Beiträge von Frau+Hund

    Meine Eltern haben mit Anfang 70 keinen Welpen mehr geholt, dafür eine junge Rumänien-Hündin, in die sie sich auf der Pflegestelle verliebt haben.

    Davon würde ich definitiv abraten. Die Hündin wurde nicht nur viel größer, als von der Orga angekündigt, sondern wurde auch im Laufe der Zeit zu einem Hund, der fremde Menschen und andere Hunde überflüssig fand. Meinen Vater hat sie irgendwann umgerissen, von den Rückenverletzungen hat er sich nie mehr ganz erholt. Meine Mutter hat viel Liebe und Mühe in die Erziehung gesetzt und alles ging gut, bis sie krank wurde und wenige Monate später starb. Das war für alle Beteiligten furchtbar, wurde aber durch den schwierigen, großen Hund für alle noch schlimmer (auch für den Hund).

    Daher mein klarer Rat: Unabhängig vom Alter soll sich jeder einen Welpen anschaffen, wenn die Umstände stimmen. Aber eine kleine, freundliche Rasse (oder Mix). Ein Hund, den man körperlich halten kann und für den man leicht Betreuung findet, oder auch neue Besitzer, falls es gar nicht mehr geht. (In unserem Tierheim sitzt kein kleiner Hund, egal wie alt, krank oder "gestört", länger als 2 Monate).

    Wenn ich auf meinen fast 15jährigen Hund (Einzel- und Bürohund mit Frauchen) schaue, schätze ich das so ein:

    Bis etwa 10 Jahre hätte er vom Einzug einer Hündin profitiert. (einen anderen Rüden hätte er wohl nie gern im Haus gehabt). Ab 12 oder 13 wäre ihm eine jüngere Hündin eher auf die Nerven gegangen. Auch wenn er immer noch fit und gut zu Fuß ist, ist sein Bewegungsbedürfnis im letzten Jahr stark zurück gegangen. Bei düsteren Wetter reichen ihm jetzt auch mal Pippi-Runden, dann möchte er wieder heim. Er braucht viel mehr Zeit zum Schnuppern und steht oft nur da und schnuppert in die Luft (vermutlich weil er nichts mehr hört und auch das Sehen schlechter wird.) An Tricks und Übungen hat er in den letzten Monaten das Interesse verloren. Allein bleiben kann er zwar, mag es aber immer weniger.

    Von einem meganetten, zurückhaltenden und sicheren Zweithund würde er jetzt vermutlich profitieren. Von jeder anderen Art Hund wäre er genervt. Für mich (als berufstätiger Single) wäre es schwierig, einen jüngeren Hund mit unterzubringen. Und die wirklich harten Zeiten mit dem Senior kommen ja noch...

    Alles in allem finde ich es optimal, wenn ein Hund in das Leben hinein aufwachsen kann, das er auf Dauer leben soll. Wenn das ein Einzelhunddasein ist, dann würde ich einen Welpen so aufwachsen lassen (Kernfamilie Menschen - stabile Hundebeziehungen außerhalb).

    Natürlich sind Hunde anpassungsfähig - aber wir Menschen auch. Und nur weil ich mich nicht mal kurze Zeit an ein Leben ohne Hund anpassen will (wie lang das ist, hab ich ja selber in der Hand), soll sich erst der alt werdende Hund an ein Leben mit Welpen anpassen – und später der neue, mit Hundepartner aufgewachsene Hund an das Leben allein? Das finde ich nicht fair...

    Etwas anderes ist es, wenn man grundsätzlich zwei Hunde halten möchte (hätte ich auch gern...). Dann muss man in jeder Konstellation überlegen, ob und wie es für alle gut ist. Und ob man bereit wäre, dem zurückbleibenden Hund einen neuen Partner zu gönnen, falls er als Einzelhund nicht glücklich ist.

    Ich schätze, es sind Krähen, wahrscheinlich Rabenkrähen. Kolkraben sind viel größer. Bei uns sind sie sehr scheu und nur mal um den Wald rum zu sehen. Oder im Flug. Einen Raben in der Stadt kann ich mir schwer vorstellen, würde mich aber interessieren.

    Rabenvögel sind intelligente Allesfresser, die sich mit immer neuen Strategien an ihre Umwelt anpassen. Das sie soziale Jagdmethoden entwickeln, ist also nicht verwunderlich.

    Zu den Raben:

    Warum müssen die Schafe dort so ungeschützt ihre Lämmer bekommen? Was ist denn, wenn es zu Komplikationen kommt? Werden Sie damit auch sich selbst überlassen, wie mit diesen Rabenangriffen?
    Aus der hiesigen Schafhaltung kenne ich es so, dass hochträchtige Schafe in den Stall geholt werden, oder zumindest auf eine Weide, wo sie unter Beobachtung sind.