Beiträge von Phonhaus

    Hmh. Mir waren bei den ganz wenigen Begegnungen die Aussies bisher lieber, die waren nicht so komplett weggebeamt/hysterisch um schnappend. Da kam der Anschiss wenigstens im Oberstübchen an.

    Leid tuts mir immer. Ich verstehe auch nach wie vor nicht so ganz, warum man einen Spezialisten möchte, wenn man nicht die entsprechende Arbeit mit ihm erledigen möchte. Egal ob Hüti, Jäger oder Wächter.

    Lilly: Daheim. Mein Bett. Vorzugsweise mit mir drin. Mit einem direkten Zugang zu einer tief vergrabenen Kuschelhöhle.

    Ronja: Schlaraffenland. Das Echte, bei dem man sich durch eine Mauer von süßem Brei fressen muss, um reinzukommen. Ansonsten wurscht, so lange es nicht zu heiß ist, die findet überall das Beste für sie. Allerdings gibts für die Oma keinen Urlaub mehr.

    Ach ja, sie fände es vermutlich auch ganz nett, wenn wir dabei sind.

    Ich finde im Moment besonders spannend, dass es da kulturhistorisch einen (relativ) neuen Ansatz gibt. Während früher gängige Lehrmeinung war, dass die meisten alte Bräuche heidnischen Ursprungs waren und durch Christianisierung in ihr heutiges Gewändlein umverpackt und verharmlost wurden, gibt es heute eine Richtung, die untersucht, inwieweit genuin (alt-)christliche Bräuche im Zuge völkischer Identitätsfindung (rund um die Gebrüder Grimm) „verheidnischt“ und wenig belegbar auf „ältere Wurzeln“ zurückgeführt wurden.

    So eine richtig groß angelegte vergleichende Studie würde mich so richtig interessieren, nur leider bin ich da bisher nicht fündig.

    Aber ein interessantes Schlaglicht finde ich es allemal - darauf - dass sich in Bräuchen und Ritualen das akute Bedürfnis der jeweiligen Zeit genauso ausdrückt wie die Suche nach dem Ewigen, Zeitlosem in der Spiritualität. Und dass das immer schon so war.

    Ich muss dabei zugeben, dass ich selbst mit heutigen esoterischen Ansätzen sehr wenig anfangen kann. Genauer gesagt eine heftige Abneigung dagegen habe und die Flut an entsprechenden Ansätzen als „Spiritualität aus dem Ramschwarenladen“ betrachte, als am „Wahren“ und „Echtem“ vorbei. Ohne Ahnung davon, was dieses „Echte“ denn hätte gewesen sein können.

    Aber wenn es diese Wandelbarkeit und „Konsumanpassungsfähigkeit“ fürs jeweilige Bedürfnis doch auch schon immer gegeben hat, dann sollte ich da eher mal mein eigenes Denken prüfen. Hmh. Es wird sehr OT. Sorry für den kurzen Selbstnabrlbeschaueinsatz.

    Ich stöbere mal weiter.

    Hui. Die Aussage finde ich schon etwas heftig, so in Bezug auf das Menschenbild, dass das rausscheint, vielleicht nur unglücklich ausgedrückt? Nur weil jemand arbeitslos war, ist er ja nicht von vorneherein nicht fähig, einen komplizierteren oder stärkeren Hund zu führen?

    Aber ja: Mit einem schwierigen, kräftigen Hund ist es schwieriger, kompetente Gassigänger zu finden. Das Problem gibts aber ganz unabhängig von Corona.

    Und auf der anderen Seite gibts ja vielleicht gerade deswegen auch Leute, die von daheim aus mal schnell einspringen können. Was sie nicht könnten, wenn sie im Büro wären?