Meine Eltern haben mit Anfang 70 keinen Welpen mehr geholt, dafür eine junge Rumänien-Hündin, in die sie sich auf der Pflegestelle verliebt haben.
Davon würde ich definitiv abraten. Die Hündin wurde nicht nur viel größer, als von der Orga angekündigt, sondern wurde auch im Laufe der Zeit zu einem Hund, der fremde Menschen und andere Hunde überflüssig fand. Meinen Vater hat sie irgendwann umgerissen, von den Rückenverletzungen hat er sich nie mehr ganz erholt. Meine Mutter hat viel Liebe und Mühe in die Erziehung gesetzt und alles ging gut, bis sie krank wurde und wenige Monate später starb. Das war für alle Beteiligten furchtbar, wurde aber durch den schwierigen, großen Hund für alle noch schlimmer (auch für den Hund).
Daher mein klarer Rat: Unabhängig vom Alter soll sich jeder einen Welpen anschaffen, wenn die Umstände stimmen. Aber eine kleine, freundliche Rasse (oder Mix). Ein Hund, den man körperlich halten kann und für den man leicht Betreuung findet, oder auch neue Besitzer, falls es gar nicht mehr geht. (In unserem Tierheim sitzt kein kleiner Hund, egal wie alt, krank oder "gestört", länger als 2 Monate).