Hi,
ich hoffe, Ihr lest noch mit und seid nicht erschreckt schon wieder abgedampft
Euer Thread hat mit einer kleinen Verwechslung gestartet, die aber sehr, sehr, sehr häufig und Euch gar nicht vorzuwerfen ist: Ihr seid sehr sportliche und aktive Menschen. Aber für das Pensum, das Ihr beschreibt, braucht Ihr keinen sportlichen Hund (die stecken uns nämlich locker in die Taschen). Und schon gar keinen Arbeitsspezialisten.
Ein robuster Allrounder, der bei guter Erziehung jeden Sch... mitmacht und sowohl Trubel als auch mal Leerlauf vertragen kann, ohne nervlich gleich wegzuknicken oder hohlzudrehen, ist das, was Ihr bei Eurem outdoor Lebensstil eher gebrauchen könnt. Leichter und funktional gebaut und gesund, damit er auch längere Strecken und unterschiedliche Geschwindigkeiten gut vertragen kann. Wenig bzw. kompensierbarer Jagdtrieb, damit er auch ein angenehmer Rad- und Joggingbegleiter ist. Wenn Eure Hobbies mit Einkehr und vielen Menschen verbunden sind, sollte eine Bereitschaft zur Toleranz gegenüber Mensch und Hund da sein. Und die Bereitschaft, „Anfängerfehler“ zu verzeihen.
Wenn Ihr konsequent und bereit seid, etwas Arbeit und eigenes Lernen in die Erziehung zu investieren, wäre ich neben den üblichen Begleithunden z. B. auch bei einem der gemäßigten Terrier wie Cairn oder Wheaten.
Wichtig ist halt auch, dass Ihr Euch die ursprüngliche Verwendung einer Rasse anschaut und was dafür für Fähigkeiten gebraucht werden. Der Husky war ein eigenständiger Jäger. Unpraktisch, wenn man den Hund auch an wildreichen Feldern gut neben dem Rad herlaufen lassen möchte. Der Aussie hatte draußen den Job, hütend und durchaus auch griffig für Ordnung im Trubel zu sorgen. Das ist in einer Menschenmenge nun nicht unbedingt angesagt. Retriever sind da von der ursprünglichen Verwendung her unkomplizierter, hatten aber leider das Pech, zu Modehunden zu werden. Da muss man schon sorgfältig gucken, welchen Züchter man nimmt.