auch nicht auf dem aktuellen Stand oder ich missverstehe dich.

    An dieser Stelle berufe ich mich auf Quellenschutz. Ich habe es von einer Person, deren Namen ich nicht nennen werde.

    Meinen letzten Hund, den auf dem Bild, habe ich vor 11,5 Jahren von einer VDH-Züchterin geholt.

    Meine Bedingungen waren durch meine Lebensumstände (geht mit zur Arbeit) recht eng:

    Klein und süß

    möglichst wenig Aggression

    leicht zu erziehen/ Freude am gemeinsamen Arbeiten

    in einem engen Zeitintervall verfügbar (Beginn der Sommerferien)

    Das alles zusammen hätte ich wohl nirgends so einfach gefunden wie bei einem Rassehundverein:

    Auf der Homepage gab es Infos über Würfe, die Züchterinnen waren auf einer Karte eingetragen.

    Ich konnte mich im Vorfeld schon über die Homepages informieren und nach Zuchten mit großen, sportlichen Hunden mit natürlichem Körperbau suchen.

    Alle Kontaktdaten waren vorhanden und die Züchterinnen auch darauf vorbereitet, meine Fragen zu beantworten, wir sprachen da die "gleiche Sprache".

    Ein vorab-Besuch mit Kennenlernen der Welpen war selbstverständlich. Wenn ich nicht vor Ort überzeugt gewesen wäre, von dem was ich bei den Hunden sah und von der Züchtern hörte, wäre mir die Vereinszugehörigkeit auch egal gewesen.

    Bei einem vereinslosen Züchter hätte ich nicht einmal geschaut, dafür sind mir die gesundheitlichen Risiken der Rassenhundezucht grundsätzlich zu groß.

    Ob es auch in anderen Vereinen gute Papillonzucht gibt, hab ich nicht recherchiert. Hätte ich vielleicht gemacht, wenn ich bei den beiden VDH-Vereinen nicht fündig geworden wäre.

    Für mich wäre ein Mischlingswelpe eine Alternative gewesen, aber da gab es zu der Zeit für meine engen Kriterien nichts passendes. Und es hätte viel mehr Aufwand bedeutet, an die Infos zu kommen, die ich für meine Entscheidung brauchte.

    Ein ethisches Problem hatte ich noch: Papillons wurden lange nur im Verband der Kleinhundezüchter e.V. gezüchtet - und dort gibt es auch jede Menge Qualzucht-Rassen. Das wollte ich weder finanziell unterstützen noch hatte ich Vertrauen in so einen Verein (VDH hin und her). Aber zum Glück gibt es inzwischen noch den Papillon-und Phalene Club Deutschland e.V., daher kommt mein Welpe.