Streitet hier doch keiner ab. Hier in dieser speziellen Nebendiskussion gings nur darum, dass (als rethorische Frage) in den Raum gestellt wurde, dass eine erste „süß findende“ Reaktion auf übertypisiertes Kindchenschema (im Wissen um die Folgen fürs Tier) pathologisch bzw. behandlungsbedürftig sei.
1. Nein, so simpel funktioniert Psychologie nicht.
2. Docken solche Bemerkungen - vermutlich völlig unbeabsichtigt, aber sie tun es halt - an ein leider immer noch vorhandenes gesellschaftliches Klima der Verharmlosung bzw. moralischer Stigmatisierung tatsächlich behandlungsbedürftiger psychischer Leiden an.
Dass zwischen „süß Finden“ und „Entscheidung zum Kauf“ idealerweise noch eine ganze Reihe weiterer Faktoren betrachtet werden, streitet auch keiner ab. Aber auch hier gilt: Simpel gehaltene und rein auf den eigenen Vorteil - und mit fremdem Leid behaftete - Kaufentscheidungen sind weder selten beim Menschen noch auf den Bereich Qualzucht beschränkt.