Beiträge von Panini

    Uns ist es am Freitag nach langer Zeit mal wieder passiert, dass ein fremder unangeleinter Hund in uns reingelaufen ist.

    Die Besitzer waren weit weg und machten zunächst gar keine Anstalten, ihrem Hund (ein riesiger Golden- oder Labradoodle) hinterher zu gehen, erst als Brodie sich mit seinem ganzen Gewicht nach vorn in die Leine geworfen hat und erkennbar empört war, weil der andere immer näher kam, gingen sie in unsere Richtung.

    Abblocken mit aufgeregten 25 Kilo in der linken Hand hab ich einfach nicht hingekriegt - der andere lief dann um uns herum und näherte sich von einer anderen Seite. Es war eine richtig blöde Situation und ich hab schließlich die Leine fallen lassen, damit Brodie nicht weiter auf dem Präsentierteller stand. Die beiden liefen dann ein Stück weg. Als sie stehenblieben und sich gegenüber standen, hat Brodie den Doodle mehrmals angeknurrt und ihm beide Vorderpfoten auf den Rücken gelegt. Hat der leider auch nicht verstanden und ging immer noch nicht weg.. dann waren die Besitzer da und die Frau sagte "wir haben den noch nicht so ganz im Griff, der ist erst 8 Monate alt". Brodie kam dann zu mir. Der Mann sagte gar nichts, sammelte aber immerhin endlich seinen Hund ein, der wieder hinter Brodie hergelaufen war und deshalb vor uns stand.

    Ich ärgere mich so sehr, dass das passiert ist und vor allem darüber, dass ich so hilflos war und meinen Hund nicht schützen konnte :fear:

    Seitdem ist die Aufregung bei Hundesichtung natürlich wieder größer. Ich bin so wütend, vor allem auf mich selbst, dass ich mich auf den nächsten fremden Hund, der zu uns läuft, wahrscheinlich in Rugby-Manier draufwerfe :barbar:

    Er wird gerne als Anfängerhund angepriesen, gelehrig, freundlich, nicht so krass wie ein BC, erzieht sich quasi selber, weniger Fellpflege als ein LHC, also quasi ein Lassie in Kurz - er wird ja auch hier im Forum gerne und viel empfohlen. Auch bei Anforderungen, wo ich persönlich keinen KHC sehe.

    So ist es. Oft kommen die Empfehlungen halt von Leuten, die selbst gar keinen haben.

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    Co_Co

    Ja, gerade bei Trainern haben Collies häufig keinen guten Ruf. Die Trainerin beim Longieren zB meinte in der ersten Stunde, so einen forschen Collie habe sie ja noch nie gesehen, gerade LHCs seien oft sehr huschig.

    Ich kenn da schlichtweg nur Vertreter die massive Probleme mit der Umwelt haben und Wesensmängel haben die schön geredet werden sowie zich Allergien und Unverträglichkeiten.

    Ich kenn inzwischen auch nicht so wenige Leute, die es sich einfacher vorgestellt hatten mit einem KHC.

    Mich hat das starke Kontrollverhalten und die hohe Reizoffenheit in Kombi mit sehr niedriger Frustrationstoleranz tatsächlich auch überrascht. Allergien etc. hat meiner nicht.

    Innerhalb der Rasse gibt es aber auch große Unterschiede.

    Was würdest du denn als Wesensmängel bezeichnen?

    Bin ein bisschen beruhigt, dass nicht nur hier die Leinenführigkeit in Gegenwart anderer Hunde noch schlechter ist als eh schon :tropf:

    Halbwegs ruhig ist er nur auf unserer Standard-Morgenrunde, die immer gleich ist und wo wir meist niemanden treffen. Da klappt es dann auch einigermaßen mit der Leinenführigkeit.

    Diese Aufregung in Kombi mit seinem Kontrollwahn ist manchmal echt zum Haareraufen. Sobald er nicht so kann wie er möchte (also zum Beispiel wenn er durch die Leine nicht da hin kann wo er will weil ich stehenbleibe) ist direkt Frustfiepen angesagt und wenn er dann noch aufgeregt ist, zB weil wir in dem Gebiet noch nicht so oft waren, stemmt er sich richtig in die Leine um die begehrte Schnüffelstelle doch zu erreichen.

    Das ist nicht nur „die Leine hängt nicht durch“, das ist dann wirklich „Schlittenhund-Modus“ und kopflose 25kg ständig von ihrem Ziel abzuhalten ist echt anstrengend.

    Ich hoffe, dass er irgendwann versteht, dass er überhaupt nichts kontrollieren muss. Aber noch ist das trotz aller Bemühungen nicht angekommen.

    gemeinsame Spaziergänge

    Wie klappt bei euch bei Spaziergängen mit anderen eigentlich die Leinenführigkeit?

    Ich finde gemeinsame Spaziergänge an der Leine prinzipiell eine echt gute Idee, allerdings graut es mir wegen der extremen Aufregung draußen und der nett gesagt mäßigen Leinenführigkeit auch davor. Bisher gab es wenn wir uns mit anderen getroffen haben immer fast ausschließlich Freilauf.

    Machen solche Spaziergänge überhaupt Sinn, wenn die Leinenführigkeit nicht existiert und man dann alle 2 Sekunden stehenbleiben müsste?

    die Vermutung liegt ja vor das Kangal mit drin ist

    Bei der Herkunft und der Fellzeichnung würde ich wenn eher auf Bucovina-Mix tippen.

    Letztendlich ist es aber ja nicht so entscheidend, welcher HSH nun mitgemischt hat.

    Wir waren die ersten Wochen mit unserer Rumänin überhaupt nicht spazieren, sondern waren immer nur so 5-10 Minuten draußen und sind dabei immer denselben Weg auf und ab gegangen.

    Geübt haben wir in der ersten Zeit gar nichts. Wir haben nur Dinge benannt, die sie von sich aus gemacht hat, zB haben wir jedes Mal wenn sie sich irgendwo hingesetzt hat „Sitz“ gesagt. So haben sich die ersten Kommandos ganz nebenbei eingespielt.

    Wenn dein Hund das angestarrt werden, nicht verträgt, ist das für mein Empfinden schon deine Baustelle

    Absolut. Aber wie ändert man das? Wenn jemand Tipps hat, bitte her damit.

    Meist weiche ich wenn möglich großzügig aus bei Hundesichtung, auch absitzen, beobachten (nicht fixieren!) lassen und bei Umorientierung belohnen gehört zu unseren Managementmaßnahmen, aber manchmal geht das halt nicht.

    Angestarrt werden bei kurzer Distanz löst ein in die Leine springen und dabei nach vorn an mir vorbei wollen aus. Was er machen würde, wenn er zu dem anderen Hund gelangen würde, kann ich gar nicht sagen. Er wahrscheinlich auch nicht.. Ich tippe, dass er vor dem anderen aufstampfen und ihn dann abchecken wollen würde. Er will auf jeden Fall nicht spielen.

    Sehr unsichere Hunde tangieren ihn nicht. Wir hatten letztens den Fall, dass ein komplett eskalierender Chi in etwa einem Meter Abstand vorbei ging, wir standen am Rand des Weges - keine Reaktion. Vorgestern kam uns an derselben engen Stelle eine sehr ängstliche TS-Hündin entgegen - keine Reaktion.

    Vorhin nach Monaten mal wieder der Versuch, mal nicht statisch einen anderen Hund zu passieren. Ausweichen war nicht möglich, da es an unserer Seite steil runter ging und hinter uns auch ein Hund kam. Ich nehme ihn also auf die abgewandte Seite, der andere ist gerade vorbei, da entschließt er sich, nach HINTEN zu springen. Dank kurzer Leine kam er aber nicht bis zu dem anderen.

    Ich frage mich, wann wir wohl „einfach“ an fremden Hunden vorbeigehen können :lepra:

    Aber es war generell kein guter Tag. Geduld bereits beim Morgengassi im Minusbereich. Er hat schon gefiept als wir nur aus der Tür waren. Leinenführigkeit natürlich null vorhanden. Ich musste ungefähr alle 3 Meter stehen bleiben. Jedes Stehenbleiben wurde wiederum mit Fiepen quittiert.. :ugly:

    Dabei hatte ich Freitag noch gesagt, dass wir die letzten Wochen echt Fortschritte gemacht haben.

    Schauen wir mal wie es heute wird.

    Wir waren gestern mit beiden Hunden zum Jahrescheck und Impfen. Geimpft wurde 1x SHPPi+L4+T und 1x Pi+L4.

    Alles zusammen hat 134,11 € gekostet. Damit hatte ich auch ungefähr gerechnet.

    Letztes Jahr kosteten der Jahrescheck und Pi/L4 für einen Hund 55,06 €, Check und SHPPiL4 für den anderen Hund 77,62 €.

    Waren zusammen auch schon 132,68 €.