Beiträge von Phonhaus

    @Buttercup99

    Ich finde es toll, dass Du nach den sehr kritischen Anmerkungen noch hier mitschreibst. Und dass Ihr Euch weiter anstrengen wollt. Ich bin mir nur gerade nicht sicher, ob und inwieweit das noch sackt, dass Jerry möglicherweise eine ganz andere Hundepersönlichkeit ist, als Ihr Euch vorstellt.

    Das Thema, das Jerry mit Besuchern hat, ist die Spitze des Eisbergs, der Teil, an dem sich die Diskrepanz ganz drastisch zeigt. Ich würde vermuten, dass da noch mehr kommt.

    Kratzen und Zerstören ist Ausdruck von Stress. Ob das nun der Besuch war, der Frust in Kombi mit der Vereinzelung, oder ob da schon ein Stück weit Dauerfrust da ist, da sollte der Trainer unbedingt draufgucken.

    Territoriale Wachsamkeit kann man kontrollieren und so damit arbeiten, dass der Hund nicht selbst entscheidet, wen er unter Zuhilfenahme der Zähne verjagt oder in die Ecke verweist. Aber aber ziehen könnt Ihr es nicht, leichter wäre es, Ihr würdet damit und nicht dagegen arbeiten. Und dafür ist eine Mietswohnung nicht wirklich der richtige Ort.

    Auch das „Ziehen“ draußen ist möglicherweise nicht nur ein Ausdruck fehlender Leinenführigkeit. Jagdtrieb und Schutzverhalten in Kombi, beides kann dazu führen, dass der Hund nachdrücklich gerne selbst entscheiden möchte, wo er hingeht. Lasst da bitte auch den Trainer draufschauen und macht Euch vielleicht doch mal zur Doppelsicherung über Halsband und Geschirr schlau. Mit meinen nicht ganz so berechenbaren Gassihunden bin ich nur so gelaufen, wenn man das trainiert hat, dann gibt das viel mehr Sicherheiten beim Halten des Hunds.

    Für mich ist noch nicht ganz klar, was jetzt der akute Handlungsbedarf ist und was genau Du Dir erhoffst. Kurz zusammengefasst:

    Dein Hund ist ein Pudelpointer, hab ich gelesen, der nicht tauglich zum Jagdhund war wg. Geräuschempfindlichkeit - also fehlender Schussfestigkeit? Und der deshalb in Italien im Tierheim gelandet ist. Vermutlich, nachdem die entsprechende Empfindlichkeit ausgetestet wurde.

    Also ein sehr reizempfindlicher Hund einer ausgewiesenen reaktiven Jagdhundrasse (und höchstwahrscheinlich auch aus einer Linie, die bis jetzt für die Jagd selektiert wurde), der ein Problem mit der Dunkelheit hat, seitdem er bei Euch ist. Insofern, als dass er im Dunklen noch deutlich drastischer auf Geräusch- und Sichtreize reagiert als ohnehin schon.

    Da kann es nun ganz verschiedene Erklärungsansätze geben, wie das aktuelle Verhalten ganz genau zu Stande kommt. Aber verständlich aus seiner Geschichte heraus ist es ja schon.

    Abgesehen davon, dass ich tatsächlich auch Ohren und Augen abklopfen und ggf. auch mal eine Diagnostik auf neurologische Erkrankungen machen ließe: Wie sieht es denn mit seinen jagdlichen Ambitionen aus? Sind die vorhanden, beschäftigt Ihr ihn entsprechend?

    Hier wurde, glaube ich mich zu erinnern, schon geschrieben, dass Training im Januar ansteht.

    Wäre der Hund alleine im Nebenzimmer, bestünde dann die Gefahr, dass er umdekoriert und liegt daran ein Teil der Hemmung, es so zu lösen?

    Ich bin einfach mal gespannt, was das StBA nächstes Jahr dazu zu berichten haben wird. An der Insassenverteilung in den 4 Tierheimen (sowohl regional als auch mit Auslands-Kooperation) hier in der Umgebung hat sich durch Corona nichts verändert (weiß ich ziemlich genau, ich bin da seit Jahren regelmäßig unterwegs).

    Die Tierschutzvereine mit Auslandskooperation hier haben diesbezügliche Aktivitäten wegen Lockdown, unterschiedlichen Grenzübergangsregelungen, weggebrochener Einnahmen durch abgesagte Feste und Veranstaltungen und reduzierten Möglichkeiten für Gassigänger und Interessentenbesuche dieses Jahr gegenüber den Vorjahren deutlich eingeschränkt. Was leider auch Einfluss auf die Möglichkeiten des Tierschutzes im Herkunftsland hat.

    Es gibt ein paar Neuzugänge in Familien, die nicht immer schon einen Hund irgendwoher hatten (hier auf dem Land ist der Privat-Upps noch eine recht übliche Sache). Davon sind der überwiegende Teil junge Labradore, die so gar nichts mehr mit dem zu tun haben, an das ich mich von früher her erinnere. ich habe heute ein "nicht mehr mit fremden Labradorwelpen und -junghunden spielen lassen-Moratorium" verhängt.

    Allerdings sehe ich deutlich Leute mit ihren Hunden laufe. Und in unser Dörfchen, das an sich nicht touristisch geprägt wird, verirren sich immer mehr Besucher an den Wanderparkplätzen. Hier haben wir eher eine Menschen- denn eine Hundeschwemme, was mich ganz persönlich übrigens bei Weitem mehr nervt. Die von mir heißgeliebten Cattles und Galloways stehen schon vor der Zeit aufgestallt bzw. direkt im abgeschlossenen Hofbereich, weil die Halter keine Lust auf verschreckte Kühe und Koliken haben. Die Wege sind aufgematscht wegen der parkenden und wendenden Autos, neulich kam eine Gruppe auf die lustige Idee, einen Wildacker als Parkplatz zu benutzen ...

    Aber ist halt so. Es sind einige Wenige, die tatsächlich negativ auffallen. Dass Diese dann den Blick aufs Gesamte prägen, hängt wiederum sowohl an den Beschauten wie auch am Betrachter.

    Ronja lässt allen Senioren ausrichten, dass kneippen gesund ins neue Jahr bringt.

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    Der mild interessierte Gesichtsausdruck auf dem zweiten Bild gilt Herrchens Geschimpfe.

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    Der Mann isst heute Markklößchensuppe. Nachdem es mir gestern etwas den Appetit verhagelt hatte, werde ich mir heute aus dem Rest Gemüse von Heiligabend Pastasauce machen. Wahrscheinlich mit Lachs dabei. Und dann stehen da noch die:

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    Wenn Du das so lesen möchtest :ka: Ich zitiere mal Deinen Einstiegsbeitrag hier, den empfand ich als persönlichen Angriff für jeden, der hier mit viel Verständnis mitgeschrieben hat und versucht hat zu unterstützen.

    Zitat

    Jetzt ernsthaft???

    Ich bin schockiert, wie hier mal wieder dogforum-bubble-typisch:

    - auf Leute eingedroschen wird

    - man Dinge in der Glaskugel sieht, die ich noch nicht einmal erahnen würde ("Hund hat Trauma weg", "das wird nichts mehr", "der Hund will alles kontrollieren" etc.)

    - und man seine Einstellung anderen Hundehaltern mal einfach komplett drüberstülpt.

    Zum Thema Empathie - klar, da kann man unterschiedliche Ansichten haben. Genau wie zum Thema, wie sehr sich Mensch für Hund einschränken sollte. Ich wollte keinen Hund über 6 oder 9 Stunden jankernd in einer Box sitzen haben (man weiß übrigens bei der Herkunft nicht, ob er das kennt oder nicht, er könnte es auch sehr unangenehm kennen. Und offenkundig empfindet er es nicht gut). Ebensowenig würde ich z. B. einen Seniorhund mit Lähmungserscheinungen und verletzter Kralle auf eine lange Reise mitschleppen, passt tatsächlich auch nicht in meine persönliche Vorstellung vom Zusammenleben mit meinem Hund. Über sowas kann man geteilter Ansicht sein und muss akzeptieren, dass es unterschiedliche Wahrnehmungen, Wertungen, Moralvorstellungen und Erwartungen gibt.

    Aber hier haben wir einen großen Hund, der beißt. In den Händen eines Hundeanfängers, der dieses Verhalten aktuell weder einschätzen noch wirklich kontrollieren kann. Und das ist eine Situation, in der Experimente, die den Hund zusätzlich stressen, böse ausgehen können. Das ist nochmal was ganz Anderes.