Beiträge von Märchen

    Mir erschien einfach nur die Aussage, dass es normal sei, dass der Inzuchtkoeffizient bei einer neuen Rasse höher sei, irreführend. Weil das suggerieren könnte, dass die Folge der Inzucht - der Mangel an genetischer Diversität - im Laufe der Weiterzüchtung abnimmt.

    Wenn du nur den Papierwert auf Basis der Stammbäume meinst, stimmt das natürlich.

    Ich wollte damit auch gar nicht implizieren, dass es bei den Markiesjes da ein besonderes Problem gibt. Ich weiß nichts darüber, in keine Richtung.

    Czarek Ich rede vom genetischen IK. Dass man aus 5-10 Generationen nichts wirklich sinnvolles vom Papier errechnen kann, sollte heutzutage eigentlich klar sein. Zum Glück hat man ja inzwischen andere Möglichkeiten.

    Apfelbäume und deren Sorten haben übrigens denkbar wenig mit Hundezucht zutun. Also wirklich quasi gar nichts.

    Und dass Zuchtpraxis aus biologischer Sicht oft unlogisch ist, ist zwar richtig, aber wir scheinen sehr unterschiedliche Schlüsse daraus zu ziehen.

    Übrigens ist es völlig normal, dass neue Rassen oder Rassen, die fast ausgerottet waren, einen sehr hohen Inzuchtwert haben. Mit irgendwas muss man ja anfangen.

    Wenn ich jetzt nicht komplett auf dem Schlauch stehe, ist das für den GIK schlicht falsch. Der fängt niedrig an, wird durch die Zucht höher und bleibt dann da. Warum sollte der bei älteren Rassen niedriger sein? Das würde doch bedeuten, dass mit Alter der Rasse zunehmend rassefremdes Genmaterial eingebracht wird (womit sich auch der Phänotyp diversifizieren würde). Das ist doch so ziemlich das Gegenteil des Verlaufs von normaler Rassezucht?

    Die marschieren einfach weiter ihre Weges, egal dass ihr Hund fixiert wie sau.

    Das verstehe ich, nervt mich auch sehr und macht alles schwieriger. Man hat schon die Arschkarte mit dem Hund, der da schneller aus der Haut fährt.


    Wir rennen deswegen auch manchmal weg (wenn ich keine Sorge habe, dass der andere Hund dann direkt mitkommt). Wenn der andere HH mit glotzendem Hund im Stechschritt auf uns zumarschiert, muss er damit leben, dass wir uns dann auch nicht sonderlich angepasst benehmen. Kommt bei manchen anscheinend sehr peinlich rüber, damit hab ich aber kein Problem :D

    Ich finde ja, dass es auch schon viel wert ist, wenn Hund lernt, dass man nicht in jeden Konflikt reingehen muss. Also bei meinem ist das etwas, das wir uns aktiv erarbeiten, dass wir jederzeit umdrehen/ausweichen können und er eben nicht in weiter da rein MUSS. Das ist für mich auch kein reines Management, für meinen Hund ist das nämlich keine komplette Umgehung des Konflikts, ich belohne auch aktiv Dinge, sehe den Hund denken und erlebe Fortschritte.

    Wenn das auf gewisse Distanzen safe ist, kann man dann gucken, ob man mal einen Ticken länger stehen bleiben/ ein paar Schritte draufzugehen kann usw.

    Aber vielleicht fehlt mir auch einfach die Vorstellung, wie das Training/"Management" bei anderen aussieht. Wenn ich bspw. einen Hund sehe, dann hat mein Hund den in der Regel auch schon gesehen. Und Ablenken lässt er sich generell nicht, komplette Vermeidung kommt hier also höchst selten vor.