@Lurchers
Jeder Tierarzt, bei dem ich bisher war, stand zumindest schon mal vor dieser Entscheidung. Obs getan wurde oder nicht, das kann ich Dir nur für die Fälle beantworten, bei denen ich weiß, dass Tiere in Privathand nicht aus gesundheitlichen Gründen, sondern verhaltensbedingt eingeschläfert wurden. Ja, das gibt es. Aber der Tierarzt ist da in einer wenig beneidenswerten Situation.
Bis weit in die achtziger Jahre hinein sind unerwünschte Tiere, wenn sie nicht beiseitegeschafft und irgendwo verscharrt wurden, einfach ausgesetzt worden. Spätestens dann mussten sie untergebracht werden. Die Tierheime haben damals noch regelrechte Kampagnen gefahren, damit Interessenten die Tiere abgeben, anstatt sie zu ersäufen, zu erschlagen oder auszusetzen.
Und bei Unvermittelbarkeit war zumindest in einigen Tierheimen auch recht schnell ein Ende angesagt. Das ging noch über die Zeit hinaus. Nach Einführung der Listen wurden massenhaft völlig unauffällige Hunde, die rassenbedingt eingezogen wurden, nur wehen der Rassezugehörigkeit getötet. Dass Tierheim Hamburg z. B. ist seinerzeit damit schlussendlich auch heftig in die öffentliche Kritik geraten, weil ein engagierter (und selbst nicht unumstrittener) Tierarzt eine richtige Front dagegen in Bewegung gesetzt hat.
In Wahrnehmung und Anspruch hat sich seitdem gerade in Bezug auf Hunde viel verändert. Mehr, als die Praxis mitziehen konnte.
SpaceOddity
Grundsätzlich hast Du da recht, da hat sich in den vergangenen Jahren viel getan. Es gibt von den VetÄmtern auferlegte Betreuungsschlüssel, also eine vorgegebene Anzahl von Pflegern pro X Tiere, die verlässlich da sein muss. Das können aber, meine ich, z. B. auch Azubis oder 1 Euro Jobber sein.
Gassi und Training läuft allerdings breit gefächert auf ehrenamtlicher Basis.