Beiträge von Phonhaus

    Ich hab irgendwo mal mitgenommen: „Fake it till you make it.“ Nicht um den Hund zu täuschen :smile:, sondern weil sich das Verhalten über den Körper auf die Emotionen auswirkt.

    Da gibts einige Stellschrauben: Aufrecht entspannten Stand und Gang üben (da gibts bestimmt auch Kurse). Atemübungen für physiologisch korrekte Atmung und immer, immer wieder gucken, wie man atmet, bis es in Fleisch und Blut übergegangen ist und der leidige Hang zum Baucheinziehen überwunden ist. Entspannungsübungen, je nachdem, was einem liegt (Yoga, Meditation, PME, Traumreisen …). Alles, was hilft, den Körper zu lockern und die Durchblutung zu fördern.

    Vorm Gassigang einen kurzen mentalen Ganz durch den eigenen Körper: „Bin ich locker, was macht meine Stimmung, ist mein Magen angenehm gefüllt, habe ich genug getrunken (aber nicht so viel, dass die Blase die nächste Stunde Stress macht). Sitzt der BH richtig, ist die Hose locker und kniept und kneift auch sonstwo nix. Bin ich dem Wetter angepasst angezogen, sind die Schuhe richtig gebunden, sitzt der Rucksack gut, hab ich keinen mir unangenehmen Geruch an mir …

    Und manchmal mogel ich einfach auch. Ich hab Stadtstress, meine Hündin auch. Sie kommt trotzdem immer wieder mal mit, damit sie es, falls es aus einem Notfall heraus mal nötig ist, auch kann. An Tagen, an denen ich das nicht abschütteln kann, gebe ich sie durchaus auch mal meinem Mann. An Tagen, an denen ich mit mir selbst gar nix anfangen kann, lasse ich auch alle Ausbildungsversuche mit den Hunden :smile:, da gehts dann nur stump simple Runden, die keinen von uns fordern.

    Ging es euch eigentlich auch so schwer, euch zu entscheiden? Oder mache ich es mir vielleicht zu kompliziert? Ich habe das Gefühl, ich überlege in alle Richtungen, weil ich einfach nichts falsch machen will.

    Mich würde auch interessieren, was für Beschäftigungen deinen Hunden am meisten Spaß gemacht haben. Gab es da große Unterschiede? Ich finde es immer spannend, wie individuell sie alle sind!

    Wir haben als bisher ersten Rassehund ja das, was Du nicht willst :lol: Nein, die Entscheidung war nicht schwer. Ich bin aber optisch auch nicht festgelegt und der Mann mag die Optik von Pudeln.

    Ich habe eine ganze Reihe von Kriterien, die für mich Ausschluss sind. Dazu gehören alles ausgewiesenen Sport- und Arbeitsrassen, auf deren Fähigkeiten ich nicht zugreifen möchte. Damit fällt schon einmal ein ziemlicher Teil an Rassen weg. Keine Qualzucht (und bin prompt mit dem Pudel doch in der Qualzucht-Debatte gelandet :ugly:).

    Und zu unserer Angsthündin haben wir einen freundlichen Bund gesucht, der sie nicht unterbuttert, aber sich auch nicht allzu sehr anstecken lässt. Mir wäre eher ein Terrier vorgeschwebt, aber Mann war dran mit Aussuchen und er hat goldrichtig für unsere Bedürfnisse gegriffen :smile:

    Ich weiß jetzt nicht, wie eilig Ihr es habt. Vielleicht wären ein paar Besuche auf Ausstellungen oder Messen was für Euch, wo Ihr mehrere Rassen sehen und Euch mit den Züchtern austauschen könntet?

    Ah, okay, dann habe ich das missverstanden, sorry.

    Ich bin ja wirklich heilfroh, dass ich nicht in der Stadt wohne und dank HO auch nicht mehr pendeln muss. So ein überfüllter Stadtpark wäre für meine Nerven genauso wenig was wie für Lillys Nerven :lol:

    Aber eine Freilaufzone, bei der sich Leute belästigt fühlen, wenn sie das Spiel (oder Ähnliches) ihrer Hunde kurz unterbrechen müssten für einen Hund, der keinen Kontakt will: Das wäre für mich dann auch keine Alternative, bei der ich mich wohlfühlen würde. Ich würds wohl um des Freilaufs willen hinnehmen, weil meine Hunde es können, aber schön wäre für mich was Anderes.

    Nein. Ich würde gerne eine Hundefreilaufzone nutzen wollen. In der jeder! auf seinen eigenen Hund achtet und in der meine Hunde nicht unabgesprochen belästigt werden.

    Mir gings um den angedeuteten Kern der Argumentation, dass jemand, der seinen Hund gut erzieht, in Hannover doch die Möglichkeit hat, außerhalb der Hundezonen Freilauf zu bieten. Bzw. dass man einem Hund nur dann Freilauf ermöglichen sollte, wenn er durch eine BH kommen würde. Lilly z. B. ist sehr folgsam, belästigt niemanden. Aber die konzentrierte Aufmerksamkeit bei einer Prüfung wäre für sie reine Folter. Ältere Hunde, Hunde mit Handicap haben es da auch nicht so einfach. Kann eine ganze Reihe von Gründen neben mangelndem Gehorsam des Hunds oder mangelnder Kompetenz als Halter haben, dass man auf eine BH verzichtet.

    Hmh. Von den fünf Hunden, die ich bisher hatte, hätten drei mit dem Programm viel Spaß gehabt. Herkunft einmal Tierheim, einmal Ups und einmal Züchter.

    Ja, wenn man den Hund schon einschätzen kann, hat man ein wenig mehr Sicherheit. Sehe da aber keinen Hinderungsgrund für einen Welpen passender Rasse vom Züchter, den man an diese Beschäftigung heranführt :ka:

    Ja, der Hund wird auch was Anderes brauchen, Gänge mit der Gelegenheit zum hundegerechtem Stromen und Erkunden. Lese hier aber auch nicht, dass der TE das nicht bieten möchte.

    Mit Zweien meiner Hunde wäre es gar nicht gegangen, die hätten gefordert, dass man sein Leben da anpasst (war aber im Vorfeld bekannt). Das Risiko geht man nunmal ein, wenn man sich ein Lebewesen anschafft. Man kann es minimieren, aber nicht ausschließen, das sollte man sich halt klarmacheb

    Zu obigem Beitrag noch:

    Ich lese hier raus, dass die Hundezonen/Freilaufflächen zumindest hier so konzipiert und gedacht, dass man darin mit Begegnungen mit anderen Hunden rechnen sollte, denn ansonsten müssten ja läufige Hündinnen und unverträgliche Hunde diese nicht meiden müssen.

    Gleichzeitig lese ich heraus, dass man auf bestimmte Regeln zu achten hat, aber nicht unbedingt, dass man jeden Kontakt erst einmal explizit abzusprechen hat. Also tatsächlich eher als "Begegnungszone für Hunde", wo man voraussetzt, dass die Hunde sozialverträglich, soweit gesund, nicht läufig etc. sind und grundsätzlich in den Kontakt dürfen.

    Das wäre jetzt meine Interpretation zu den hiesigen Hundefreilaufflächen, die explizit als solche gekennzeichnet sind.

    Und das könnte ich dann gut nachvollziehen, wenn es neben dieser Flächen auch genug andere Flächen in gut erreichbarer Nähe gibt, die Hundehalter auch mit unverträglichen/kranken/alten/ängstlichen/läufigen Hunden gibt, in denen Freilauf möglich ist.

    Gibt es die: Okay, dann kann man sich bedarfsentsprechend anpassen, dann sollte das im Interesse des eigenen und anderen Hunds auch jeder tun.

    Gibt es die nicht, dann würde man letztlich diese ganzen Gruppen Hunde von Freilaufmöglichkeiten ausschließen. Wenn! und weil! man an die Freilaufzone den Anspruch hat, seinen Hund dort nicht verlässlich kontrollieren können zu müssen. Also lieber eine ganze Reihe Hunde vom Freilauf ausschließen, als ein wenig Arbeit in die Erziehung des eigenen („unproblematischen“) Hunds zu investieren?

    Kann ich nicht nachvollziehen. Und bin heilfroh, dass mir - als Besitzerin zweier „unproblematischer“ Hunde - Menschen mit diesem Anspruch mir hier in natura echt selten begegnen. Ehrlich, da sind mir Begegnungen mit Menschen, die zwar problematische Hunde haben, diese aber vernünftig erziehen oder sichern, in der Begegnung tausend Mal lieber.

    Zumal es ja auch ganz offenkundig völlig unterschiedliche Einschätzungen gibt, was nun problematisches und was unproblematisches Verhalten ist.