Beiträge von Phonhaus

    Okay. Die Gebrauchshundehalter hier werden sicher noch etwas dazu schreiben. Aber schonmal 2 Sachen vorneweg: Du willst definitiv keinen Gebrauchshund, der der Meinung ist, Dich beschützen zu wollen/sollen/müssen. Schau Dir die verlinkten Threads bitte an. Unser Umfeld hier in Deutschland, gerade im Städtischen, ist dafür einfach nicht gemacht.

    Und wenn Du einen Hund haben möchtest, der es Dir vereinfacht, rauszugehen und Kontakte zu haben, dann solltest Du nicht auf eine Rasse zurückgreifen, die ein hohes Potential hat, fremde Artgenossen und Menschen wirklich doof zu finden.

    Hier gibts einige Menschen, die Schäferhunde haben, ein paar weniger mit Malinois. Nein, es macht nicht den Eindruck, als würde hier „jeder Dritte“ mit so einem Hund „rumrennen“. Was möglicherweise daran hängt, dass die - aus guten Gründen - nicht zu üblichen Gassigehzeiten und auf üblichen Gassigehstrecken unterwegs sind.

    Fast jeder Hund ist sportlicher, als Menschen es üblicherweise sind. Schau Dir vielleicht tatsächlich die einzelnen Sportarten mal live an.

    Terri-Lis-07 Ich denke, ist @Lockenwolf :smile:.

    Es kommt halt auch drauf an, wo Deine Prioritäten liegen. Wenn Dir ein Fuß- oder Radweg am Rhein und ein Park für die Bewegung außerhalb des Trainings vorschwebt, gibt es Rassen, mit denen Du eine größere Chance auf ein einfaches Leben hast.

    Das hört sich doch schon gut an :smile: Lilly ist jetzt 4 Jahre hier und es tut sich immer noch was in der Entwicklung. 3 Monate ist einfach noch nicht so lange. Da tut sich bestimmt noch Einiges an Gewöhnung.

    Das aktive Einfordern von Streicheleinheiten und die Suche nach Körperkontakt hat bei Lilly übrigens abgenommen, als sie selbstsicherer und von sich aus ruhiger geworden ist. Die Frage, ob das aktive Einfordern von Streicheleinheiten und Bestätigung nicht vielleicht eher fiddeln als Freude ist, würde ich auf jeden Fall auch mit im Blick behalten.

    Gibts denn etwas, was Euer Hund gezielt zum Stressabbau nutzt - Kauen, Rennflashs oder Ähnliches? Wie sieht es mit Kontakt zu Artgenossen aus?

    Für mich Reste von gestern. Für den Mann Hühnerklein mit Morcheln und Reis.

    Und jetzt Flips und babbische Toffees.

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    Entgegen anderslautenden Gerüchte pflegen Männer in Süd- oder Osteuropa nicht zwangsläufig überdurchschnittlich häufig Hunde zu misshandeln |)

    Dein Hund war, so wie Du es schilderst, lange Zeit im Shelter. Hatte dort höchstwahrscheinlich (betrachtet man sich die Organisation solcher Shelter) also schon Kontakt zu Menschen, aber oberflächlich und nicht in Form enger Zusammenarbeit. Das enge Zusammenleben mit Menschen ohne Artgenossen ist er nicht gewohnt. Hier ist vieles fremd für ihn - er muss Euch erstmal kennenlernen und Ihr ihn.

    Und da haben Frauen meistens! einfach die besseren Karten bei unsicheren Hunden. Vermutlich weil sie im Schnitt (sozialisationsbedingt) von Auftreten, Körpersprache, Mimik und Stimme/Tonfall her weicher sind. Weniger bedrohlich.

    Hier bei uns merkt man eindeutig, dass ich rundherum leiser bin, nicht so durch die Gegend poltere, Türen, Schränke und Schubladen leiser öffne und weniger Raum einnehme (was nix mit der Körpermasse zu tun hat). Das wäre mal was, worauf ich bei Euch gucken würde :smile:

    Hier kommt noch dazu, dass ich mehr Ahnung von Hunden habe und mich auch bereitwilliger in meinem Verhalten hundegerecht anpasse.

    Nichtsdestotrotz hat sich die Angsthundine trotzdem an den Troll gewöhnt und findet ihn mittlerweile meistens auch sehr nett :lol: Trotzdem wird er auch geeade nachts noch gelegentlich leise angeknurrt. Und wenn wir uns am Tag vorher gestritten haben, auch mal verbellt. Hält sich in Grenzen und ist nach 10 Sekunden wieder vergessen.

    Indoor spielen hat hier übrigens noch Seltenheitswert. Ich würde ihm einfach noch Zeit geben, sich zu gewöhnen und Euch kennenzulernen und ihm ansonsten viel Sicherheit, Ruhe und Struktur bieten. Bedrängt ihn nicht mit zu viel Kontakt oder Spielaufforderungen, sondern guckt, was er Euch anbietet. Schnüffelteppich ist schon eine feine Sache :smile:, das würde ich so machen, dass der Mann des Hauses ihn befüllt, während Hund zuguckt, und sich dann erstmal zurückzieht und ihn das selbst erarbeiten lässt. Später irgendwann kann man Trick- und Intelligenzspielchen gemeinsam erarbeiten, aber im Augenblick würde ich einfach noch Zeit geben.

    Ich verlink Dir hier mal den „Angsthund-Thread“, da ist dieses Thema auch immer wieder präsent, wenn die Seitenzahl richtig passt, siehst Du da ein paar Bilder eines typischen kommunikativen Missverständnisses Mann/Hund im Spoiler:

    Der Angsthund-Thread