Beiträge von Caissa

    Ich hatte Donnerstag auch wieder Reitstunde.

    Dieses Mal haben wir vor allem am Tölt gearbeitet, weil Schritt und Trab eigentlich schon ganz gut laufen.

    Es war sehr wechselhaft. Wir hatten immer wieder Phasen, die schon richtig schön waren (immerhin, das gab es vorher kaum). Aber auch immer wieder Phasen, wo er sich fest gemacht hat oder rausgetrabt ist. Da ich die Tendenz hatte, mich etwas in die Steigbügel zu stellen, haben wir die Bügel dann überschlagen. Das hat ganz gut geholfen.

    Das Schimmelchen reagiert einfach wahnsinnig schnell auf das, was ich mache. Der macht sich innerhalb von Sekunden total fest im Rücken. Zum Glück löst er sich genauso schnell wieder. Aber trotzdem eine Herausforderung, weil ich bei dieser schnellen Reaktion natürlich mitkommen muss.

    Außerdem bin ich momentan noch zu verkopft. Ich merke, wenn es gerade nicht so gut läuft, und gerate dann ins Denken, was ich nun anders/besser machen muss. Dadurch bin ich dann aber auch zu verspannt in den Momenten, was Schimmelchen natürlich wieder direkt merkt xD

    Aber es wird besser. Die guten Töltphasen helfen mir total, weil ich darüber wieder ein Feeling bekomme, wo wir eigentlich hinwollen. Und obwohl es mich im Moment manchmal noch blockiert, bin ich andererseits auch sehr froh, dass ich noch ziemlich klar merke, wann er fest wird oder unrund läuft. Ein gewisses Töltgefühl ist also definitiv noch da, ich muss nur wieder dahinkommen, intuitiver und entspannter zu reiten.

    Abseits vom Reiten machen wir jetzt einfach entspannte Spaziergänge und Zirzensik. Außerdem nehme ich mir viel Zeit zum Putzen und Kraulen. Und darüber gewöhnen wir uns schon richtig gut aneinander. Das Schimmelchen reagiert allgemein sehr sensibel auf Körpersprache und wir grooven uns richtig gut ein. Heute entspannte er liegend in der Sonne, als ich kam, und ließ mich rankommen, ohne Aufzustehen. Da ich weiß, dass er in solchen Momenten eigentlich eher vorsichtig ist, war das richtig schön :smile: Ich habe ihn dann im Liegen einige Minuten gekrault. Bis er sich dann sogar auf die Seite gelegt hat, weil er so entspannt war :herzen1:

    Naja, was möchtest du denn?

    Wäre der Vertrag ungültig, dann wäre der Hund auch nicht deiner. Möchtest du den Hund zurückgeben? Dann melde dich beim Verkäufer, vielleicht werdet ihr euch ja einig.

    Wenn du den Hund behalten möchtest, dann kannst du nicht einfach das Geld nicht bezahlen.

    Wenn du einen Mangel vermutest, dann nimm dir einen Anwalt und frag ihn, wie du weiter vorgehen solltest( zwecks Anrecht auf Nachbesserung oä, das kann er dir dann ja sagen). Ob da realistisch irgendwas möglich ist? Ich vermute nein, aber gute rechtliche Auskunft bekommst du nicht von Laien in einem Hundeforum, sondern von einem Juristen, der auch den Vertrag in Gänze kennt.

    Mir geht's bei diesem Thread wie im Nerv-Thread: Scheinbar lebe ich im absoluten Hundehalter-Himmel, denn bei uns haben 95% der HH ihren Hund soweit unter Kontrolle. Ja, einige machen sich das Leben mMn schwerer als nötig. Aber das beschränkt sich dann auf Sachen wie "den Hund nicht abgewandt führen" oder "keine/nur kleine Bögen laufen". Trotzdem kommt aber eigentlich nie ein Hund ungefragt an uns ran und ich beobachte auch nur sehr selten, dass jemand von seinem Hund irgendwohin gezogen wird (und ja, ich hab große Hunde, die evtl abschrecken, aber das ist in meiner Umgebung auch die Erfahrung meiner Bekannten mit kleinen Hunden).

    Wenn ich lese, wie hoch frequentiert so sch*** Begegnungen bei einigen sind... Ich könnte echt nicht sagen, ob ich dann noch Hunde halten würde. Das klingt einfach nur stressig.

    Also zur Ausgangsfrage:

    Ist das nur hier in der Gegend so, oder erlebt ihr eine ähnliche Entwicklung? Und falls ja, wie erklärt ihr euch das? :???:

    Offensichtlich ist es nicht nur in deiner Gegend so, dafür gibt es hier ja genug Berichte. Aber es ist auch glücklicherweise nicht überall so.

    Jetzt kann ich das Phänomen natürlich nicht unbedingt perfekt erklären, da ich es selbst kaum erlebe. Aber ich glaube grundsätzlich, dass viele Probleme, die es früher (vermeintlich) nicht gab, an der stetig steigenden Hundedichte und den gestiegenene Anforderungen an Hunde liegen.

    Einige meiner Spinnen nutzen ihr Terra gar nicht, andere hingegen sind schon gerne mal unterwegs. Meine Chromatopelma cyaneopubescens zB wandert gerne mal rum und sitzt in verschiedenenen Ecken. Ich finde also nicht zwingend, dass das Terra zu groß ist.

    Vom Stil her passt es aber nicht so recht zu einem Bodenbewohner, das stimmt.

    Ich lasse mal diesen Thread da:

    BellaMN
    28. März 2023 um 23:38

    Da gibts verschiedene Antworten zu der Frage, wie man einen guten Trainer erkennt.

    Und diese Seite zur Körpersprache:

    https://sprichhund.de/1x1-der-koerpersprache/

    Wobei da natürlich nichts über live Seminare geht. Aber so als Einstieg finde ich die Seite sehr gut.

    "war nicht geeignet" war meine flapsige Zusammenfassung aus dem Gedächtnis.

    Geschrieben hat er das so nicht wortwörtlich. Er schrieb, er habe den Hund aus dem Training genommen, weil er ihn nicht in eine Rolle drängen wollte, die nicht das richtige für ihn ist:

    Liebe Alle, leider muss ich euch heute eine traurige Mitteilung machen: Wir mussten Falco aus dem Ausbildungsprogramm zum Blindenführhund 🦮 herausnehmen. Falco hat immer freudig und schnell gelernt und alle Übungen mit hervorragender Auffassungsgabe und Intelligenz gemeistert. Wir haben mit ihm den Welpen- und Junghundekurs an der SVÖ Hundeschule Zerlach absolviert und viel Umweltgewöhnungstraining mit ihm gemacht. Falco war von Anfang an ein kleiner Freigeist 👻 der Situationen, die Impulskontrolle und Frustrationstoleranz erforderten, nur schlecht ertragen konnte. Trotz all unserer Bemühungen wurde Falcos Verhalten gegenüber Ablenkungsreizen nicht besser sondern schlechter, sodass wir ihn schweren Herzens aus dem Blindenführhund-Aufbautraining nehmen mussten. Ausschlaggebend war vor allem seine totale Abneigung gegenüber Restaurants und öffentlichen Verkehrsmitteln, der er gerne sehr lautstark mit Jaulen, Heulen und Bellen Ausdruck verlieh. Situationen, in denen er länger als 2 Minuten ruhig sitzen oder liegen bleiben sollte, konnte er nicht ertragen. Da ich Falco nicht zu einem Leben und einer Aufgabe zwingen wollte, für die er nicht geschaffen ist, habe ich in den letzten Wochen intensiv nach einem für ihn optimal geeigneten Lebensplatz gesucht und vor kurzem mit Hikfe seiner Züchterin gefunden. Seit letzter Woche lebt Falco glücklich und zufrieden mit einer liebenswerten Familie mit Zweithubd und 50 Ziegen 🐐 auf einen Vierkanthof, wo er 24/7 Bewegungsfreiheit ohne die schwere Verantwortung für ein anderes Lebewesen genießen darf. Nachdem ich in den letzten 7 Monaten alles gegeben hatte, damit Falco in Liebe und Geborgenheit zu einem tollen Blindenführhund heranwachsen kann, war der Abschied sehr schmerzhaft. Jetzt muss ich erneut bei Null anfangen, mich wieder auf die Suche machen und hoffen, dass diesmal irgendwo ein passender Welpe, der der großen Aufgabe gewachsen ist, auf mich wartet. Auch in Ausbildungsstätten, die spezielle Assistenzhunde-Zuchtprogramme betreiben, eignen sich durchschnittlich nur 50 % der Hunde für diese anspruchsvolle Ausbildung. Bitte haltet mir die Daumen, dass es diesmal klappt! #WolfgangNiegelhell #BlindenführhundFalco

    Und ohne zu wissen, wie genau das Zusammenleben und Training in den 7 gemeinsamen Monaten ausgesehen hat, mag ich die Entscheidung nicht verurteilen. Denn grundsätzlich stimmt es ja, dass der Job als BFH nicht für jeden Hund das richtige ist. Ob das bei Falco so war :ka: möglich ist es auf jeden Fall.

    Ich reihe mich hier mal vorsichtig ein.

    Ich bin in meiner Kinder- und Teenagerzeit immer freizeitmäßig geritten, hatte jetzt aber während des Studiums mehrere Jahre Pause. Ich bin eigentlich immer Gangpferde geritten, also Isländer + mehrere Jahre eine töltende Traberstute.

    Nun habe ich zufällig gesehen, dass eine RB bei dem Isi-Hof, auf dem ich früher auch geritten bin und der nur 5min von mir entfernt ist, ausgeschrieben war. Die Chance musste ich nutzen.

    Also Probereiten. Und joa, ich bin ganz schön raus :ugly: Dazu kam noch, dass das Pferd zwar inzwischen 21 ist, aber früher LK1 gelaufen ist (also die höchste Leistungsklasse auf Turnieren). Kurz gesagt: Das Tierchen ist viel besser ausgebildet als ich :pfeif:

    Schritt und Trab lief noch ok, Tölt und Galopp... nicht :ugly:

    Die Besitzerin schlug vor, dass ich mit ihm Unterricht nehme und wir schauen, ob wir zusammenfinden. Also bin ich jetzt quasi auf Bewährung :p

    Tatsächlich ist das für mich aber alles fein. So ein gut ausgebildetes Pferd zu reiten ist schon echt cool. Die Besitzerin erwartet noch keine extra Bezahlung, ich zahle erstmal nur die Trainerstunden. Und zum Glück haben wir dort am Hof auch einen sehr guten Trainer, der auch gar nicht so viel nimmt.

    Mit dem hatte ich gestern nun die erste Reitstunde. Dort lief es schon deutlich besser als beim Probereiten (wenn auch noch lange nicht perfekt) und er sagte, er kann sich gut vorstellen, dass es mit mir und dem Schimmelchen passen könnte :bindafür:

    Also nutze ich jetzt die Chance, auf einem super Pferd bei einem super Trainer Stunden zu nehmen und wenn es gut läuft wird daraus eine RB :smile: