Ich hab irgendwo mal mitgenommen: „Fake it till you make it.“ Nicht um den Hund zu täuschen
, sondern weil sich das Verhalten über den Körper auf die Emotionen auswirkt.
Da gibts einige Stellschrauben: Aufrecht entspannten Stand und Gang üben (da gibts bestimmt auch Kurse). Atemübungen für physiologisch korrekte Atmung und immer, immer wieder gucken, wie man atmet, bis es in Fleisch und Blut übergegangen ist und der leidige Hang zum Baucheinziehen überwunden ist. Entspannungsübungen, je nachdem, was einem liegt (Yoga, Meditation, PME, Traumreisen …). Alles, was hilft, den Körper zu lockern und die Durchblutung zu fördern.
Vorm Gassigang einen kurzen mentalen Ganz durch den eigenen Körper: „Bin ich locker, was macht meine Stimmung, ist mein Magen angenehm gefüllt, habe ich genug getrunken (aber nicht so viel, dass die Blase die nächste Stunde Stress macht). Sitzt der BH richtig, ist die Hose locker und kniept und kneift auch sonstwo nix. Bin ich dem Wetter angepasst angezogen, sind die Schuhe richtig gebunden, sitzt der Rucksack gut, hab ich keinen mir unangenehmen Geruch an mir …
Und manchmal mogel ich einfach auch. Ich hab Stadtstress, meine Hündin auch. Sie kommt trotzdem immer wieder mal mit, damit sie es, falls es aus einem Notfall heraus mal nötig ist, auch kann. An Tagen, an denen ich das nicht abschütteln kann, gebe ich sie durchaus auch mal meinem Mann. An Tagen, an denen ich mit mir selbst gar nix anfangen kann, lasse ich auch alle Ausbildungsversuche mit den Hunden
, da gehts dann nur stump simple Runden, die keinen von uns fordern.