Beiträge von Terri-Lis-07

    Zurimor Ja. Aber jetzt habe ich zb so einen Hund. Was macht man nun?

    Entweder tierschutzkonform damit leben oder versuchen, mit viel Geduld darum herum zu schneiden. "Mumpitz" ist die Regelung zumindest nicht und "es geht ja gar nicht anders" setzt meiner Meinung nach an der falschen Stelle an. Denn Hunde, die gar nicht tierschutzkonform gepflegt werden können, dürfte es gar nicht erst geben.

    Na denn... Versuch dein Glück selber ;)


    Ach nee, warte mal.

    Du weißt es ja besser als jemand der sowas beruflich gemacht hat...

    Merkste schon.

    Die logische Konsequenz wäre doch eher, Hunde mit langem Fell im Gesicht oder verfilzenden Bärten nicht mehr zu züchten, käme den Hunden vielmehr zugute. Die Vibrissen sind für Hunde ein wichtiges Sinnesorgan.

    Ja, wenn es nach dieser Regelung geht wäre es das....


    Aber mal ernsthaft :

    Das betrifft uA diverse Terrier-, Begleithund- und Jagdhunderassen.

    Schnauzer, diverse Mischlinge und noch viele, viele Rassen mehr.

    Weder würde der PSK die Schnauzer Rassen aufgeben, noch der Jäger DD, Dackel oder DJT...

    Und die 9-er? Was gibt's da noch?

    Papillon/Phalene, Chihuahua und die QZ Rassen... Zumindest großteils.

    Und die Mischlinge im Tierschutz? Was macht man mit denen?


    Geht nicht.

    Davon abgesehen dass es auf Dauer eine existenzielle Bedrohung für jeden Groomer ist. Denn die machen sich dem zu Folge tagtäglich strafbar wegen "Amputation eines haarähnlichen Tastorganes".

    Und die ganzen Rassen mit fetten QZ Merkmalen? Die tangiert das dann einfach mal 0...

    Außer vielleicht Shih Tzu* und Affenpinscher. |)

    *denen man wiederrum die Haare im Gesicht vorrangig deshalb einkürzen MUSS weil sie sonst in die Glubschis wachsen. Und das gibt so fette Augenentzündungen dass das Auge richtig Schaden erleiden kann...

    Ich gebe zu ich liebe große Hunde. Ida wird vermutlich auch kein zartes Geschöpft, mit 17 Wochen hat sie 25 kg und ihr Endgewicht wird schätzungweise zwischen 45 und 50 kg wiegen, mehr braucht man ja echt nicht.

    Dieses immer größer ist völlig irrsinnig. Ich hatte mal einen irischen Wolfshund mit 70 kg, der hatte wahrlich riesen Ausmaße und war sowas von krank der Arme, Herz, Darm, Gelenke. Mit 7 musste ich ihn erlösen lassen sonst wäre er wg. seiner Herzerkrankung langsam erstickt. Obwohl ich die Hund wirklich sehr schätze - vom Wesen her, vom Aussehen her- ich würde niemals wieder einen haben wollen. Der Genpool bei denen ist viel zu gering, die sind alle sowas von durch und durch krank und ich kenne/kannte keinen IW der älter war als 8 und alle waren so krank. Die müssten dringend was machen um die Hunde wieder gesünder zu kriegen, ich weiß nicht ob das vielleicht schon passiert, ich hab mich länger nicht mehr damit befasst weil so ein Hund für uns einfach nicht mehr in Frage kommt.

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    Für mich sind Russische Terrier so die Obergrenze.

    Riesige, und schwerere Hunde, aber noch Verhältnismäßig fit und langlebig.

    Mit einigen kann man auch noch Hundesport machen. Wenn auch natürlich mit den zierlichen Exemplaren besser als mit den Brocken an Rüden die es teilweise gibt.

    Aber noch geht's überwiegend.

    So ziemlich alles was darüber hinaus geht ist irgendwie... Sehr eingeschränkt.

    Mit Ausnahme von HSH...

    Ich arbeite aktuell nicht mehr als Groomer, und bin da wegen dieser bescheuerten Regelung auch ganz froh drum.

    Wie man es dreht und wendet kann man es bei einem Hund mit längerem Gesichtsfell einfach nur falsch machen ( wenn man bedenkt dass sich sich strickt um "nicht kürzen und nicht ausreißen" dreht) :

    - Schneide ich einem Hund im Gesicht-/Kopfbereich, besteht IMMER das Risiko dass man eine Vibrisse schneidet oder kappt ( seien es mm oder deutlich mehr).

    - Bürste ich einen Hund mit Bart oder langem Fell an Schnauze, Augenbraue oder an den Wangen/Backen, besteht IMMER das Risiko dass ich eine Vibrisse mit ausbürste ( also ausreiße). Auch wenn diese vermutlich kurze Zeit später von selbst raus gefallen wäre ( jedes Haar hat so sein "Verfallsdatum").

    Und auf der anderen Seite hat man wieder das Problem dass solche Hunde auf Pflege und Kürzungen ( je nach Rasse) ANGEWIESEN sind, weil sie sonst verfilzen. Hier ist nochmal hervorzuheben dass die Verfilzungen in Bärten nochmal anders sind als am restlichen Körper. Die werden richtig siffig, klebrig, laufen innen weiß an und sind steinhart.

    Sowas drin zu lassen ist definitiv Tier Quälerei. Filz reizt die Haut und führt zu Entzündungen.

    Womit wir wieder zum nächsten Problem kommen : Wenn der Filz schon da ist, MUSS er runter.

    Darf man aber genau genommen nicht, weil man dann definitiv Vibrissen radikale einkürzen MUSS. ( es geht dann schlicht nicht anders)


    Um die Vibrissen herum zu schneiden tangiert einen Hund in der Regel erheblich mehr als diese einfach mit einzukürzen, und meiner Meinung nach sollte das Wohl des Hundes im Vordergrund stehen.

    Klar kann ich versuchen die Vibrissen möglichst lang stehen bleiben zu lassen, es ist jedoch nie zu 100 Prozent möglich! Und richtige Fitzelarbeit.


    Wenn man sagen würde, dass die Vibrissen eine bestimmte Länge erfüllen müssen, und es toleriert wird wenn diese aus vernünftigen Gründen oder aus Versehen ( aus dem Aspekt des Restrisikos heraus den man beim Schneiden einfach immer hat) gekürzt, bzw aus Versehen mit ausgebürstet werden - kein Thema! Braucht man nur mehr Obacht und die Frisuren anpassen ( und zwar so dass es für den Hund selber noch passt! Wozu sollte ein Hund Bart tragen müssen wenn er sich damit überhaupt nicht wohl fühlt?).

    Aber so?

    So bekommt man selbst als Halter eines KH Hundes eine drauf, wenn ein anderer Hund ihm beim Spielen eine Vibrisse abgekaut hat.


    Wie man es dreht und wendet : Man kann es nur falsch machen. Und deshalb mach ich weiter wie vorher.

    Ich versuche zwar vermehrt die Vibrissen an den Backen/Mundwinkeln bestehen zu lassen. Aber jeder der meint man solle einfach drum rum schneiden, solle das bitte mal selber versuchen, bei schwarzer Vibrisse auf schwarzem Grund, bzw in meinem Fall weißen Vibrissen auf weißem Fell....

    Es GEHT einfach NICHT. ( zumindest nicht vollständig)

    Diese Regelung is Mumpitz und für jeden Halter eines Hundes mit längerem Fell im Gesicht ein Schlag in die Fresse.

    Ich kanns nur immer wieder so sagen...

    Ich würde mir was leckeres auf den Finger tun ( zB Frischkäse oder Tubidog Creme), zeigen, und in die Schnute schmieren ( noch nicht auf nen Zahn, darf ruhig abgeschleckt werden, aber eben so dass es Richtung in die Hunde Schnauze geht) .

    Danach irgendwann Lefze hoch, auf den Zahn schmieren.

    Irgendwann weiter zu den anderen Zähnen und länger rein halten.

    Wenn das geht nen neuen Fingerling nutzen ( gibt ja verschiedene) und erstmal nur abschlecken lassen.

    Dann nochmal alles wie ohne Fingerling von vorne.

    Und wenn das klappt, eine Zahncreme kaufen die der Hund gut findet und damit nochmal ausprobieren.

    Eben ganz kleinschrittig von vorne, so dass es sich für den Hund nicht wie putzen anfühlt, sondern wie das sprichwörtliche "Honig ums Maul schmieren".

    Die Erwartung also umpolen in ein,, Yeah, jetzt bekommt ich was geiles auf die Zähne geschmiert! ".

    Naja, was heißt schon "extreme Hunde".

    Man siehts bspw schon bei Hunden die etwas kerniger sind dass es da schon anfängt bissl zu bröckeln.

    Ich erinnere mich noch dran, als er vor Jaaaahren den West Highland Terrier bspw immer wieder als total schwierig in der Erziehung hingestellt hat.

    Daran, dass die dazu gegängelt wurden diesen doofen Beutel zu apportieren obwohl sie darauf einfach absolut 0 Bock hatten.

    Oder daran wie oft er betont hat dass man einen gaaaaanz langen Atem braucht und die suuuuuper kernig und stur sind.


    Ein andermal dann bspw der eine Riesenschnauzer mit dem er sich schwer getan hat.

    Ja, Gebrauchshunde Klischees und so, aber auch in der Welpensendung fiel mir richtig auf dass er sich grundsätzlich mit Schnauzern wohl echt schwer tut.

    Warum? Sind kernige, körperliche Hunde die auf gaaaar keinen Fällen zergeln dürfen weil sie sich sonst merken dass sie stärker sind und sofort die Weltherrschaft an sich reißen. Oder so ähnlich... ( bei den letzten Zwergen Welpen weniger, mehr bei dem weißen in der ersten Staffel. Er hat aber glaube auch immer wieder betont dass es mit dem schwarzen und dem Mädchen auch einfach richtig gut gematcht hat und die Familie da selber sehr viel richtig gemacht hat)


    Und es fällt ebenso immer wieder auf : Sein Typ Hund sind so oder so eher Hunde die man auch so regelmäßig im Alltag trifft.

    Insbesondere zu Labrador und Golden Retriever äußert er sich überwiegend positiv. Liegt sicher nicht zuletzt daran, dass er eine Goldie Hündin hatte.


    Es sind also nicht nur Gebrauchs-/Arbeitshunde, sondern bspw auch eigenständigere Hundetypen mit denen er einfach anscheinend nicht so kann.

    Eben alles, was nicht so reibungslos mit seinem Konzept konform geht.

    Hunde die apportieren hassen.

    Hunde denen das zu stumpf ist.

    Hunde die sich daran langweilen.

    Hunde die einfach anders gemanaged werden müssen und andere Dinge bevorzugen.

    Hunde, bei denen Futterbeutel, Schnauzgriff, Wasserspritze und Co schlicht maximal zu einen Teilerfolg führen können.

    Und all diese Hunde sind dann aus Rüttgers Augen schwierig oder der Züchter is böse, oder, oder...

    Nur, weil es nicht so die 0815 Hunde sind.