Ich frage jetzt einfach mal nach, weil ich das Gefühl habe, dass hier Einige - auch ich - an Dir vorbei geschrieben haben. Was brauchst Du? Was möchtest Du hören? Im Bereich des Realistischen natürlich, dass Dein Hund wie durch Zauberhand von einem Tag auf dem Anderen so ist, wie Ihr ihn Euch erträumt habt, das wird nicht passieren.
Hier gabs Buchempfehlungen - magst Du etwas davon lesen? Hier gabs die Empfehlung, auf Besuch erstmal zu verzichten - möchtest Du die umsetzen? Hier gabs die Empfehlungen, Eurem Hund erstmal an Stress zu ersparen, was geht und ihn so gut zu sichern, wie es geht - kommt das für Euch in Frage? Was seid Ihr - abgesehen vom Trainerbesuch im Januar, der schon eine sehr vernünftige Entscheidung ist - bereit zu tun?
Zur Frage des „Gerne Dabeiseins“: Meine frühere Katze wäre auch gerne im Streifenhörnchengatter dabei gewesen. Ob das ne gute Idee gewesen wäre? Für die Katze schon, aber auch nur für die Katze. Dass der Hund an Besuch interessiert ist und nicht weggesperrt sein möchte, heißt nicht, dass er auf einmal ein Menschenfreund geworden ist. Oder der in ihm verschüttete Menschenfreund auf einmal zum Vorschein hätte kommen wollen.
Sachen wie Separieren baut man langsam und reizarm auf, wenn der Hund es noch nicht kennt. Nicht mit Besuch im Nebenzimmer, wenn Besuch ihn triggert, da kann der Hund nur dran scheitern. Damit verbrennst Du Dir das fürs erste Mal, denn das hat der Hund ganz schnell verknüpft. Du erschwerst Dir damit einfach das kommende Training.
Wobei es tatsächlich immer noch besser ist (im Nebenzimmer, zur Box sag ich nix, dazu ist genug gesagt) als ihn unter Besuch wüten zu lassen. Aber besser wäre es, Ihr würdet jetzt erstmal alle potenziellen Trigger für Euren Hund so sehr runterfahren, wie es geht, bis der Trainer kommt. Und dann diese Themen gemeinsam mit ihm angehen.