Beiträge von Phonhaus

    als Hauptgericht Heidelbeerpelmeni mit selbstgemachter Vanillesauce und frischen Heidelbeeren.

    Da hätte ich bitte gern ein Rezept dazu!

    Hier gibt es heute Mozarella Sticks

    Diesmal waren sie nicht selbstgemacht - wir haben einen tollen russischen Supermarkt in der Nähe - ich hab aber auch ein Rezept:

    500 g. Mehl

    Ein Ei

    Eine gute Prise Salz

    250 ml kaltes Wasser

    Tiefgekühlte Heidelbeeren, die nicht im Beutel klumpen.

    Aus den Teigzutaten einen festen Nudelteig herstellen (kneten), ich machs per Hand. Eine halbe Stunde in Frischhaltefolie ruhen lassen. Dann entweder mit viel Muskelkraft auf 3 mm ausrollen oder mit der Nudelmaschine auf Stärke 4. Kreise ausstechen. Etwas Zucker und Speisestärke (oder Instant Mehl) unter die noch gefrorenen Beeren rühren, ein Häufchen auf die Kreise setzen, großzügig Rand lassen. Dann die Kreise zusammenklappen. Die Ränder erst gut mit den Fingern festdrücken und dann noch einmal mit der Gabelspitze.

    Da die Ränder beim traditionell russischen (Polen sagen polnischem) Rezept nicht mit Ei bestrichen werden, muss man echt fest drücken, damit die Ränder im Topf nicht aufklappen.

    In kochendes Wasser, so um die 5-6 Minuten garen.

    Vorbereitete rohe Pelmeni lassen sich am Besten einfrieren, indem man sie auf ein Backblech oder ein Tablett mit Backpapier legt und das so vorfriert - und sie vorgefroren in einen Gefrierbeutel gibt. Dann kleben sie nicht aneinander. Übrige Pelmeni sollte man ein wenig einfetten, damit sie nicht kleben, am nächsten Tag kann man sie in der Pfanne kurz anbraten.

    Simple Vanillesauce mache ich immer frei Schnauze, deshalb habe ich da keine genaue Mengenangabe: Etwas Zucker mit etwas Speisestärke (nicht zu viel, sonst gibts Pudding) und einem halbem TL gemahlener Bourbon-Vanille verrühren. Mit etwas Milch zu einer glatten Masse verrühren, dann mit etwa einer halben Tasse Milch unter Dauerrühren mit Schneebesen kurz aufkochen, bis die Speisestärke angebunden hat. Achtung, das klumpt schnell, wenn man mal ein paar Sekunden nicht rührt. Dann von der Platte stellen und noch eine halbe Tasse Sahne unter Rühren dazu. Ab und an nochmal Nachrühren, damit sich keine Haut bildet. Damit ist es schon fertig.

    peikko

    Du redest von einer realen Bedrohungssituation - ja, ich kenne was Ähnliches aus der Kindheit und das ist echt scheiße und es tut mir sehr leid für Dich und für alle, die sowas erlebt haben. Aus Deinen Beiträgen lese ich, dass Du Deinen Hund kennst. Gut einschätzen kannst und weißt, wozu er imstande ist und wozu eben nicht. Und das Du Dich gerade unter solchen Umständen um einen imponierenden Hund dankbar bist, das ist völlig legitim und nicht das, was hier beschäftigt, denke ich.

    Ich hab dabei im Kopf Situationen, in denen Leute - Hundeanfänger bzw. Leute mit völlig idealisierten Vorstellungen einen Hund mit Schutztrieb wollen (von denen es die schön krassen Videos gibt), weil in der Nachbarschaft schonmal eingebrochen wurde, sie beim Joggen morgens durch einen Park kommen, in dem sich gerne Berber aufhalten, die Nachbarschaft einen hohen Ausländeranteil hat, das Viertel nicht das Beste ist (zumindest ihrer Definition nach) ...

    Die aber auch erwarten, dass der Hund die Fähigkeit zu Allem, was damit zusammenhängt, quasi schon ab Werk eingebaut mitbringen. Und selbstverständlich - quasi aus eigenem Wissen heraus - auch nur handelt, wenn es angemessen ist. Die etwas überspitzt gesagt besser entscheiden können als sie selbst, was eine echte Bedrohungssituation ist.

    Und das ist die Kombi, die mir Bauchschmerzen macht -ein entsprechender Hund und ein Hundeführer, der weder führt noch erzieht, weils da schon an grundlegendem Wissen fehlt. Mir tut so ein Gespann unglaublich leid, wenns anfängt, schiefzugehen. Mehr aber der Hund. Denn der hat sich diese Situation nicht ausgesucht. Und die Arschkarte hat er gezogen - sofern sich der Mensch an der Stelle nicht zusammenreißt und gescheit mit dem Hund trainiert. Ist der Hund zu nett, ist der Halter enttäuscht, frustriert und versucht im schlimmsten Fall mit nicht so netten Methoden, mehr Potenzial rauszukitzeln. Hat der Hund die entsprechende Veranlagung und lebt die ohne gescheite Anleitung aus, hat er dann irgendwann die Folgen zu tragen. Die meistens auch nicht nett sind.

    Was haben eigentlich immer alle mit Listis im Sinne von Staff(Mixe) oder Pits zum Schutz?

    Die wenigsten Vertreter die ich kenne wachen oder schützen ernsthaft. Woher kommt eigentlich die Annahme die Hunde würden sich eignen die Familie zu beschützen? Wenn ich einen Hund zum Wachen will mit Bollerkopf dann lande ich ja eher bei den Molossern. Rottweiler, Cane Corso.

    Danke, das frage ich mich hier beim Nachlesen auch die ganze Zeit :???:Kein Einer der Amstaff/Pit/Bullterrier-Fans, die ich kenne, will diesen Hund zum „Personen- oder Familienschutz“. Wobei es als netter Nebeneffekt gerne in Kauf genommen wird.

    Leute, die Schutz vor Bedrohung durch Fremde/Fremdes suchen, greifen doch eher zu Schäferhunden, Dobermann, Molossern - ggf. kommen da auch noch mehr. Gerade, wenns um eigene Unsicherheiten, Ängste und Ressentiments geht ... Und das spiegelt sich hier auch in den Threads wieder, finde ich.

    Klar kommt auch bei den Amstaff-Fans irgendwann auch das „Schutzargument“, wenn die Leuts mit Listenhunden lang genug gelöchert werden, warum es denn „so ein“ Hund sein soll. Um halt was dazu zu sagen, was nicht gleich wieder neue Diskussionen nach sich zieht - über den Sinn und Zweck „so eines“ Hundes und dass es doch auch so viele schöne andere Rassen gibt.

    Hallöchen!

    immer wieder lese ich, dass man mit manchen Hunden auch mal in den Konflikt gehen muss. Ich kann mir darunter nichts konkretes vorstellen. Wie sieht das für euch aus? Also welche Konfliktsituationen hattet ihr und wie habt ihr sie dann gelöst? Danke für eure Antworten!

    Das ist, denke ich, ganz individuell. Unsere Angsthündin hatte eine kurze Knurr- Fletsch- und Drohphase, nachdem sie erstmal Anfänge von Selbstbewusstsein und Sicherheit aufgebaut hat. Gassi gehen war da zu nächtlichen Zeiten noch unerwünscht (aber nötig), also hat sie beim angeleint werden gedroht und bei meinem Mann sogar abgeschnappt. In den Konflikt gehen hieß da für uns, nicht zu weichen und das Gewünschte zwar neutral freundlich, aber bestimmt durchzusetzen. War dann auch nach ein paar Tagen vorbei, war nicht viel Substanz dahinter.

    Hätte unser Terrier- Hütimix versucht, das Gleiche zu machen, um seine Ruhe zu haben, hätte es einen gepflegten Anschiss gegeben. Da gabs dieses Thema nie. Dafür Schubsen, in die Hacke zwicken, Weg vertreten oder blockieren, Plätze belegen, selektive Taubheit ... :lol: Gepaart mit viel Charme, aber auch das sind Konflikte. Da haben wir der Dame schon mal deutlich klargemacht, dass sie bitte schnell ihre Manieren wiederfinden soll.

    Andere Hundetypen versuchen halt auch nochmal mit anderen Mitteln, ihre Interessen durchzusetzen. Und auch das muss man dann im Zweifelsfall ausdiskutieren.

    Wichtig dabei finde ich, genau zu gucken, was der Hund da durchsetzen will und warum. Meine Hunde dürfen und sollen eigene Vorstellungen haben und die auch anmerken können. Wenn sie gerade Ruhe halten, kauen oder fressen und nicht gestört werden möchten, gestehe ich ihnen das zu. Wenn Lilly nicht unbedingt beim dicksten Sturm oder Regen rauswill, darf sie das äußern. Und Ronja darf auch gerne mal, so lange es moderat bleibt und im Ernstfall abbrechbar ist, einen ihrer „Isch bin de Batman“ Anfälle ausleben. Das macht ihr das Leben einfach spaßiger. Aber bevor die Blase der Einen platzt oder die Andere zu übermütig wird, setzen wir uns halt durch. Und schubsen lass ich mich nicht ...

    Hmh. Zwei Gedanken dazu.

    1. Ich habs ja schon in einem der früheren Beiträge angesprochen: „Nett“ kann sich ändern, wenn der Hund sich sicher genug fühlt, eigene Vorstellungen auch mal etwas vehementer durchsetzen zu wollen. Und das aktive Einfordern von Streicheleinheiten kann ganz verschiedene Ursachen und Gründe haben. Dein Hund traut sich mehr und Dein Freund bleibt gruselig.

    2. Was ich jetzt tatsächlich nicht machen würde, ist, den Freund zu maßregeln. Gerade gar nicht, wenn der Hund es mitkriegt. Und vielleicht auch noch mitkriegt, dass es um ihn geht. Daraus kann nämlich der Eindruck entstehen: „Super. Sie findet den auch blöd. Tun wir und mal zusammen, um den gemeinsam wegzuekeln.“ Genau das, was Du eigentlich nicht willst.

    Für „Bindung“ brauchts Verständnis und Vertrauen. Daran würde ich tatsächlich erstmal nicht gezielt arbeiten. Damit bringt Ihr nur Druck ins System.

    Und den Trainertipp unterstreiche ich. Im besten Fall einen, der sich mit Hunden aus dem Ausland auskennt.

    Zur „Fluchttunnel-Panik“. Das hieß bei uns tatsächlich, dass von den paar Murmelchen im Kopf (Lilly hat einen milden Deprivationsschaden) nichts mehr da war. Der Hund bestand im wahrsten Sinne des Worts nur! noch aus Panik und Adrenalin, hätte man sie abgeleint, wäre sie völlig blind und kopflos losgedüst nach Egalwohin.

    Nicht mehr ansprechbar heißt da tatsächlich: Sie war überhaupt nicht mehr imstande, einen zu hören. Geschweige denn zu verarbeiten. Da war schlicht nichts anderes möglich als fest zu halten und den Hund so zügig wie möglich - ohne sich zerren zu lassen - in seine geschützte Umgebung zu bringen. Später dann irgendwohin, wo sie Adrenalin wegrennen konnte. Beim Anleinen gabs das aber nicht, da war sie nur „meidig“. Müsstet Ihr Euren Hund jagen zum Anleinen? Dann würde ich definitiv mit Hausleine arbeiten.

    An sich sollte man vermeiden, dass diese Form von Panik entsteht. Bei Lilly ging das nicht, sie hatte anfangs nicht viel mehr Reaktionsmöglichkeiten auf zu viel Reiz. Was wenigstens hieß, dass wir uns keine blöde Fehlverknüpfungen einbauen konnten, die waren nämlich alle schon da.

    Geholfen hat eine Kombi aus ganz viel Sicherheit und Routine im Innenraum. Selbstvertrauen aufbauen und stärken mit kleinen Erfolgserlebnissen. Viel Ruhe und - als es möglich war - viel Schlaf. Die ganz besonders gruseligen Reize draußen erstmal vermeiden und zu den ihr lieberen Zeiten gehen. Und Neues erstmal, wenn möglich, aus der Ferne zu beobachten. Später dann auch mal Rennmöglichkeiten zum Adrenalinabbau draußen in den Wohlfühlgegenden. Und Wiederholungen, Routine, Wiederholungen, Routine und Geduld. Und Humor. Nicht allzu viel vom Hund erwarten. Vertrauensaufbau, Blickkontakt, daran zu arbeiten, sich auf den Kontakt mit mir zu konzentrieren.

    Und irgendwann ist sie nicht beim ersten vorbeifahrenden Auto in Panik verfallen, sondern erst beim Zweiten. Dann beim Dritten (da war dann bei uns schon viel los). Dann nur noch bei allem ab Transportergröße.

    Gleichzeitig hat sie begonnen, Freude am Draußen, an den sicheren Plätzen, am Erkunden zu finden. Und irgendwann hat sie sich beim Griff zur Leine nicht mehr weggeduckt. Sondern blieb stehen. Heute macht sie Freudentänze auf den Hinterbeinen und knurrjodelt dazu :herzen1:

    Edit - mit Deinem letzten Beitrag überschnitten: Das hört sich doch schonmal gar nicht so schlecht an.

    Danke für die Antwort :smile:

    Lilly war etwas anders drauf als Eure Hündin, denke ich. Ich war einige Male mit ihr Gassi, bevor wir sie geholt haben. Am ersten Tag saß sie starr vor Angst an meinen Arm geklebt. Die folgenden Tage saß sie vor der Wohnungstür, nach einigen Tagen mehr hat sie sich dann ein Rückzugsversteck gesucht. Wir haben sie - bis aufs Gassi - erstmal komplett gelassen. Sprich: Sie konnte gar nicht weglaufen, weil sie nicht bei uns war. Und ihr gings hundsmiserabel, egal, was wir getan haben. Aber wir - zumindest ich - waren darauf vorbereitet. Angeleint habe ich den Hund da, wo er gerade war. Getragen habe ich sie nicht - sie hatte zwar Angst, hat aber drinnen nicht intensiv gegen die Leine gebockt. Wenn wir souverän vorneweg marschiert sind, ist sie mitgekommen.

    Deine letzte Frage ist eine gute Frage. Das hängt sowohl vom Hund als auch vom Menschen ab. Wenn Du selbst mental nicht hinter „Augen zu und durch“ stehst, kannst Du Deinem Hund auch nicht verklickern, dass es völlig selbstverständlich ist, was Du da von ihm forderst. Bei Lilly mussten wir fordern, die hätte sich sonst in ihren Ängsten eingeigelt. Bei Euch hört sich das nicht so gravierend an (wobei das offene, schmusige Verhalten sich nochmal sehr ändern kann, wenn sie genug angekommen ist und sich vielleicht nicht mehr soo unbedingt beliebt machen möchte). Aber ein Stück weit werdet Ihr sie möglicherweise auch aus der Komfortzone schubsen müssen.

    Mir ist nicht ganz klar, ob sie sich gegen die Leine als solche wehrt, also Angst vor der Einschränkung und dem Verbauen einer schnellen Flucht hat, oder ob sie nicht raus will. Oder ob es beides ist.

    Hmh - ein guter Ansatz, ohne dass ich das bewusst gemerkt habe - bei uns waren die Futterregeln. Zum Napf hatte Lilly viel schneller Vertrauen als zu uns :D Bei uns galt für den ersten Hund die Regel: Erst raus, dann Warten am Liegeplatz, dann Napf. Das Warten auf die Futterfreigabe hat Lilly sich komplett von Ronja abgeguckt, und das Gassi vorher hat sie dann irgendwann als dazugehörig akzeptiert.

    Und in der Dämmerung hat sie nach ein paar Wochen schon angefangen, Spaß am Gassi und am Spielen mit ihrem Kompagnon zu finden. Aber erst, wenn wir aus dem Ort draußen waren, auch nur leichter Straßenverkehr oder passierende Menschen waren im ersten Jahr Auslöser für Panik bis hin zum „Fluchttunnel“ in dem sie mit quasi durchdrehenden Füßen in der Leine hing und nicht mehr ansprechbar war. Gottseidank wohnen wir am Dorfrand, das hat uns vieles erleichtert.

    Wir hatten halt auch wirklich Glück, dass sie sich sehr an unserer alten Hündin orientiert hat. Wir steht Eure denn zu anderen Hunden? Jetzt zu Coronazeiten ist es natürlich schwer mit Kontakt. Aber ein souveräner erwachsener Hund, der hr ein paar Dinge vormacht, kann sehr hilfreich sein.

    Hallo,

    Karpatenköter danke fürs Rufen :smile:. Ja, unsere Hündin wollte die ersten Wochen verschwinden und sich unsichtbar machen - und danach wollte sie nicht raus. Ich bin da aber etwas kompromissloser gewesen: Zum Lösen gings raus. Nicht falsch verstehen, es gab hier keinen Druck oder Ärger, wenns in die Wohnung ging. Aber das Lösen draußen haben wir von Anfang an geübt.

    Der Versuch, die Leine langsam und positiv aufzubauen, ist sehr gut und liebevoll von Euch gedacht. Aber dafür braucht Ihr Zeit. Da ist eine Woche gar nichts. Letztlich ist das ein anspruchsvolles Training, gerade mit einem Hund, der die Zusammenarbeit mit Menschen erst lernen muss, sind da ganz viele Grundlagen zu legen. Mir war das zu heiß - ich hab jetzt nicht so Probleme mit Putzen, aber ich wollte das Lösen in der Wohnung definitiv nicht einstudieren. Und ich hatte im Hinterkopf, dass auch mal ein schneller, kurzfristiger Tierarztbesuch sein muss und der Hund die Leine schon kennen sollte.

    Geschirr (ausbruchssicheres Sicherheitsgeschirr), Doppelsicherung an Halsband und Geschirr, Schleusenfunktion der Türen hier im Haus, das war anfangs alles Pflicht. Das „Anziehen“ selbst ging kurz, schmerzlos und neutral freundlich vonstatten, das Führen aus dem Haus haben wir sehr direkt gestaltet, nicht mit Locken, sondern leisem Lob, wenn sie mitgegangen ist. Mehr hätte sie definitiv überfordert.

    Sie hat sich in Abend- oder Morgendämmerung leichter getan, deshalb sind wir in dieser Zeit bevorzugt gegangen. Hilfreich war es auch, wenn unser souveräner Althund mitgegangen ist.

    Wie macht Ihr das mit dem Lösen im Moment? Habt Ihr einen Überblick, wie sie sich draußen verhält - also ob das „Draußen“ das Problem ist, oder das „Festgehalten/Eingegrenzt werden“? Wäre ein Stück weit tragen ggf. eine Alternative?