ich kann ihn auf dem Treppenabsatz mit Leine vor seinen Pfoten absetzen und die Tür aufmachen, alleine rausgehen, Dinge rausbringen, und ihn dann irgendwann einsammeln. Das kennt er und macht er wirklich ganz super. Wir haben Potenzial :)
Das ist doch schon super. Bau das aus.
Ich glaube, jetzt verstehe ich, was auch die anderen vor dir schon versucht haben mir zu sagen.
Ich habe einfach nach der ganzen Zeit den Blick fürs Wesentliche verloren und nur noch draußen geübt. Ich werde mir da auf jeden Fall mal Gedanken machen, wie wir da wieder hinkommen. Zuhause ein paar Tricks einüben, die dann für draußen auch passen. Ich wollte auch immer mit dem Dummy Training weitermachen. Das könnte ich auch nochmal aufbauen. Kenai wieder einen Grund geben, zusammen draußen zu interagieren!
Ihr startet, wenn du soweit bist, wenn du durchgeatmet hast und bereit bist.
Kenai startet nicht 2m Leinenlänge vor dir, sondern neben dir, mit Orientierung an dir. Rennt er vor, pfeifst du ihn zurück. Mit Pfiff oder Kommando.
Diese Orientierung übst du drinnen, mit Null Ablenkung. Ihr seid zusammen drinnen und du rufst ihn an deine Seite mit dem Kommando*, klopfst dir an die Seite, wo du ihn führen möchtest, wenn nötig lockst du ihn mit Keks und macht er es richtig, sagst du ihm sein Bestätigungswort ("ja", "fein" oä). Den Keks schleichste irgendwann aus, nur noch Bestätigungswort.
[Ich unterscheide zw Fuß laufen, "Fuß" (links) und "Hand" (rechts) und nutze das korrekte bei Fuß gehen nur im Straßenverkehr oder auf dem Hundeplatz, wenn er wirklich exakt an meinem Bein kleben soll.]
Für den Alltag mit normalen Spaziergängen nutze ich mit meinem Rüden das Kommando* "ran" und einen ran-Pfiff. Wir starten unsere Spaziergänge also in einer entspannten "ran" Position, auf einer Höhe und einem gemeinsamen Tempo an lockerer Leine. Ich möchte, dass er neben mir läuft, bis ich den Weg überblickt habe und ihn mit "ok" freigegebe. Dann darf er die Leinenlänge ausnutzen und schnüffeln, markieren, Hundedinge tun.
Ich baue immer 1,2x pro Spaziergang den "ran Pfiff" ein, 2 Töne, wie "Kuckuck", wenn ich möchte, dass er sich zurück zu mir orientiert. Ein "Kuckuck, bei mir spielt die Musik." Das hat er so verinnerlicht, dass ich es nutzen kann, wenn ich es brauche. Heute war es einmal eine riesen Eisfläche, um die ich lieber drum rum gehen wollte und einmal ein fremder Hund, der plötzlich auf dem Weg stand.
Will er ziehen, kassiert er sein Verbotswort "Nein."
Üb Leinenführigkeit, also das an lockerer Leine laufen ohne ziehen am besten in immer ein und der selben, reizarmen Umgebung. In der Stadt eignet sich vll ein Industriegebiet nach Feierabend, ich hab hier auf dem Land ein und den selben Waldweg benutzt.
Hast du das Gefühl, dass du zu spät reagierst, seine Körpersprache nicht richtig liest oder deine nicht deutlich ist, dann film dich. Stell dein Smartphone auf und lauf mit dem Hund in Videofunktion mehrmals dran vorbei. Dann kannst du dir hinterher angucken, wie was war.
Eine Futtertube/Käse/Hähnchen/sonstige Goodies funktionieren bei Aufregung leider nicht. Kenai hat dann keinerlei Interesse daran.
In absoluter Erregung kann er das nicht annehmen. Das ist ein Weg, bis du einen Pöbler futtertreibend an der Erregung vorbei führen kannst. Bis dahin ist es absolut erlaubt, Management zu betreiben, also anderen Hunden auszuweichen, umzudrehen, sich irgendwo abseits hinzustellen etc. Scheiß auf das, was irgendjemand anderes denkt! Bleib bei dir und deinem Hund, atme ein, atme aus.