Beiträge von Phonhaus

    So ganz OT sehe ich das Thema nicht :smile: Geht ja auch um die Frage, ob viele Hunde wieder abgegeben werden müssen, weil die Zeit fehlt, sollte sich das Rad wieder zurückdrehen. Und das bezweifle ich im Moment.

    Mit den großen Orgas für Auslandstierschutz fehlt mir die Erfahrung. Die Kleinen (die auch selbst fahren) waren durch Corona tatsächlich in ihren Möglichkeiten eingeschränkt.

    Wir haben aber tatsächlich ein sehr großes Tierheim mit dem Schwerpunkt Auslandshunde in der Nähe (hat sich dadurch ergeben, dass mehrere Kommunen zu einem günstigerem Anbieter gewechselt sind. Der allerdings aber auch nur Fund- und keine Abgabetiere aufnimmt. Thema für sich). Riesenfluktuation sehr ich da zumindest auf der Website nicht, wobei das Nette, Unkomplizierte da auch nicht landet.

    Schlägt sich allerdings nicht merkbar bei den Neuhunden hier nieder, ich kenne hier gerade noch 2 Leute mit nem Mischling aus Osteuropa.

    Ok. Heißt, der Hund kennt es bei Euch nicht anders, als dass Ihr rund um die Uhr zusammen seid.

    An dem Thema solltet Ihr nicht nur wegen des Besuchs arbeiten. Da gehts auch darum, dass Ihr Euch abgrenzt. Und dem Hund Grenzen und Strukturen zuweist, innerhalb derer er agieren kann und darf. Das ist ja nicht nur Reglementierung, sondern auch Sicherheit für den Hund. Und es ist ganz, ganz wichtig, dass er lernt, Grenzen von Euch und „Arbeitsteilung“ zu akzeptieren.

    Im Augenblick hat er keine für ihn verständliche Anleitung, was in Eurem Gefüge sein Job und sein Platz ist. Kein Vorwurf, sowas muss sich erstmal einpendeln, das ist normal. Nur greift der Hund dafür dann halt auf seine eigenen Ressourcen zurück, auf das Verhalten, das genetisch verankert ist und das, was er gelernt hat (Wachsamkeit, Kontrolle). Und da ist dann wieder der Punkt, dass das einfach nicht mit dem zusammenpasst, was Ihr von Eurem Hund erwartet (entspanntes, lockeres Miteinander).

    Und es gibt Hunde (ich vermute sogar mal, dass es gar nicht so wenige sind) die Auszeiten von ihren Menschen dringend brauchen. Zur Entlastung ihres Nervenkostüms und um die ganzen Reize verarbeiten zu können, die hier so auf sie einprasseln. Das können/machen viele aber nicht von selbst, da fehlt der „zugewiesene Platz“. Meine Auslandshündin (anderer Fall, die hat einen Deprivationsschaden, ist aber nicht territorial) musste auch erst lernen, dass sie das kann und darf und mir nicht ständig an den Hacken kleben bleiben muss. Wenn die untertags in Ruhe schlafen möchte, ist sie nicht im gleichen Raum wie wir. Das ist für den Mann hier auch schwer zu verknusen, hatte er sich anders vorgestellt. Aber sie hat nun einmal ihre eigene Geschichte.

    Donna63

    Einen guten Artikel dazu findest Du bei haufe.de:

    Haufe.de - Arbeitsrecht

    Bei uns wurde durch Corona mobiles Arbeiten in Bereichen ermöglicht, in denen man vorher nicht im Traum daran gedacht hat. Das ging dann so zackig, dass es schon eine logistische Meisterleistung war, genug Endgeräte zur Verfügung zu stellen.

    In der Zwischenzeit gibts durchaus die Erwartung aus der Belegschaft, dass da nachgelegt und verbessert wird. Da nun aber noch nix tariflich geregelt ist, wird das ein Aushandlungsprozess zwischen AG und Arbeitnehmervertretung. Ich bin mal gespannt. Denn unterm Strich wollen ja die meisten die Möglichkeit fürs Work from Home behalten, egal wie.

    Ich musste mir tatsächlich auf eigene Kosten neues Equipment zulegen, weil ich gerade ein halbes Jahr vorher den alten Schreibtisch verschrottet hatte wg. „Brauch ich eh nicht mehr“. Das ist ziemlich zusammengestöppelt, aber mir gefällts tatsächlich auch genau so. Wir haben eine freiwillige Pauschale bekommen, die die Kosten nicht im Ansatz gedeckt hat, aber das war mir größtenteils wurscht.

    Ich würde mich natürlich nicht beschweren, wenn ich AG-seitig einen hochkarätigen Stuhl zur Verfügung gestellt bekomme. Aber lieber ohne und ich kann von der Wohnung aus arbeiten, wo und wie ich mag. Und wenns das Bett ist.

    Ich arbeite jetzt seit dem 24.03. im Work from Home (Home Office dürfen wir offiziell nucht mehr sagen). Teilzeit, wohlgemerkt. Aber da ich täglich etwa dreieinhalb Stunden unterwegs war springt doch ne ganze Menge mehr Zeit für die Hunde mit raus.

    Wenn ich mal länger am Rechner sitze, gehe ich halt in der Mittagspause und mache die etwas länger. Ich denke, dass sich da auch die Toleranzen beim AG steigern werden für Modelle, bei denen man z. B. 4 Stunden morgens und 3 Stunden abends arbeiten kann. Den Hunden ist das egal, ob ich daheim bin und arbeite oder daheim bin und ein Buch lese, die freuen sich darüber, dass ich da bin. Summa summarum ist das Work from Home meiner Erfahrung nach schon ein echter Gewinn für die Hunde.

    Bei uns ist eine Höchstanwesenheit von 20% im Büro angeordnet. Sprich: Aktuell kann nicht mal jeder zurück ins Büro, der das eigentlich gerne möchte. Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass dieses Rad in absehbarer Zeit völlig zurück gedreht wird. Die Tür ist offen und ich glaube und hoffe, dass sich zumindest da, wo eh virtuell gearbeitet wird und die Leute eine akzeptable Motivation haben, dauerhaft neue Arbeitsmodelle bilden werden.

    Eine verlässliche vergleichende Produktivitätsauswertung fehlt noch. Aber die Gesundheitsquote ist drastisch gestiegen, roundabout 15%. Muss natürlich längerfristig überprüft werden, ob das mit Gewöhnung sich auch wieder nivelliert. Aber momentan sehe ich starke Argumente dafür, Work from Home als Bestandteil des Lebens einzuplanen.

    Guck doch mal hier vorbei:

    Club der (Hunde-)Altenpfleger/Altenpflegerinnen 3

    Das ist der Nachteil des Internets - so etwas ist und bleibt öffentlich :smile:. Und - naja - glücklich fand ich das nun echt auch nicht. Schön, wenn Du das heute ähnlich sehen solltest.

    Ist mMn aber was Anderes als das Thema hier, denn hier gehts ja insgesamt nur um Mutmaßungen, von Anfang an. Wenn den dafür ein Raum geschaffen wurde, dann sollte mans mMn nicht Einzelnen zum Vorwurf machen.

    Ich versteh hier gerade eins nicht: Der ganze Thread beruht doch einzig und alle auf Mutmaßungen darüber, warum andere Leuts - in deren Köpfe und vollständiges Leben man nicht gucken kann - sich ihre Hunde angeschafft haben und was mit denen passieren wird. Mit dem Titel angefangen. Und bei sowas urteilt logischerweise jeder von seiner eigenen Nase aus und mit dem, was er von seiner Umgebung hält. Signifikantes Zahlenmaterial dazu gibts ja frühestens im Verlauf der ersten Hälfte des nächsten Jahrs.

    Insofern finde ich die Beiträge von @llord dazu auch nicht ungewöhnlicher oder hinterfragbarer als viele andere hier :ka:

    Ah, ok. Nun, ich hab einen Angsthund. Wir arbeiten über viel Struktur im Tagesablauf, Sicherheit geben und Selbstvertrauen aufbauende Tätigkeiten, Lob und Kommunikation, viel Schlaf und Ruhe. Neue Situationen werden möglichst behutsam aufgebaut, nach sehr reizhaltigen Situationen gibts idealerweise erstmal eine Möglichkeit zum Rennen und dann wieder viel, viel Schlaf und Ruhe. Und dann Gewöhnung durch Wiederholung.

    Sie hat sichere Plätze in der Wohnung. Ich halte es da, wo sie ist, eher warm. Gleichzeitig lernt sie, sich a; uns zu orientieren. An Silvester ist es hier dunkel. Und bei manchen Gelegenheiten - wenn es windet z. B. - dann ist die Angst einfach da, dann haben wir ein Auge darauf, dass es nicht überhand nimmt und sie nicht mehr in den Paniktunnel fällt. Im schlimmen Fall halt, indem ich neben ihr auf dem Boden sitze und einfach nur Nähe anbiete.

    Wir hatten Zylkene und CBD-Öl über mehrere Monate, das hat aber nicht viel gebracht.

    Bei Deinem Fall sehe ich galt das Problem, dass die genaue Ursache noch nicht bekannt ist. Und das macht es schwer, rat zu geben. Wenns an grundsätzlicher nervlicher Überreiztheit liegt, dann könnte eine Mischung aus artgerechter Beschäftigung, Desensibilisierung und Ruhetraining helfen. Und das Training von Impulskontrolle und Frustrationstoleranz.

    Wenns eine Verhaltensfolge aufgrund schlechter Erfahrungen ist, dann würde ich eher versuchen, die entsprechenden Situationen so positiv wie möglich zu belegen. Gekoppelt mit dem Aufbau von viel Sicherheit und Vertrauen als als Basis.

    Wenn das Ganze von einer organischen Störung kommt oder verstärkt wird, dann würde ich medizinisch dagegen vorgehen. Es gibt auch medizinische Maßnahmen bei Ängsten, aber das müsstet Ihr mit einem Verhaltenstierarzt klären.

    Und eine Kombi aus Allem kanns natürlich auch sein. Deshalb wäre mein erster Weg zum Tierarzt. Denn die Gesundheit ist die Grundlage für Training bzw. müsste es der Gesundheit angepasst werden.

    Hier lese ich einfach viel zu wenig raus, was wirklich einen konkreten Hinweis gibt. Habt Ihr mal einen Trainer über das Verhalten gucken lassen?