Beiträge von Phonhaus

    Wenn Dich das Thema sehr beschäftigt, ist das wahrscheinlich eine sehr gute Idee.

    Ganz pragmatisch würde ich, wenn sie bei Besuch in den ersten Minuten durch ist, sie die ersten paar Minuten in einem anderen Zimmer lassen und dann begrüßen lassen, wenn sich die Aufregung etwas gelegt hat. Falls sie das mag.

    Lilly hier kann auf Besuch gerne und dankend verzichten. Die bleibt da aber auch von sich aus im Nebenraum. Genauer gesagt in meinem Bett :smile:

    @Buttercup99

    Euer Hund ist „normal“. Für das Leben, für das er veranlagt ist und sozialisiert wurde ist, das, was Du beschreibst, sehr normal. Und funktional. Das sollte sich bei Euch setzen.

    Euer Hund ist jetzt in Lebensumständen, die für ihn nicht normal sind. Er muss jetzt eine Riesen-Anpassung leisten. Und das schafft er nur mit Eurer Hilfe. Die könnt Ihr ihm erst geben, wenn Ihr ihn versteht. Und das könnt Ihr nicht, wenn Ihr ihn als nicht normal, falsch oder reparaturbedürftig betrachtet. Damit zieht Ihr in Eurem Kopf eine Mauer, über die hinweg Ihr Euren Hund nicht sehen könnt, wie er ist.

    Ihr seid da nicht die Ersten. Diesen „Huch, so hab ich mir das Alles nicht vorgestellt“-Moment kennen eine ganze Menge Hundehalter. Ihr habt halt einen Hund, bei dem die Auswirkung davon nicht bloß nervig, aufregend, frustierend oder bluesig ist, sondern gefährlich. Deshalb steht Ihr in der Not, Euch recht zackig anpassen zu müssen. Wenn Ihr den Hund behalten wollt.

    Und ja: Man kann sehr problemlos Freunden und Verwandten absagen, dafür langen ein paar Telefonanrufe. Wenns einem wichtig genug ist. Ich verstehe sogar irgendwo, dass Ihr noch das „aber doch nicht wegen eines Hunds“ Gefühl habt (hier bei uns gibts da noch ganz andere Einschränkungen mit einmal Senior- und einmal Angsthund, aber das ist ein anderes Thema). Aber darum gehts auch nicht, es geht um die Weichen Eures zukünftigen Zusammenlebens. Das Du ja ermöglichen willst.

    Kannst Du es Deinem Hund ansehen, ob er entspannt ist oder unter Spannung steht? Ob er in sich ruht, auch wenn er sich freut, oder nach außen hin fiddelt auf jeden Reiz reagiert? Das wäre für mich so der erste Ansatz.

    Dann von der Körpersprache und -stellung her: Nimmt er Kontakt auf, greift schnell was Positives ab und dann ist gut? Oder blockt er oder blockiert Durchgänge?

    Ist das Gesicht entspannt und die Mimik frei, oder ist da was angespannt? Reagiert der Hund auf Deine Ansprache damit, dass er Dir den Großteil seiner Aufmerksamkeit zuwendet, oder ist er mit Aufmerksamkeit und Achtung beim Besucher?

    Ist er in der Lage, während des Besuch an Plätzen zu Ruhe zu kommen oder sogar tief zu schlafen, die keine strategischen Kontrollpunkte sind? Oder geht das Köpfchen sofort hoch oder rotieren die Ohren, wenn der Besuch sich bewegt? Kann der Besuch sich frei durch die Wohnung bewegen, ohne flankiert zu werden?

    Ich frage jetzt einfach mal nach, weil ich das Gefühl habe, dass hier Einige - auch ich - an Dir vorbei geschrieben haben. Was brauchst Du? Was möchtest Du hören? Im Bereich des Realistischen natürlich, dass Dein Hund wie durch Zauberhand von einem Tag auf dem Anderen so ist, wie Ihr ihn Euch erträumt habt, das wird nicht passieren.

    Hier gabs Buchempfehlungen - magst Du etwas davon lesen? Hier gabs die Empfehlung, auf Besuch erstmal zu verzichten - möchtest Du die umsetzen? Hier gabs die Empfehlungen, Eurem Hund erstmal an Stress zu ersparen, was geht und ihn so gut zu sichern, wie es geht - kommt das für Euch in Frage? Was seid Ihr - abgesehen vom Trainerbesuch im Januar, der schon eine sehr vernünftige Entscheidung ist - bereit zu tun?

    Zur Frage des „Gerne Dabeiseins“: Meine frühere Katze wäre auch gerne im Streifenhörnchengatter dabei gewesen. Ob das ne gute Idee gewesen wäre? Für die Katze schon, aber auch nur für die Katze. Dass der Hund an Besuch interessiert ist und nicht weggesperrt sein möchte, heißt nicht, dass er auf einmal ein Menschenfreund geworden ist. Oder der in ihm verschüttete Menschenfreund auf einmal zum Vorschein hätte kommen wollen.

    Sachen wie Separieren baut man langsam und reizarm auf, wenn der Hund es noch nicht kennt. Nicht mit Besuch im Nebenzimmer, wenn Besuch ihn triggert, da kann der Hund nur dran scheitern. Damit verbrennst Du Dir das fürs erste Mal, denn das hat der Hund ganz schnell verknüpft. Du erschwerst Dir damit einfach das kommende Training.

    Wobei es tatsächlich immer noch besser ist (im Nebenzimmer, zur Box sag ich nix, dazu ist genug gesagt) als ihn unter Besuch wüten zu lassen. Aber besser wäre es, Ihr würdet jetzt erstmal alle potenziellen Trigger für Euren Hund so sehr runterfahren, wie es geht, bis der Trainer kommt. Und dann diese Themen gemeinsam mit ihm angehen.

    Hier gehts körperlich recht gut, allerdings merkt man, dass die Weihnachtsveränderungen im Hundehirn öfter mal ein Rattern auslösen. Gestern war Schwiegermutter länger oben. Ronja hat sich gefreut und sie begeistert umschwänzelt. Ist eingenickt, hat Schwiegermutter entdeckt und sich wieder gefreut und sie begeistert umschwänzelt, ist eingenickt ... :lol: Vergesslichkeit ha tauch Vorteile. Dann wird alles mit viel Schlaf verarbeitet.

    Wir wünschen allen Senioren gute Besserung für die altersbedingten Wehwehchen und noch viele schöne Tage. An Rhian Glückwunsch zum Halbgeburtstag. Und an Alle ein friedliches Ankommen in 2021.

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    Puh, gute Frage...jenachdem wie es wird, entweder in Deutschland oder Frankreich. Vlt mal Harz ausprobieren (gibt es da viel Einsamkeit) oder hat jemand was von der Rhön gehört (soll wohl auch sehr schön sein)?!

    Strand würde mir auch sehr gefallen...

    LG

    Juli und Tessi :winken:

    Die Rhön ist wunderbar zum Wandern. Mit dem Hochrhöner und dem Rhöner Extratouren (ich mag vor Allem die Mühlentour und als Kurze die zum Guckaisee) gibts sehr liebevoll geplante Wanderwege und Rundtouren. Sehr viele Naturschutzgebiete mit Leinenpflicht allerdings, wenn man die Anlaufstellen wie Rotes und Schwarzes Moor und den Guckaisee besucht. Städtischer Tourismus fällt halt eher mau aus. Tann ist ein niedliches kleines Fachwerkstädtchen, aber nicht spektakulär. Das Bier im Kloster Kreuzberg ist sehr lecker (die Haxe laut Mann auch), das ist aber halt wirklich Touristenabfüllung.