Ich hab mehrere kennen gelernt, kannte eine ehemalige Züchterin sehr gut, hab eine Hündin fast jeden Tag um mich gehabt.
Das weiß ich doch
Aber ist es wirklich so dass Du deshalb jemandem verbindlich von der Haltung eines solchen Hundes in der Stadt abraten würdest? Ich mein ein SRT ist ja kein Krododil.
Es macht nen großen Unterschied ob man einen 40-60 kg schweren schwarzen Hund in der Stadt mit hoher Menschendichte führt, oder auf dem Land.
Ja sicher, es ist auch OK das zu erwähnen. Aber das gilt für viele große Hunderassen. Es ist überhaupt eine Herausforderung einen großen, starken Hund zu führen, das sollte jedem der das für sich in Erwägung zieht vorher klar sein.
Wenn man das nicht hinbekommt hat man richtig dicke Probleme an der Backe
Ich sag mal so: Auch das gilt für viele Hunderassen. Man muss sich mit den Eigenheiten auseinandersetzen und das ist unter Umständen nicht so einfach. Überhaupt ist es einfacher keinen Hund zu haben.
das wird mit Minimum 35/40 kg schon amüsant.
Das stimmt durchaus. Man sollte gerade für die Junghundezeit schon Kraft haben und gesund sein denn man kommt nicht umhin den Hund manchmal zu managen und wenn man selbst son halbes Hemd ohne Schmackes ist dann ist es besser von großen Hunden mit einer gewissen Zugkraft abzusehen.
Ich behaupte mal es ist sowieso im 1. Schritt leichter einen Hund- egal welchen- in einer Umgebung zu führen wo nicht so viel los ist so dass sich der Hund entspannt an das Leben mit einem Menschen gewöhnen kann und nicht schon von Anfang an so vielen Reizen ausgesetzt ist.
Aber wie schon erwähnt: Wenn die Hunde kompetent erzogen erwachsen geworden sind dann sind es gute Begleiter- egal wo. Wir sind mit Daskja durch Stockholm z.B. oder auch durch andere Großstädte wo wirklich der Bär getobt hat und das war überhaupt gar kein Problem. Ich hatte sie auf Reisen in Hotels dabei, und konnte sie überall mitnehmen, sie war ruhig & geschmeidig wie ein Geist, immer an meiner Seite und irgendwie völlig unsichtbar solange mich keiner geärgert hat. (kam selten vor). Überhaupt brauchte ich Null Körperkraft (ich habe sie aber für den Fall der Fälle) um Daskja zu führen. An der Leine lief sie locker, sie hat überhaupt niemals gezogen, im Freilauf kam sie immer verbindlich. Deshalb war ich ja auch so erstaunt dass das nicht bei jedem SRT quasi ab Werk automatisch so ist.... 
Und so sind auch die erwachsenen SRT´s die ich kenne- vielleicht hatte Deine Zücherchefin eine andere schärfere Linie, keine Ahnung, da gibt es sicherlich auch noch Unterschiede. Es ist richtig zu erwähnen dass ein SRT ein Hund mit einem (je nach Linie auch sehr ausgeprägtem) Wach- und Schutztrieb ist- und damit muss man sich wirklich auseinandersetzen.
Ich finde es halt schade vor dieser Rasse "zu warnen" - das ist überzogen, da muss man dann auch vor Schäferhunden z.B. warnen, oder vor anderen gerade großen Rassen, die meisten stellen ihre Besitzer vor Herausforderungen und ja, es ist was anderes ob ich mich mit meinem Welpen in der Fußgängerzone oder im Wald oder Feld bewege. Ganz klar.
SRT´s gibts in Deutschland nicht viele- auf gar keinen Fall handelt es sich um einen Modehund. Ein großer Vorteil ist dass diese Hunde eine relativ robuste Gesundheit aufweisen- tatsächlich hatten wir mit Daskja so ein Glück, sie wurde gesund 14 Jahre alt. Sie sind keine Beller, sie haaren nicht, die meisten sind unfassbar schnell stubenrein. Sie sind verträglich mit anderen Hunden. Sie sind sehr souverän und selbstbewusst, sie treffen häufig eigenständig Entscheidungen, dafür wurden sie ja auch gezüchtet (Bewachung von Gefangenenlagern...). Ja, sie haben einen ausgeprägten Wach- und Schutztrieb und damit muss man sich auseinandersetzen und das gut händeln und begleiten können. Definitiv kann die Erziehung und Haltung nicht "mal so nebenbei" laufen, die ersten Jahre ist das sehr arbeitsintensiv. Aber gilt das nicht auch für viele andere Rassen? Überhaupt ist die Hundehaltung manchmal belastend, herausfordernd und anstrengend. Aber ich wollte meinen Hund nicht missen. (Gerade hat sie aber auch eine gute Phase, wer will kann meine letzten Jammerposts im Junghundefred mal lesen.....).
Sagen wir so: SRT´s sind nix für Anfänger oder körperlich oder mental schwache Personen. Ja, es ist leichter sie vor allem wenn sie jung sind auf dem Lande zu führen da gebe ich Terri durchaus recht. Ich persönlich hätte gar keinen Hund wenn ich in der Stadt leben würde -aber das muss und darf ja auch jeder selbst entscheiden.