Hm, ich finde es wirklich bewundernswert, dass es hier Leute gibt, die gar keine Erwartungen an die Tiere haben, mit denen sie ein Leben teilen. Kann ich leider nicht von mir behaupten.
Ich habe tatsächlich Erwartungen, was ich mir von meinen Tieren "zurück" wünsche. Und wenn das nicht funktioniert, bin ich auch enttäuscht und frustriert. Natürlich schipper ich den Hund dann nicht ins Tierheim, sondern arbeite dran, passe meine Erwartungen an, man findet Kompromisse etc. Eigentlich finde ich es sehr ähnlich wie bei zwischenmenschlichen Beziehungen, wenn man es so runterbricht 
In meinem Fall bspw:
Erwartungen, was ich mir vom Hund zurück wünsche, die er erfüllt:
- Kuschelbuddy
- sonniges Gemüt
- jemand, mit dem ich rumalbern kann
- nötigt mich zu Regelmäßigkeiten im Alltag
- hat Lust auf Spürhundearbeit
Erwartungen, was ich mir vom Hund zurück wünsche, die er nicht erfüllt:
- Buddy zum Vögel gucken und Natur genießen
- angenehme Begleitung für gemeinsame Reisen
- gemeinsam bei schönem Wetter draußen chillen
Und ja, das ist auch nach drei Jahren immer noch irgendwie schmerzhaft und ich kann nicht behaupten, dass es mich nicht enttäuscht hätte, dass das nicht klappt. Aber dann gibt's für mich noch ne dritte Kategorie, nämlich:
Dinge, die mir mein Hund zurück gibt, die ich nicht erwartet hatte:
- eine enorme Lernkurve in Verhaltensbiologie
- ich habe sehr viel über mich gelernt
- eine enorme Lernkurve in Abgrenzung und Stressresistenz