Beiträge von Frau+Hund

    Bei uns am Teutoburger Wald fehlen dieses Jahr die großen Zeisigschwärme, die sonst um diese Zeit einfallen und klingen, wie ein Schwarm Wellensittiche.

    Die Bergfinken waren da, sind aber schon wieder weg.

    Bachstelzen sind auch aufgetaucht und größere Gruppen Drosseln (Wacholderdrosseln?) sitzen auf den Wiesen. Sonst noch nichts interessantes.

    Mein Dackelmischling (vor über 20 Jahren) hat am liebsten "bergauf" gekackt. Da wir hier "bergig" wohnen, fand er fast immer einen guten Platz, wo er quasi im "Handstand" seinen Haufen platzieren konnte. Sah oft ziemlich lustig aus.

    ...ich kenne auch die Variante, es möglichst hoch in einen Maschendrahtzaun zu drücken...:face_vomiting:

    Bei meinem Oldie sind alle andere Motivationen, draußen rumzulaufen, fast verschwunden: Jagen schon lange, "Arbeiten" mit mir seit ca. 8 Monaten, Bewegungsdrang ist auch nur noch selten zu merken. Schnuppern und Markieren bleiben aber unverändert wichtig. Mit allem, was ihr so beschreibt. Und wie lange es jetzt dauern kann... Gerade sind wir unsere tägliche Runde "um den Ententeich" gelaufen - da gibt es so viele wichtige Stellen, da sind 45 min plötzlich gar kein Problem. Aber wehe, ich möchte durch den frühlingsschönen Wald laufen - wie langweilig!

    Letztlich kann dir die Entscheidung niemand abnehmen. Es geht ja auch um dich: du musst vermutlich auch ein weiteres Jahr arbeiten und brauchst die Erholung und Abwechslung. Nur du kennst deinen Hund und weißt, wieviel Stress z.B. die Fähre und die Einschränkungen vor Ort bedeuten. Für den Hund wäre es, nach deinen Schilderungen, vermutlich besser, daheim zu bleiben.

    Ich bin mit meinem Hund in derselben Situation. Wir werden dies Jahr wieder auf "unsere" Nordseeinsel" fahren, wo mein Hund alles seit bald 15 Jahren kennt und wo ich mich mit Fahrrad an seine Möglichkeiten anpassen kann. Wenn Teile davon Stress für ihn sind, ist der nur kurzzeitig und das fördert die Gesundheit eher. Eine Reise an einen fremden Ort (gern würde ich mal wieder mit Zelt nach Schweden oder Norwegen) würde ich ihm jetzt nicht mehr zumuten.

    Ich könnte mir einen Papillon auch gut bei euch vorstellen. Möglichst die große, sportliche Variante, da seid ihr vor Qualzuchtmerkmalen sicher. In euren Haushalt mit Kind und Katze würde der reinwachsen. Im Bezug auf Kinder muss gesichert sein, dass er seine Rückzugsorte hat und nicht gegen seinen Willen angefasst oder gar hochgehoben wird. Dann können mit Kindern und Jugendlichen schöne Beziehungen entstehen. Die schönsten Zeiten meines Hundes waren wohl die Wochen auf Pfadfinderlager, umgeben von 30 Mädchen!

    Die Fellpflege ist supereinfach: Bürsten und ab und zu mal etwas nachschneiden. Meiner hat kaum gehaart, lose Haare blieben im Fell und wurden ausgebürstet. Jetzt im Alter haart er, da sehe ich den Unterschied deutlich. Und selbst wenn mein Hund nass und dreckig bis über die Ohren heimkommt, lege ich ihm ein dickes Handtuch in seinen Korb, und zwei Stunden später ist er sauber und der Dreck im Handtuch.

    Wir sind unendlich viele km zusammen gewandert, auch mehrere Tage am Stück - der Hund war immer fitter als ich! Auch Camping fand er super (wir hatten nur ein Zelt).

    Beim Phaléne, der hängeohrigen Variante, wäre ich aber vorsichtig. Sie sind so selten, dass hohe Inzucht vorprogrammiert ist.

    Ich kann für mich nur sagen: Ich hasse in der Hundehaltung fast nichts mehr, als diese stumpfsinnigen Leute.
    Für mich ist es obligatorisch, dass ich meinen Hund unverzüglich zu mir ranhole, wenn mir, was auch immer, entgegen/ nahe kommt. Da gibt es für mich auch überhaupt keinen Handlungsspielraum.

    Tut mir leid, dass ich deinen Hass auf mich ziehe. Aber warum sollte ich meinen freilaufenden Hund ranholen? Fremde Menschen interessieren ihn 0 (immer schon). Und die sagen höchstens mal "O wie süß"! Fremden Hunden geht er von selbst aus dem Weg. Vor 6 Monaten ist uns ein Reh fast auf die Füße gesprungen - er hat es im Dämmerlicht nicht gesehen. An der frischen Fährte hat er dann ein bisschen geschnuppert. Das war das letzte Wildinteresse, das ich wahrgenommen hab. Warum also?

    Tja, was willst du hören?

    Ich bin in NRW und bei uns gibt es keinen generellen Leinenzwang im Wald. Auch wenn der Jagdpächter mal wieder Plakate aus Niedersachsen aufgehängt hat.

    Mein Hund läuft immer frei, obwohl er nicht hört. Er ist alt. Seid einigen Jahren hat er das Interesse an Wild verloren. Der selbstbestimmt Wechsel aus lange Schnuppern, Gehen und Traben tut ihm gut.

    Davor lief er viele Jahre frei, weil er hörte.

    Davor blieb er einige Jahre an der Leine, weil er nicht (gut genug) hörte, wenn Wild auftauchte.

    Davor lief er frei, weil er noch nicht jagen wollte.

    So viele Varianten - allein in einem Hundeleben!