Ich würde nicht von einem „Hauptproblem mit Frustrationstoleranz und Impulskontrolle“ sprechen, wenn sich ein etwas über 6 Monate alter junger Pudel in Gegenwart anderer Hunde noch nicht so gut beherrschen kann. Würde da auch eher etwas langsamer machen, die wird schon schnell genug erwachsen.
Da hast du wahrscheinlich recht. Ich bin auch der manchmal der schnell niedergeschlagene Typ, wenn irgendwas nicht funktioniert. Dazu muss man sagen ich trainiere mich da selbst zum Sonnenschein bei den Runden draußen. Als grantiger Ur-Berliner ist das eine meiner größten Herausforderungen, die ich aber ziemlich gut meistere. So gesehen macht mich Pudelchen zu einem entspannteren Menschen im großen und ganzen.
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Bist Du Ersthundehalter*in? Ich war zwar keine Ersthundehalterin, als ich meinen ersten Welpen hatte, aber das erste Mal mit ausgeprägten Erziehungsambitionen unterwegs. Und gerade im Hundeschulkontext sehr, sehr ehrgeizig. Da spielte auch die Gruppendynamik keine unwesentliche Rolle.
Tut mir im Nachhinein ein wenig Leid. Sie sind so kurz so jung und albern. Wäre ich lockerer gewesen, dann hätte ich diese Zeit mit ihr viel mehr genießen können. Wir haben dann noch gut die Kurve gekriegt - meine alte Dame war aber auch super darin, mich auszubremsen
- aber ich hätte mir leichter getan.
An Deiner Stelle würde ich jetzt noch viel, viel mehr Zeit in Beziehung und Spaß haben investieren, als in Erziehung. Klar, die Zeit ist auch super für die Basics. Aber wenn was echt längerer Krampf wird, dann würde ich das einfach abbrechen und mir was Anderes suchen, was Spaß macht
. Gerade bei einer eigentlich so kooperativen Rasse.
Wenn Dein Pudelchen so ist wie meins, dann ist Aufregung ein Thema, ja. Aber mit dem Älterwerden bekommen die auch mehr Kapazität dafür, das zu regulieren. Bei dem geschilderten Social Walk mit Überholungstraining (was aus meiner Sicht dann auch kein „Walk“ mehr ist, sondern Training pur, und zwar sehr anstrengendes Training) würde ich tatsächlich meine Erwartungen etwas runterregulieren ![]()
Gabs da denn auch die Möglichkeit zum Toben, Spielen oder Rennen?
Momo hat voll davon profitiert, dass Ronja mich so gut erzogen hat, mit ihr war ich mehr als Laissez Faire
Und sie ist für unsere Bedürfnisse hier trotzdem sehr brauchbar geworden, auch was Aufregung angeht. Sogar, wenn Nachbars Geflügel wieder streunen geht.