Meinen letzten Hund, den auf dem Bild, habe ich vor 11,5 Jahren von einer VDH-Züchterin geholt.
Meine Bedingungen waren durch meine Lebensumstände (geht mit zur Arbeit) recht eng:
Klein und süß
möglichst wenig Aggression
leicht zu erziehen/ Freude am gemeinsamen Arbeiten
in einem engen Zeitintervall verfügbar (Beginn der Sommerferien)
Das alles zusammen hätte ich wohl nirgends so einfach gefunden wie bei einem Rassehundverein:
Auf der Homepage gab es Infos über Würfe, die Züchterinnen waren auf einer Karte eingetragen.
Ich konnte mich im Vorfeld schon über die Homepages informieren und nach Zuchten mit großen, sportlichen Hunden mit natürlichem Körperbau suchen.
Alle Kontaktdaten waren vorhanden und die Züchterinnen auch darauf vorbereitet, meine Fragen zu beantworten, wir sprachen da die "gleiche Sprache".
Ein vorab-Besuch mit Kennenlernen der Welpen war selbstverständlich. Wenn ich nicht vor Ort überzeugt gewesen wäre, von dem was ich bei den Hunden sah und von der Züchtern hörte, wäre mir die Vereinszugehörigkeit auch egal gewesen.
Bei einem vereinslosen Züchter hätte ich nicht einmal geschaut, dafür sind mir die gesundheitlichen Risiken der Rassenhundezucht grundsätzlich zu groß.
Ob es auch in anderen Vereinen gute Papillonzucht gibt, hab ich nicht recherchiert. Hätte ich vielleicht gemacht, wenn ich bei den beiden VDH-Vereinen nicht fündig geworden wäre.
Für mich wäre ein Mischlingswelpe eine Alternative gewesen, aber da gab es zu der Zeit für meine engen Kriterien nichts passendes. Und es hätte viel mehr Aufwand bedeutet, an die Infos zu kommen, die ich für meine Entscheidung brauchte.
Ein ethisches Problem hatte ich noch: Papillons wurden lange nur im Verband der Kleinhundezüchter e.V. gezüchtet - und dort gibt es auch jede Menge Qualzucht-Rassen. Das wollte ich weder finanziell unterstützen noch hatte ich Vertrauen in so einen Verein (VDH hin und her). Aber zum Glück gibt es inzwischen noch den Papillon-und Phalene Club Deutschland e.V., daher kommt mein Welpe.