Beiträge von Panini

    6x Glück? Wenn ich mal sonst soviel davon hätte :smiling_face_with_sunglasses:

    Edit. Und es sind ja nicht nur meine Rüden. Es gibt ja auch all die Züchter und Deckrüdenbesitzer die unkastrierte Rüden mit regelmäßigem Kontakt zu heißen Hündinnen haben und zudem auch noch wissen wie es geht davon hab ich in den letzten Jahrzehnten auch genug getroffen. Da sagten mir die Besitzer immer "er weiß genau wann er darf und wann nicht " Also ich denk mir das ja nicht aus.

    Meine Eltern haben derzeit den 5. Hund. Mit keinem dieser Hunde wurde je irgendetwas geübt. Alleinbleiben zB konnte trotzdem jeder davon. Ist das nun Können oder hat man manchmal vielleicht wirklich einfach nur Glück?

    Und ich weiß mittlerweile von dem ein oder anderen Züchter, dessen Rüden durchaus echt Stress haben, wenn die Hündinnen im selben Haushalt läufig sind. Das erzählt nur in der Regel erst mal keiner.

    Die letzte Aussage verstehe ich nicht.. Ein Rüde merkt ja auch am Verhalten der Hündin, ob er „darf“ oder nicht (den einen beeindruckt das dann mehr, den anderen eher weniger - und als Besitzer hat man es mit 8 Kilo Hund im Zweifelsfall dann leichter als mit 28 Kilo.)

    Wir kommen in unserem Alltag einer läufigen Hündin aber gar nicht so nah, dass es zu solchen Lernerfahrungen überhaupt kommen könnte :ka:

    Hier heißt es ja immer "das müssen junge Rüden lernen"...ja aber wie?!

    Das frage ich mich auch! Wir sind in keiner Hundeschulgruppe und im Familien- und Freundeskreis gibt es nur Rüden. Unsere eigene Hündin ist kastriert. Hier in der Nachbarschaft wohnen auch nur Rüden und eine Hündin - ebenfalls kastriert. Vielleicht eine Kleinanzeige: „Läufige Hündinnen zum Abhärten meines Rüden gesucht“ - die Resonanz wär sicher riesig xD

    Hier war es heute auch mal wieder so weit. Auf dem Heimweg in einen Weg eingebogen, zack, Gehirn aus, wie ein Jagdhund durchgehend mit der Nase am Boden, ab und an leises Fiepen, Stressfalte. Bei Ansprache hat er sich zwar umgedreht und auch Futter genommen, konnte sich aber nicht länger als ein paar Sekunden konzentrieren. Zu Hause kam er nach ein paar Minuten hecheln dann wieder runter.

    Dasselbe Spiel hatten wir vor ein paar Wochen schon einmal, nur deutlich heftiger. Da war er gar nicht ansprechbar und viel länger gestresst.

    Vielleicht ist das also schon eine Lernkurve? Ich setze erst mal auf einen Lerneffekt durch die Wiederholungen, auch wenn sie unregelmäßig und selten sind, und viel Verständnis.

    Was aber geht, ist den Hund durch einen aversiven Reiz so zu hemmen, dass auch die Aufregung in Folge sinkt. Das geht mit einigen Hundetypen super (Gebrauchshunde z.B.)

    Die Trainerin hat zufällig zwei DSH und einen Mali :tropf:

    Ich denke dass der Aufbau falsch war. Es war ein dreistündiges „Intensivcoaching“ da sie von weiter weg kam, und vorab sagte sie „wenn ich wieder fahre, ist nicht mehr nur einer deiner beiden Hunde leinenführig und du kannst entspannt spazieren gehen“ - dieses Versprechen wollte sie wohl unbedingt halten :ugly: Und so haben wir als sie da war nach einem Gespräch im Haus die Schreckreize direkt draußen bei hoher Aufregung platziert.

    Sie hatte vorher erklärt, dass es 3 Stufen gäbe (ansprechen, warnen, korrigieren) und je nach Erregungshöhe müsste man direkt Stufe 3 anwenden. Bedeutete konkret, als er - war Zufall - draußen einen fremden Hund sah und sich aufregen wollte (er fährt wirklich schnell hoch), sollte ich sofort mit der Rappeldose die Aufregung unterbrechen. Weil Stufe 1 und 2 da eben nicht ausreichen. Gesagt getan. Und mein Hund war ruhig und ignorierte den anderen Hund. Ich war fasziniert, das hatte ich nicht für möglich gehalten.. gab dann noch ein paar ähnliche Übungen und als die Trainerin fuhr, konnte ich tatsächlich entspannt mit beiden Hunden gehen.

    Aber 3 Tage später hat ihn die Rappeldose bei Fremdhundesichtung eben schon nicht mehr interessiert und wir waren da wo wir vorher waren. Nur 300€ ärmer :rollsmile:

    Wenn die Aufregung zu sehr hoch geht korrigiere ich ja allein schon die Aufregung an sich

    Deine Erklärung an sich find ich sehr gut. Mich würde aber noch interessieren, wie diese Korrektur aussieht bzw. aussehen kann? Mir wurde ja mal von einer Trainerin dazu geraten, die Aufregung durch Schreckreize zu unterbrechen (Rappeldose, Lederleine auf den Boden knallen, in die Hände klatschen etc.). Das hat meinen Hund nur nach 3 Tagen nicht mehr interessiert 🤔

    Was wären die anderen Optionen gewesen?

    - Warten, bis sie sich selbst umorientiert.

    - ...

    Ist jetzt zwar nicht ganz vergleichbar, weil es nicht um Wild geht, aber: Auf unaufgeforderte Umorientierung bei einem wirklich spannenden Reiz (= in unserem Fall fremder, ebenfalls angeleinter Rüde in kurzer Distanz, der ihn fixiert) kann ich warten bis ich schwarz werde - und ggf. entscheidet er sich dann auch noch fürs Pöbeln statt fürs Umorientieren :ugly:

    Ernsthaft, das üben wir jetzt seit 2 Jahren, aber er wendet sich oft einfach nicht ab, bevor der Hund wirklich weit weg ist. Und wenn der andere Hund genauso spannig ist, hat man den Salat.

    Deswegen spreche ich ihn an, wenn ich meine, dass Gehör und Gehirn empfänglich sein müssten, und lobe im Fall der Umorientierung dann überschwänglich. Klappt aber nicht immer. Wenn ich nicht riskieren möchte, dass er ggf. doch pöbelt und nach vorn geht, muss ich ihn dann "mitnehmen", schön formuliert für umdrehen und vom Reiz weggehen.

    Allerdings findet Koda eben vieles andere Spannender (oder gruseliger, jedenfalls als er jünger war) und hat mir schon zweimal Radfahrer gestellt und verbellt (die hat er dank Vollmontur nicht als Mensch erkannt... )

    Versteh ich! Da gäb es bei mir dann auch weniger Freiheit.

    Brodie sind solche Dinge zum Glück einfach egal. Sogar wenn Radfahrer plötzlich ohne zu klingeln von hinten an uns vorbeirauschen ( :roll: ) bleibt er völlig unbeeindruckt.

    Hunde sind noch sehr spannend, aber auch da gibt es plötzlich riesen Fortschritte. Letzte Woche der Härtetest: Er ist mit einem Hundekumpel über den Weg getobt und um die Kurve kam ein Paar mit freilaufendem Boxer. Unsere sind stehen geblieben, haben zu uns geschaut und sind auf den Abruf dann auch sofort gekommen. Hätte ich vor wenigen Monaten noch für unmöglich gehalten.

    Ich oute mich mal: Kalle läuft auch um Kurven vor und ich lasse ihn tatsächlich auch einfach.. ohne dagegen zu trainieren.

    Ist hier auch so. Ich hab - natürlich auf Trainerrat hin - ewig versucht, dagegen an zu trainieren und damit uns beide total gestresst. Hier ist es super kurvig und bergig, ich war ständig nur am Ranrufen, anleinen, vorgehen, wieder ableinen….. und gebracht hat es nichts. Dasselbe gilt für den Radius. Gefühlt Jahre hab ich mit dem vergeblichen Versuch verbracht, ihm einen kleinen Radius (zwischen 10 und 30 Meter sind sein Wohlfühlradius, unter 10 Meter - also nix - war das Ziel) anzugewöhnen. Bei einem Hund einer Rasse, die ursprünglich auf Distanz mit dem Menschen arbeiten sollte..

    Irgendwann hab ich mich gefragt, ob das für unseren Alltag wirklich so wichtig ist, denn wir treffen eher selten andere Spaziergänger (und mittlerweile kommt er eh schon von selbst zu mir und sortiert sich rechts ein) und er ist super abrufbar. Und beschlossen, dass ich in diese Dinge keine Energie mehr reinstecke.