@Buttercup99
Ich finde es toll, dass Du nach den sehr kritischen Anmerkungen noch hier mitschreibst. Und dass Ihr Euch weiter anstrengen wollt. Ich bin mir nur gerade nicht sicher, ob und inwieweit das noch sackt, dass Jerry möglicherweise eine ganz andere Hundepersönlichkeit ist, als Ihr Euch vorstellt.
Das Thema, das Jerry mit Besuchern hat, ist die Spitze des Eisbergs, der Teil, an dem sich die Diskrepanz ganz drastisch zeigt. Ich würde vermuten, dass da noch mehr kommt.
Kratzen und Zerstören ist Ausdruck von Stress. Ob das nun der Besuch war, der Frust in Kombi mit der Vereinzelung, oder ob da schon ein Stück weit Dauerfrust da ist, da sollte der Trainer unbedingt draufgucken.
Territoriale Wachsamkeit kann man kontrollieren und so damit arbeiten, dass der Hund nicht selbst entscheidet, wen er unter Zuhilfenahme der Zähne verjagt oder in die Ecke verweist. Aber aber ziehen könnt Ihr es nicht, leichter wäre es, Ihr würdet damit und nicht dagegen arbeiten. Und dafür ist eine Mietswohnung nicht wirklich der richtige Ort.
Auch das „Ziehen“ draußen ist möglicherweise nicht nur ein Ausdruck fehlender Leinenführigkeit. Jagdtrieb und Schutzverhalten in Kombi, beides kann dazu führen, dass der Hund nachdrücklich gerne selbst entscheiden möchte, wo er hingeht. Lasst da bitte auch den Trainer draufschauen und macht Euch vielleicht doch mal zur Doppelsicherung über Halsband und Geschirr schlau. Mit meinen nicht ganz so berechenbaren Gassihunden bin ich nur so gelaufen, wenn man das trainiert hat, dann gibt das viel mehr Sicherheiten beim Halten des Hunds.