Beiträge von Panini

    Hier waren gerade 30 Minuten Handwerker im Haus und beide Hunde sind die ganze Zeit ruhig auf ihren Plätzen geblieben :applaus:

    Amy die alte Aufpasserin hat sie zwar im Auge behalten, aber der Jungspund war total entspannt. Als es klingelte haben beide genau 3x gebellt und als ich sie dann angesprochen und auf ihre Plätze geschickt hab war Ruhe.

    Was die Leinenführigkeit angeht scheinen wir auch eeendlich Fortschritte zu machen. Ich hoffe, dass er seine Karriereträume als Schlittenhund nun langsam vielleicht doch mal begräbt :tropf:

    und nach 2 aetzenden Begegnungen reagiert sie beim Gassi wohl deutlich auf Hunde und manche Menschen. Zumindest wenn meine Mutter mit ihr unterwegs ist

    Ihr macht das super gut! Wie sie sich auf dich konzentriert, total schön.

    Ich hab gestern einen Cattle Dog angeschrien :sweet: Der kam im Galopp einen langen Abhang runter frontal auf uns zu gerannt. 25kg Collie sprangen aufgebracht nach vorne, hingen in der Leine und wollten das gern selbst regeln. Ein Spaß im Laub-Regen-Matsch mit nasser Leine |)

    Auf Frauchens Rufe und deren panisches Ball-Gequietsche (ich kenne das Gespann, normalerweise dreht der Hund ab, sobald mit seinem Ball gequietscht wird) hat der Cattle null reagiert. Dann ist er immerhin so zwei Meter vor uns stehengeblieben, hat kurz überlegt und dann zum Glück umgedreht. Keine Ahnung, ob das an mir gelegen hat (ich war echt angefressen), oder ob sein Ball dann doch spannender war.

    Super nervig, sowas.

    Braucht die Arbeit, um glücklich zu sein.

    Das wollte ich auch nicht aussagen. Kam vielleicht nicht so rüber :tropf:

    Mir ging es eigentlich um 2 Dinge:

    1. Sind auch „gemäßigte“ Hütehunde ursprünglich Arbeitshunde und haben immer noch die Anlagen dazu.

    2. (Meiner Meinung nach) Brauchen viele ihre ursprüngliche Arbeit aber nicht zwingend zum Glücklichsein.

    Das wird von Hütehunden allerdings häufiger behauptet als bspw. von Retrievern. Obwohl auch Dummys ja keine Enten sind.

    Hier mal ein paar teils ganz aktuelle Bilder von arbeitenden Collies (sind alle öffentlich sichtbar, müsste daher auch ohne FB-Account gehen):

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    In Südamerika mit Kühen:

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    Ein KHC an Kühen auf einem Hof in der Schweiz:

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    Hier ist der Hund in der KHC-Datenbank:

    Astrellita Blue Macho :: Smooth Collie Database

    Natürlich kann kein Gymnastikballschieben, kein Longierkreis, kein Agility-Platz etc. die Arbeit von (ehemaligen) Arbeitshunden genau gleichwertig ersetzen. Die Frage ist ja, ob das zwingend nötig ist. Ich denke, bei vielen Rassen nicht. Auch ohne ihren Ursprungsjob können Hunde sehr glücklich und ausgeglichen sein (wenn man sich auf sie einlässt und nicht nur zur Sofa-Zierde hält). Zum Glück.

    Ansonsten müsste man streng genommen so konsequent sein und alle Rassen bis auf die paar wenigen Begleithundrassen aussterben lassen. Und das ist eh utopisch.

    Wenn dein Hund das angestarrt werden, nicht verträgt, ist das für mein Empfinden schon deine Baustelle

    Absolut. Aber wie ändert man das?

    Ich würd das gern noch mal hervorholen..

    Bisher muss ich in solchen Situationen, gerade wenn der andere sehr nah ist, schnell sein, um seine Aufmerksamkeit noch auf mich umlenken zu können und dann schirm ich ihn von dem fremden Hund ab, indem ich mich hinknie, seinen Kopf halte und ihn quasi (sanft!) "zwinge", mich statt des Hundes anzusehen. Er wird dann sofort ruhiger und wird dann belohnt. Ist aber natürlich nur eine Notlösung, weil ich es nicht besser weiß, und auch nicht immer möglich.

    Wie habt ihr geübt, dass eure Hunde gelassener mit Angestarrtwerden umgehen können?

    Das und die Dynamik anderer Hunde ist halt quasi von Anfang an unser Thema.

    In beiden Hundeschulen hieß es dazu immer nur "wenn er das noch nicht aushält, geh von den anderen Hunden ein Stück weiter weg".

    Eine dritte Trainerin hat auf Schreckreiz per Rappeldose gesetzt, hat ihn so ab dem 2./3. Tag nicht mehr interessiert.

    Ich war gestern beim Tierarzt. Im Wartezimmer saß ein junger Typ mit einem, wie ich später von der Helferin erfahren habe, "Exotic Bully".

    Das war.. gruselig. Bzw. vor allem traurig. Der Hund hat die ganze Zeit so merkwürdige Geräusche von sich gegeben, solche Geräusche habe ich noch nie von einem Hund gehört. Eine Mischung aus Grunzen, Quietschen, Schnauben und Fiepen. Dazu hat er uns ständig angestarrt und versucht, krötenartig auf uns zuzulaufen (wurde dann jedes Mal mit über den Boden schleifenden Pfoten am Norweger-Geschirr wieder zurückgezogen). Mein Hund fand das so merkwürdig, dass es ihn gar nicht gestört hat (er mag starrende Hunde normalerweise nicht besonders), er blieb hinter mir liegen und wirkte total irritiert.

    Der Bully sah so seltsam aus (auch diese furchtbar abgeschnittenen Ohren!) und wirkte so gequält, dass er mir einfach nur unglaublich leid tat :verzweifelt: Wie das jemand schön finden kann ist mir echt ein Rätsel.

    Damit festige ich das Theater natürlich immer weiter, aber mir fällt keine Lösung ein

    Hier wird zwar nicht gebellt oder gejodelt (kannst du das eigentlich mal aufnehmen? Ich würde das so gerne mal hören :lol: ), aber sehr gern gefiiiiept.

    Was geholfen hat: Wieder nach Hause fahren oder allein ne Runde gehen während die Hunde im Auto bleiben. Oder Kofferraum auf, davor setzen, Hund alles wahrnehmen und verarbeiten lassen und wenn Ruhe eingekehrt ist, geht’s raus - oder auch nicht, je nachdem.

    Kommt natürlich auch drauf an, wie weit man fährt. Wenn wir uns zB mit Sambo71 treffen und Mr. Collie beim Einbiegen in die Zielstraße anfängt zu fiepen, fahre ich nicht eine Stunde zurück nach Hause.