Beiträge von Caissa

    Wir waren vor einiger Zeit mit einer befreundeten HH unterwegs. Die fragte mich dann auch unvermittelt, ob wir nicht ableinen wollen. Die Hunde könnten hier doch so schön laufen. Ich war erst richtig verwirrt und musste nachfragen. Ja, sie meinte das bestellte Feld. Als ich gesagt habe, dass ich meine Hunde nicht auf Felder laufen lasse, war sie richtig verwirrt. Für mich war irgendwie immer total klar, dass das nicht ok ist. Aber sie meinte ernsthaft, sie hätte sich da noch nie was bei gedacht. Hat mich wirklich irritiert, ich war immer einfach von Ignoranz ausgegangen, wenn ich sowas gesehen habe. Aber einige scheinen es wohl wirklich nicht besser zu wissen?! :???:

    Meine Vogelspinnen-Sammlung hat sich etwas erweitert. Unter anderem ist Lotti, eine weibliche Lasiodora parahybana mit aktuell ca. 4cm Körperlänge eingezogen.

    Von den anderen liefere ich demnächst mal Bilder nach, wenn sich die Gelegenheit bietet. Ich habe gerade erst neue Lampen installiert, die etwas bessere Fotos erlauben (wobei mein Handy nach wie vor nur schlechte Qualität erlaubt :hust: ):

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    Und hattest du da das Gefühl, dass das Training so sinnvoll ist? Also so rein vom ersten Bauchgefühl.

    Nein, ich denke die Wahrheit ist, dass wir zu sehr auf sogenannte "Profis", als auf uns selbst gehört haben, zu viele Leute reingeredet haben, wir somit vieles ausprobiert haben, der Hund überfordert wurde, und jetzt einfach mega Frust da ist.

    Ich kann mir tatsächlich vorstellen, dass das so ist. Wenn du beschreibst, was ihr alles schon probiert habt, dann wirkt das so, als hättet ihr nach der perfekten Methode gesucht. Diese eine Strömung, diese eine Trainingsform, die euch von euren Problemen befreit (korrigiere gerne, wenn das nicht stimmt).

    Ich finde es grundsätzlich super, dass ihr euch so viel Mühe gegeben habt und so viel probiert habt. Die Intention dahinter ist toll. Aber ich vermute, ihr habt euch im Urwald der Hundetrainer-Gurus und Erziehungsratschläge etwas verlaufen.

    Versucht doch mal, nochmal auf null zu gehen. Nehmt euch vielleicht einen Zeitraum (2 Wochen vielleicht?), in denen ihr mal nicht permanent versucht, zu trainieren. Sondern in dem ihr euren Hund mal sehr intensiv beobachtet, vielleicht auch filmt. Und dann überlegt, was seht ihr? Und wenn Stress auftritt, was wäre die Voraussetzung, damit das nicht passiert?

    Dabei würde ich nicht nur schauen, was sie nicht machen soll. Also nicht am Punkt "sie soll nicht in die Leine springen" stehen bleiben. Sondern versucht, zu überlegen, warum sie das Verhalten gezeigt hat. Hat sie sich erschrocken? Konnte sie den Reiz nicht ausblenden? War die Konzentration eh schon weg? Achtet sie draußen, oder in bestimmten Situationen, nicht auf euch? Ist sie allgemein zu aufgeregt?

    Schreibt euch dann vielleicht die Kernsituationen auf und auch eure vermuteten Ursachen. Und damit würde ich an eurer Stelle zu einem neuen Trainer gehen (gabs hier eigentlich schon Empfehlungen?) und gezielt daran versuchen zu arbeiten.

    Also wenn ihr zB rausfindet, sie kann Reize schwer ausblenden, fragt nicht bei euch nach sondern will direkt hin. Dann versucht, genau an der Stelle zu arbeiten. Wie schafft ihr es, dass sie sich bei Reizen erstmal eure Rückmeldung holt? Wenn euch ein Trainer das nicht zufriedenstellend beantworten kann oder nur ein Standard-Programm fahren will, ist es vielleicht nicht der richtige. Ihr braucht ein Training, welches an euren individuellen Voraussetzungen anknüpft.

    Ich lese bei euch durchaus raus, dass euch der Hund sehr wichtig ist. Es wirkt einfach so, als würde gerade alles ein bisschen viel werden. Ich glaube, ein kleiner Stopp im Trainingsmarathon würde euch allen gut tun. Und dann startet ihr einmal neu und hört vielleicht auch lieber einmal mehr auf euer Bauchgefühl, bevor ihr die nächste Methode aus dem Lehrbuch probiert. Und wenn insgesamt etwas Ruhe eingekehrt ist und ihr im neuen Zuhause angekommen seid, dann plant ihr vielleicht auch die Auslastung noch einmal neu. Dabei gilt dann Qualität vor Quantität.

    Wie reagiere ich denn am besten, wenn sie zuhause ständig knurrt oder anfängt zu Bellen?


    Jedes unbekannt Geräusch wird mir Knurren oder Bellen von ihr angezeigt.

    Ganz schlimm wird es, wenn es anfängt zu dämmern oder nachts.

    Ich bin immer am besten damit gefahren, die Unsicherheit einmal wahrzunehmen, aber kein großes Gewese drum zu machen.

    Wenn es um etwas Greifbares (ein Objekt geht), dann schaue ich es mir mit dem Hund ganz ruhig an, ohne ihn hinzuzwingen. Wenn Hund das nicht will, schaue nur ich es mir einmal ruhig an, sage dann "Alles ok" (das kennen meine, ansonsten sind die Wörter natürlich egal und eher für die eigene Psyche und Ausstrahlung hilfreich). Und dann tüddel ich damit auch nicht weiter rum. Meine kleinen Schissbüxe (Balu) macht das nur unsicherer, wenn ich dem Ding dann auch noch unnormale Bedeutung schenke. Wenn er bei mir Unterstützung und Körpernähe sucht, bekommt er die. Je nach Situation auch mit ruhigem Streicheln. Wenn er sich hinter mir verstecken will darf er das natürlich. Aber ich rede nicht auf ihn ein oder so, mache ich im Alltag sonst ja auch nie.

    Bei Geräuschen läuft es sehr ähnlich. Da gehe ich dann einmal in die Richtung, aus der das Geräusch kommt, horche hin und dann kommt das Ok.

    Also präsent bleiben, aber ruhig. Nicht die ganze Zeit das angstmachende Objekt oder jede kleine Regung des Hundes beobachten. Damit signalisiert man finde ich nur, dass der Hund recht damit hat, die Situation als etwas Seltsames einzuschätzen.

    Edit: Also ich bin jetzt von Unsicherheit bei Geräuschen/Objekten ausgegangen. Bei Melden mache ich es ähnlich, breche das aber deutlicher ab, wenn es nach meinem Ok anhält.

    Falls das Knurren euch gegenüber auftritt ist das natürlich anders, da müsstest du die Situation dann vielleicht nochmal genauer schildern :smile: