Beiträge von Panini

    Ich wurde bis jetzt bei jedem Tierarzt/Klinik nach dem Status gefragt. Fast sofort immer.

    Ich auch. Unser Haus-Tierarzt hat sogar nach einer Kopie des Laborbefundes für die Patientendatei gefragt, damit das auch für alle Mitarbeiterinnen immer direkt ersichtlich ist und nicht jedes Mal abgefragt werden muss.

    Aber ein Martin Rütter, der das ganz toll findet, obwohl er sonst die Augen verdreht, wenn Hunde über Möbel springen, im Bett schlafen oder das Grundstück verlassen, das ist schon sehr - ungewohnt.

    Das tut er aber gar nicht 🤔

    Ich kann mich u.a. an eine Podcastfolge erinnern, in der er von einem Hausbesuch bei einem älteren Ehepaar erzählte.

    Bei dem Paar lebte ein Pudel (?), der über Tische und Bänke ging und zB bettelnd auf dem Esstisch saß und auch fleißig dort was vom Essen abbekommen hat.

    Die Leute wollten gar nichts ändern und waren mit dem Verhalten des Hundes fein. Der Hausbesuch war ein Geschenk der Kinder des Paares gewesen, da die der Meinung waren, dass das nicht ginge. Dazu sagte MR dann, dass er mit den Eheleuten nett Kaffee getrunken und sich dabei mit ihnen darauf verständigt hätte, dass sie gar nichts ändern müssen, Zitat: „wer bin ich denn, dass ich diesen Leuten sage, dass das nicht sein darf, wenn das für sie und den Hund völlig ok ist und der Hund dadurch auch nicht leidet?“

    Genauso betont er echt regelmäßig, dass es per se erst mal überhaupt kein Problem ist, wenn Hunde auf der Couch oder im Bett schlafen.

    Ich habe noch keinen TA erlebt der auf medizinische Gründe gepocht hat

    Ich auch nicht. Leider. In unserem Bekanntenkreis wurden zuletzt zwei Rüden gechipt, einer war ein Jahr, der andere anderthalb, und einer wurde kastriert (mit 7 Monaten!).

    Drei verschiedene Tierärzte. 2x NRW, 1x Bayern. Keiner davon hat mehr verlangt als die Aussage der Halter "er ist draußen immer so abgelenkt und will alles markieren". Und da ich alle drei Hunde gut kenne, kann ich sagen, dass das auch tatsächlich schon alles war und es also bei keinem davon medizinisch notwendig gewesen wäre.

    Wobei Nando gegenüber anderen Hunden nicht mehr jung wirkt, sondern sehr erwachsen abcheckt. Der macht sich richtig groß, Schwanz hoch und imponiert.

    Ist hier auch schon länger so (letzten Monat ist er 2 geworden). Abchecken wollte er immer schon, das Imponieren, je nach Gegenüber auch mal Drohen, kam dann nur noch oben drauf.

    Im direkten Kontakt ist er total verträglich. Es wird aber immer deutlicher, dass sein Interesse am Spielen dem Interesse am Schnüffeln weicht. Wenn wir mit bekannten Hunden unterwegs sind, rennt er gern noch ein bisschen mit denen, aber viel weniger im Vergleich zu noch vor ein paar Monaten. Der Goldie, mit dem wir Sonntag unterwegs waren, konnte das gar nicht verstehen und hat immer wieder versucht, ein Spiel zu starten - trotz dass der „schon“ 2,5 Jahre ist.

    Mir gefällt diese ernstere Art ja sehr gut.

    Wir üben mal wieder Ruhe, klappt so mal gar nicht *seufz*

    Im Moment habe ich nicht das Gefühl, dass wir hier vorran kommen.

    Kenne ich gut! Wir üben das seit 2 Jahren. Ständig. Das Training kommt mir echt zu den Ohren raus. Und trotzdem fiept er nach wie vor sobald wir länger als ein paar Sekunden stehen bleiben, einfach weil er weiter möchte. In fremder Umgebung besonders ausdauernd.

    Sobald das Gartentor hinter uns zu geht ist er dann ein anderer Hund. Sofort tiefenentspannt. Im Haus sowieso. Auch in „fremden“ Häusern. Cafés und Restaurants sind auch kein Problem. Aber draußen.. schwierig. Es macht für ihn einfach keinen Sinn, da runter zu fahren.

    Aber heute war ich wieder extrem stolz. Wir waren mit Freunden und ihrem Golden Retriever, ein halbes Jahr älter als Brodie, spazieren und anschließend bei ihnen zu Hause.

    Brodie hat sich sofort hingelegt und geschlafen, obwohl er vorher noch nie dort war :applaus:

    Der Goldie dagegen kam gar nicht zur Ruhe. Aber Retriever zeigen das halt anders.. er war die ganze Zeit stumm dabei, das fällt natürlich gerade draußen weniger auf.

    Man müsste nachzählen und mit den Quoten der Tierheime vergleichen. Eventuell ist das ja (leider) ein ganz normales Verhältnis von Erfolgs- zu Misserfolgsstory?

    Hier wird aber nicht der Durchschnitt der TH vermittelt, sondern Kanidaten die als schwer Vermittelbar gelten (aus unterschiedlichen Gründen).

    Mich wundert der hohe Anteil an Ruckläufern nicht. Ich hab schon erlebt dass Hunde die weniger Baustellen hatten schnell zurück gegeben werden.

    Was auch noch dazu kommt: Teils wurden die Hunde als weniger problematisch vorgestellt als sie es am Ende waren.

    Bei Flecki, weiß ich noch weil der optisch voll mein Beuteschema ist, hieß es in der Vorstellung nur, dass er etwas unsicher ist, wegen Jagdtrieb nicht zu Katzen soll und sich keiner erklären kann, wieso der seit 2 Jahren übersehen wird. Von den Baustellen keine Rede (gut, manche hat er dann auch erst im neuen zu Hause gezeigt).

    Leute, die ihn angucken, letztens eine Joggerin, die an der Ampel auf der Stelle lief und dabei mit den Armen ruderte, ja die war sehr gruselig.

    Sowas ist meinem wiederum total egal. Gruselig findet er eigentlich gar nichts und laut ist er auch nicht, aber dafür beherrscht er Frustfiepen in Perfektion :ugly: .

    Bei uns sind der Knackpunkt hauptsächlich Gerüche, denen er gern - in seinem Tempo, und das ist ein Mix aus schnellem Trab und Steh xD - nachgehen möchte, aber an der Leine eben nicht kann. Auf Waldwegen ist die Leinenführigkeit daher deutlich schlechter als an der Straße.