Zur Schmerzfrage von Einstein51
Da kommts für mich ein wenig drauf an. Ich hab selbst Arthrose und Unfallfolgen in Beinen und Ellbogen und eine beginnende rheumatische Erkrankung in den Händen und bin nur! für mich selbst weder ein Fan von Dauermedikation noch vom „Einrosten lassen.“ Heißt, dass ich schon einen nicht unerheblichen Teil meiner Zeit Schmerzen habe. Aber im sehr erträglichen Rahmen, ich hab mich auch sehr daran gewöhnt. Und kontinuierliche, aber nicht überlastende Bewegung macht es nach meiner Erfahrung nach besser.
Ronja hat leichte Arthrose in einem Vorderbein und Verschleißerscheinungen im hinteren Rücken-/Lendenwirbelbereich. Ziemlich sicher auch häufiger mal Drehschwindel und Übelkeit vom Vestibularsyndrom. Sie bekommt Rimadyl, laut Tierärztin ist da zum gegenwärtigen Zeitpunkt auch nichts Anderes indiziert, sie sieht keine Anzeichen für heftige Schmerzen. Aber ich denke schon, dass sie trotzdem mit Zipperlein, Steifigkeit und Schmerzen bei Belastung zu tun hat. Gleichzeitig geht sie gerne Gassi, genießt ihr Leben und ihr Fressen, spielt und albert noch und bettelt nicht mehr, sondern fordert.
Für mich ist das so völlig in Ordnung. Wenn sie wirklich mal einen Tag nicht mit mag oder wir entscheiden, dass sie nicht so dolle läuft, dann gibts halt nur eine Minirunde. So lange das nicht überhand nimmt, sehe ich da auch kein Riesenthema. Und was sie alleine noch kann und will, das darf sie auch. Treppe laufen zum Beispiel - das geht langsamer und angestrengter als vorher, aber es geht.
Sie will sich noch nicht verabschieden, das zählt für mich. Und solange sie viele gute Tage und Momente hat, sind die paar nicht so dollen Tage für mich auch ok, letztlich gehört es dazu.
Sollte sie irgendwann deutlich Schmerzen zeigen, oder insgesamt lustloser und apathischer werden, oder nicht mehr mut rauswollen bzw. sich draußen nicht mehr freuen, oder keine Terrierspielchen mehr spielen wollen, oder ihr Futter nicht mehr anrühren ... das wären so Anzeichen, da würden wir an der Medikation nochmal schrauben.