Beiträge von Bordy94

    Ich kann dir vielleicht etwas Mut machen und die Situation aus der gegenüberliegenden Seite beleuchten:


    Meine zweite Hündin (ich habe bewusst und lange nach einer erwachsenen Sheltie Hündin gesucht) kam vor einem 3/4 Jahr wegen ähnlichen Gründen schlussendlich zu mir. Die Vorbesitzerin hat sich extrem schwergetan und sich ähnliche Gedanken gemacht wie du. Für mich war die kleine Maus der Jackpot. Hier hat sie das Leben, dass sie verdient hat. Eine Familie die Zeit hat für sie, wo sie im Alltag Platz hat und ihre Bedürfnisse ernst genommen werden, mit Zweithund als Gesellschaft und Gassimöglichkeiten, wo sie viel mehr Hund sein kann. Zur Vorbesitzerin haben wir regelmässigen Kontakt und immer wieder betont sie, wie richtig die Entscheidung war und witzelt, dass der Hund viel mehr rumkäme als sie selbst. Obwohl es ihr das Herz gebrochen hat, den Hund abzugeben, hat sie immer gesagt: Für den Menschen ist es ein Lebensabschnitt- aber für den Hund das Ganze Leben. Und er kann es sich ja nicht selber aussuchen. Quasi win- win- win.

    Dies soll kein Ratschlag sein. Aber einfach die andere Perspektive, dass ein Hund sehr glücklich werden kann, sofern die neuen Besitzer wirklich weise gewählt werden.

    Looney bekam Gabapentin mit etwa 2 Jahren aufgrund einer chronifizierten Schmerzgeschichte (Iliopsoas vermutlich gezerrt und zu spät bemerkt/ schlecht diagnostiziert) und damit einhergehenden Fehlbelastung.

    Leider hat sie das Medikament nicht gut vertragen- sie wurde reaktiv und zeigte eine starke Agression auf andere Hunde. Lethargie etc. konnte ich nicht beobachten.

    Wir blieben dann bei der kurzmöglichsten Anwendung. Geholfen hat es aber im Grossen und Ganzen schon.

    Bordy94 Was war denn das für ein Fluss? Tief? Musstest Du dann in den Fluss selbst richtig rein? Je nach Strömung kann das ja echt auch für Dich gefährlich werden. O_o

    Nicht wahnsinnig tief, aber extrem starker Zug. Im Sommer nur guten Schwimmern zum schwimmen empfohlen. Ich bin dann einige Distanz, bevor meine Hündin ankam, das Bord runtergeklettert und bis zu den Waden rein, bevor ich sie in meine Richtung dirigieren konnte und sie sicher nicht verpasse.

    Gottseidank ist nichts Schlimmeres passiert!


    Ich hatte vor etwa 3 Jahren eine Erfahrung, die mir so richtig unter die Haut gegangen ist. Ich war mit meiner BC Hündin, damals noch Einzelhund, bei uns am Fluss. Bisschen dümpeln, bisschen Füsse baden, bisschen Lesen. Scheinbar zu wenig Action fand Looney- und hat es doch tatsächlich nötig gefunden, eine Ente zu jagen. Eigentlich ist das verboten und eigentlich weiss sie das auch. Und macht es EIGENTLICH auch nicht. Nun gut, dachte ich mir, passiert ist passiert und Rückruf wär in dem Moment wohl eh auf taube Ohren gestossen und an Abbruch hab ich irgendwie gar nicht gedacht. Hund wird nach ein paar Meter im Wasser wohl umkehren. Die Gute fand aber Gefallen daran, dass es Flussabwärts beim Schwimmen so richtig schön vorwärts ging (sie liebt schwimmen) und die Ente war ja auch noch vor ihr.

    Als sie nach etwa 40 Meter umkehren wollte, war dort der Sog des Flusses so stark, dass sie es nicht mehr zurückschaffte, ja nicht mal auf der Stelle bleiben konnte. Hilflos ist sie dann den Fluss rundergetrieben. Ich natürlich am Ufer nachgerannt, wissend, dass auf meiner Seite des Flusses ein steiler Hang und teilweise Abgezäunt ist. Weiter unten eine Stromschnelle.

    Gottseidank ist Looney eine gute Schwimmerin und hielt noch eine Weile durch, bevor ich sie an einer geeigneten Stelle endlich aufgabeln konnte. Ich mit zerkratzten Armen und zerschrammten Beinen, der Hund unverletzt. Aber das hätte auch so richtig übel ausgehen können.

    Ich persönlich würd mal abwarten, sie waren ja schon beim TA. Und beobachten.

    Meine Sheltiene hatte ein paar Tage später, als sie hier ankam, plötzlich einen Knubbel am Bauch. Anfangs sah es nur aus, als wäre die Haut etwas "abgehoben", doch nur wenige Tage später war es eine murmelgrosse Beule. Da wir eh die Woche drauf den TA Termin zum Impfen, Chip umschreiben etc. hatten, meinte er anhand des Fotos: Abwarten. Ich hab die Stelle dann regelmässig desinfiziert, Knubbel wurde noch grösser und leicht verfärbt (immer in Kontakt mit TA natürlich). Nochmals ein, zwei Tage später dann der Schock: Sheltiene hat es aufgeleckt. Es war ein regelrechtes Loch und sah echt eklig aus. Ich fand dann tatsächlich noch einen Mini Rest Zecke darin. Als dieser weg war, war der Heilungsprozess eine ganz kurze Sache. Scheinbar herrscht bei uns ein ganz ganz anderer Zeckendruck als dort, wo sie vorher gelebt hat. Sie hatte zwar was gegen die Viecher drauf, aber die hier lebenden Zecken haben darüber nur müde gelacht.

    Das war kurz vor dem Platzen. Ein paar Tage nach Entdeckung sah das Teil ziemlich genauso aus.

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    Nein, gar nichts. Kind war dann halt einfach da. Die erste Zeit war das Baby auch absolut tabu für den Hund, da sie doch etwas aufgeregt am Anfang war. Das hat sich aber schnell gelegt, als sie gemerkt hat, dass sie das Baby nix angeht.

    Hier auch. Zumindest die ersten 1-2 Tage, dann hat sich das irgendwie von selbst eingependelt. Jetzt liegen auch mal alle gemeinsam (natürlich unter Aufsicht) zusammen auf unserem Bett und es scheinen alle zu geniessen.

    Hier war das Ganze viel unkomplizierter, als ich mir ausgemalt hatte bez. Management.

    Am KiWa laufen hab ich nicht gesondert geübt- beide laufen aber am Pferd, und die Grosse am Fahrrad mit. Dort gelten in dem Sinn dieselben Regeln.

    Zu Leinenagression und deren Vorstufe (gespannte Leine) hat Thomas Baumann zwei wahnsinnig hilfreiche Videos hochgeladen. Diese Inputs haben uns auch nochmal enorme Fortschritte ermöglicht (zu finden unter Baumann- Verlag auf Youtube).

    Aktuell Löst meine Grosse gar nicht mehr aus:applaus: Nur die Kleine versucht jetzt, ihre Grenzen bei uns neu auszuloten (sie ist ja erst 7 Monate bei uns und hier so richtig aufgeblüht).